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Rentenniveau

Was ist das?

Foto: Vertragsunterzeichnung

Das Thema Rentenniveau ist aktuell wieder in aller Munde. In der Politik wird über die Höhe des Rentenniveaus diskutiert. Ohne Gesetzesänderungen würde das Rentenniveau langfristig sinken. Doch was bedeutet überhaupt „Rentenniveau“?

Leider wird der Begriff vielfach falsch verstanden! Dies liegt auch daran, dass die Bezeichnung nicht besonders glücklich gewählt ist. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird unter „Niveau“ oft eine absolute Größe verstanden. Das ist das Rentenniveau aber gerade nicht. Es ist lediglich eine relative Größe.

Wie wird das Rentenniveau berechnet?

Das Rentenniveau basiert auf zwei Größen. Verglichen wird eine standardisierte Rentenleistung mit einem durchschnittlichen Arbeitnehmerentgelt.

Die Standardrente, die häufig auch als „Eckrente“ bezeichnet wird, ist eine Regelaltersrente, die ein Durchschnittsverdiener erhält, wenn er 45 Jahre Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung gezahlt hat. Da die Lebensläufe der Versicherten sehr unterschiedlich sind, wird diese fiktive Rente stellvertretend für die gesamten Altersrenten in der Berechnung verwandt.

Der Durchschnittsverdienst ist eine empirische Größe, die vom Statistischen Bundesamt ermittelt wird. Der vorläufige Brutto-Durchschnittsverdienst für das Jahr 2017 beträgt 37.103 EUR.

Das Rentenniveau stellt dar, in welchem Verhältnis - ausgedrückt als Prozentsatz - die Standardrente eines Jahres zum Durchschnittsverdienst der Beitragszahler desselben Jahres steht. So lässt sich im Zeitablauf nachvollziehen, wie sich das Gesamtsystem Rentenversicherung hinsichtlich seiner Leistungen entwickelt.

Netto-Rentenniveau vor Steuern

Seit 2005 wird das Rentenniveau als Netto-Rentenniveau vor Steuern ausgewiesen. Zur Berechnung werden von der Brutto-Standardrente, die tatsächlich anfallenden Sozialversicherungsbeiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung abgezogen. Zur Ermittlung der Sozialversicherungsbeiträge, die vom Brutto-Durchschnittsentgelt subtrahiert werden, wird auf Durchschnittswerte aus der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung zurückgegriffen. Der durchschnittliche Aufwand zur zusätzlichen Altersvorsorge reduziert ebenfalls das Durchschnittsentgelt.

2016 betrug das Netto-Rentenniveau vor Steuern 48,0 Prozent. Für dieses Jahr wurde prognostiziert, dass es auf 48,2 Prozent steigen soll. Dass ändert jedoch nichts daran, dass das Rentenniveau in den letzten Jahren sukzessive gesunken ist und ohne Gesetzesänderungen auch weiterhin sinken wird.

Wenn das Rentenniveau sinkt, bedeutet dieses jedoch nicht, dass die Renten auch in absoluter Höhe sinken.

Rückschlüsse auf die Höhe der eigenen Altersrente können aus der Kennzahl ebenfalls nicht gewonnen werden. Das Rentenniveau stellt nicht den Prozentsatz dar, den die Rentner von ihrem letzten Verdienst als Rente erwarten können.

Letztlich ist ein sinkendes Rentenniveau nicht die Ursache für Altersarmut, auch wenn es zuweilen in der Öffentlichkeit so dargestellt wird. Entscheidende Faktoren für niedrige Renten sind unterbrochene Erwerbsbiographien, Niedriglohnzeiten und Erwerbsminderung. Diese werden im Modellfall des Standardrentners aber überhaupt nicht abgebildet. Eine Studie bestätigt: Selbst bei einer erheblichen Erhöhung des gesetzlichen Rentenniveaus würden zwei Drittel der heute von Altersarmut Betroffenen nicht auf ein Einkommen oberhalb des Grundsicherungsanspruchs kommen.

Kurz und knapp: Antworten auf Fragen zum ...

Presseseminar der Deutschen Rentenversicherung Bund am 9. November 2016

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