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Grundsicherung bei Kleinstrenten

Unterstützung für Rentner mit geringen Einkommen

Foto: Frau mit langen grauen Haaren blickt in die KameraReichen Ihre Einkünfte im Alter oder bei voller Erwerbsminderung einfach nicht für Ihren notwendigen Lebensunterhalt aus? Dann sollten Sie die Grundsicherung beantragen. Darin sind alle Leistungen, die auch nach dem Sozialhilferecht gezahlt werden, enthalten. Im Unterschied zur Sozialhilfe ist die Grundsicherung jedoch unabhängig vom Einkommen Ihrer Kinder oder Eltern, es sei denn, dieses übersteigt 100.000 Euro im Jahr. Stellen wir fest, dass Sie nur eine kleine Rente beziehen, weisen wir Sie direkt in Ihrem Rentenbescheid auf die Möglichkeit der Grundsicherung hin.

Scheuen Sie sich nicht, die Grundsicherung zu beantragen, wenn Sie Hilfe brauchen.

Wer hat Anspruch?

Einen Anspruch auf Grundsicherung sollten Sie prüfen lassen, wenn Sie eine Altersrente oder dauerhaft voll erwerbsgemindert und mindestens 18 Jahre alt sind und Ihr gesamtes monatliches Einkommen weniger als 773 Euro beträgt. Als Ausländer mit gültiger Aufenthaltserlaubnis in Deutschland können Sie ebenfalls die Grundsicherung beantragen.

Wer die Bedürftigkeit in den letzten zehn Jahren vorsätzlich oder grob fahrlässig herbeigeführt hat, kann keine Grundsicherung erhalten. Das gilt zum Beispiel für Personen, die ihr Vermögen verschenkt oder leichtfertig verloren haben, ohne für das Alter vorzusorgen. Auch wer im Ausland wohnt oder in Deutschland Leistungen für Asylbewerber beantragt hat, erhält keine Grundsicherung.

Was bietet Ihnen die Grundsicherung?

Die Grundsicherung hilft Ihnen dabei, die Kosten für Ihr tägliches Leben zu bezahlen. Dazu gehören:

  • Ausgaben für Ihren notwendigen Lebensunterhalt – angepasst an Ihren Familienstand und Ihrer Haushaltsführung;
  • Aufwendungen für Ihre Unterkunft – dazu gehören Miete, Nebenkosten und Heizung;
  • Kranken­ und Pflegeversicherungsbeiträge sowie Vorsorgebeiträge in angemessener Höhe;
  • Mehrbedarf für bestimmte Personengruppen, wie für Schwerbehinderte;
  • Situationsabhängige Hilfen in Sonderfällen.

Ihr Sozialhilfeträger entscheidet darüber, was in Ihrer jeweiligen Situation angemessen ist.

Was wird angerechnet?

Wie viel Grundsicherung Sie bekommen, hängt von Ihrem Einkommen und Vermögen sowie dem Ihres Ehepartners ab. Das gilt auch, wenn Sie in einer ehe­ oder lebenspartnerschaftsähnlichen Gemeinschaft leben und für eingetragene Lebenspartner im Sinne des Lebenspartnerschaftsgesetzes. Welcher Teil Ihres Einkommens angerechnet wird, können Sie unserer Broschüre „Die Grundsicherung – Hilfe für Rentner“ entnehmen:

Broschüre „Die Grundsicherung – Hilfe für Rentner“

Von wem erhalten Sie die Grundsicherung?

Die Grundsicherung erhalten Sie von Ihrer Stadt oder Gemeinde. Bitte beantragen Sie diese beim Sozialamt oder geben Sie Ihren Antrag bei der Deutschen Rentenversicherung ab. Wir leiten diesen gern für Sie weiter. Die Zahlung erfolgt grundsätzlich für zwölf Monate. Danach müssen Sie rechtzeitig einen neuen Antrag stellen. Bitte beachten Sie dabei, dass Leistungen aus der Grundsicherung nicht rückwirkend erfolgen. Daher ist ein rechtzeitiger Antrag besonders notwendig.

Die Deutsche Rentenversicherung kennt Ihre übrigen Einkommens­ und Vermögensverhältnisse nicht und kann deshalb in Ihrem Rentenbescheid auch keine konkrete Aussage zu Ihrem Anspruch treffen. Diesen kann letztlich nur Ihr dafür zuständiger Sozialhilfeträger feststellen.

Beachten Sie bitte auch, dass die Grundsicherung außerdem keine Rente ist. Sie wird aus Steuermitteln finanziert und von Ihrem Sozialhilfeträger gezahlt.

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