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Kindererziehung

Plus für Ihre Rente

Die Rentenversicherung gleicht wirtschaftliche Nachteile aus, die Mütter oder Väter durch die Erziehung von Kindern haben. So können Erziehende einen Rentenanspruch auch mit wenigen oder nur geringen Beiträgen und unter Umständen sogar ohne eigene Beiträge erwerben.

Wenn Mütter oder Väter ihr Kind in Deutschland erziehen und dort mit ihm leben, übernimmt der Staat die Rentenbeiträge für bis zu 36 Monate. Neben den leiblichen Eltern können unter bestimmten Bedingungen auch Adoptiv-, Stief- oder Pflegeeltern Kindererziehungszeiten für die eigene Rente erhalten.

Nicht angerechnet werden Kindererziehungszeiten bei Personen, die

  • während der Erziehung bereits eine Altersvollrente oder eine Versorgung nach beamtenrechtlichen oder anderen Regelungen wie zum Beispiel eine Pension erhalten,
  • die Regelaltersgrenze erreicht haben und nie gesetzlich rentenversichert waren oder
  • aufgrund der Erziehung Versorgungsanwartschaften in einem anderen Versorgungssystem erworben haben, die dort gleichwertig wie in der gesetzlichen Rente berücksichtigt werden.

Kindererziehungszeit – 24 oder 36 Monate

Bei Geburten vor 1992 beträgt die Kindererziehungszeit 24 Monate, bei Geburten ab 1992 sind es 36 Monate. Sie beginnt mit dem Kalendermonat nach der Geburt des Kindes. Erziehen Sie gleichzeitig mehrere Kinder, zum Beispiel Zwillinge, oder während einer Erziehungszeit kommt ein weiteres Kind zur Welt, verlängert sich die Kindererziehungszeit um diese Zeit.

Die Kindererziehungszeit kann nur einem Elternteil zugeordnet werden – demjenigen, der das Kind überwiegend erzieht. Erziehen Mutter und Vater ihr Kind gemeinsam, erhält grundsätzlich die Mutter die Kindererziehungszeit. Soll sie jedoch der Vater erhalten, müssen beide Elternteile eine gemeinsame übereinstimmende Erklärung hierüber abgeben. Diese gilt für höchstens zwei Kalendermonate rückwirkend, ansonsten gilt sie nur für die Zukunft.

Kindererziehung – So viel Rente gibt es

Kindererziehungszeiten sind Pflichtbeiträge, die sich direkt auf die Rentenhöhe auswirken. Für die Zeit der Kindererziehung werden Sie in etwa so gestellt, als hätten Sie den Durchschnittsverdienst aller Versicherten erhalten.

AchtungNachzahlung bei Kindererziehungszeiten
Wer mit Kindererziehungszeiten die Mindestwartezeit von fünf Jahren bis zur Regelaltersgrenze nicht erfüllt hat und vor dem 1. Januar 1955 geboren ist, kann für die fehlenden Monate freiwillige Beiträge nachzahlen.

Die Berücksichtigungszeit

Neben Beitragszeiten wegen Kindererziehung können Sie auch so genannte Berücksichtigungszeiten wegen Kindererziehung erhalten. Diese wirken sich ebenfalls positiv auf die Rente aus. Die Berücksichtigungszeit für Kindererziehung beginnt mit dem Tag der Geburt des Kindes und endet genau nach zehn Jahren.

Kinderberücksichtigungszeiten haben zwar nur eine indirekte Wirkung auf die Höhe Ihrer Rente, indem sie die Bewertung beitragsfreier Zeiten verbessern können. Liegen die Berücksichtigungszeiten nach dem 31. Dezember 1991, können sie jedoch auch die Rente steigern, wenn Sie mindestens 25 Jahre mit rentenrechtlichen Zeiten haben.

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