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Berechungsbeispiele

So wird gerechnet

Foto: Portrait einer RentnerinZuerst wird Ihr Bedarf und das Einkommen sowie Vermögen ermittelt. Es folgt die Prüfung, ob Ihr Bedarf größer als Einkommen und Vermögen ist. Falls ja, wird Ihnen der Fehlbetrag als Grundsicherung gezahlt.

Beispiel 1

Gerda M. ist 65 Jahre alt und hat einen Schwerbehindertenausweis mit dem Merkzeichen G. Sie lebt in einer Zwei-Zimmer-Wohnung in Nordrhein-Westfalen. Die Miete beträgt monatlich 285 Euro, dazu kommen Heizkosten von 35 Euro und Nebenkosten von 50 Euro. Gerda M. erhält monatlich eine Witwenrente von 325 Euro (netto). Ihre Tochter verdient im Jahr 30.000 Euro.

Das Einkommen ihrer Tochter wirkt sich auf den Grundsicherungsanspruch nicht aus, da es unter 100.000 Euro im Jahr liegt.

Grundsicherungsbedarf von Gerda M. setzt sich zusammen aus:

  • 404 Euro, Regelbetrag Stufe 1
  • 285 Euro, Miete
  • 35 Euro, Heizung
  • 50 Euro, Nebenkosten und
  • 68,68 Euro, Mehrbedarf wegen Gehbinderung
    (17 Prozent der Regelbedarfsstufe)

842,68 Euro beträgt somit Gerda M.'s Bedarf insgesamt.

  • 325 Euro, die Netto-Witwenrente, wird als Einkommen/Vermögen abgezogen.

517,68 Euro fehlen also für den Bedarf. Genau diesen Betrag erhält Gerda M. als Grundsicherung.

Haben Sie einen Partner, muss die gleiche Rechnung noch einmal durchgeführt werden – auch wenn dieser keinen Antrag auf Grundsicherung gestellt hat und nicht zum leistungsberechtigten Personenkreis zählt.

Beispiel 2

Max B. und Inge M. leben in Sachsen. Max B. ist dauerhaft voll erwerbsgemindert und erhält monatlich eine Netto-Rente von 350 Euro. Inge M. ist 65 Jahre alt und bekommt eine monatliche Netto-Rente von 550 Euro. Die Miete für die gemeinsame Wohnung beträgt 300 Euro, die Heizkosten betragen 66 Euro.

Zusammen besitzen beide ein Sparbuch mit 3.000 Euro. Inge M. besitzt außerdem eine Brosche, ein Andenken an ihre Großmutter, die 800 Euro wert ist. Sowohl Sparbuch als auch Brosche gehören zum sogenannten Schonvermögen und werden daher nicht angerechnet.

Grundsicherungsbedarf von Max B. setzt sich zusammen aus:

  • 364 Euro, Regelbedarf Stufe 2
  • 150 Euro, anteilige Miete
  • 33 Euro, anteilige Heizkosten

547 Euro lautet der Bedarf von Max B. insgesamt; Kranken-/ Pflegeversicherung ist beim Einkommen berücksichtigt.

350 Euro, Max B.'s Rente, werden als Einkommen/Vermögen abgezogen.

Es ergibt sich bei Max B. ein Fehlbetrag von 197 Euro.

Grundsicherungsbedarf von Inge M. setzt sich zusammen aus:

  • 364 Euro, Regelbedarf Stufe 2
  • 150 Euro, anteilige Miete
  • 33 Euro, anteilige Heizkosten

547 Euro lautet der Bedarf von Inge M. insgesamt; Kranken-/ Pflegeversicherung ist beim Einkommen berücksichtigt.

550 Euro, Inge M.'s Rente, werden als Einkommen/Vermögen abgezogen.

3 Euro hat Inge M. als Überschuss und somit keinen Anspruch auf Grundsicherung.

Auf die mögliche Grundsicherung für Max B. von 197 Euro wird Inges Überschuss von 3 Euro angerechnet. Max B. erhält als Grundsicherung 194 Euro.

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