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Änderungen im Rentenrecht

Unser aktueller Rententipp

Foto: Mann blickt von seiner Zeitung auf

Mit der Neuregelung der Angleichung der Renten in Ost und West und der Verbesserung der Leistungen für Erwerbsminderungsrentner wurden zum Ende der Legislaturperiode noch wesentliche Änderungen im Rentenrecht beschlossen, die ab 2018 ihre Wirkung entfalten.


Ost-West-Rentenangleichung
Mit dem Rentenüberleitungs-Abschlussgesetz wird ein wichtiger Schritt zur Vollendung der Deutschen Einheit vollzogen. Die Angleichung des aktuellen Rentenwerts Ost an den im Westen geltenden Wert erfolgt in sieben Schritten und wird im Jahr 2024 abgeschlossen sein. Ab dem 1. Januar 2025 gilt in Deutschland dann ein einheitliches Rentenrecht.

Der aktuelle Rentenwert Ost wird zum 1. Juli 2018 auf 95,8 Prozent des Westwerts angehoben. Sechs Jahre in Folge wird er dann jeweils um 0,7 Prozentpunkte heraufgesetzt, bis am 1. Juli 2024 100 Prozent erreicht sind. Die Beitragsbemessungsgrenze und die Bezugsgröße in den neuen Bundesländern werden in den Jahren 2019 bis 2025 jeweils zum 1. Januar schrittweise an die Höhe des jeweiligen Westwerts angeglichen. Gleichzeitig fällt die Hochwertung der ab 2019 im Osten von den Versicherten erzielten Entgelte von Jahr zu Jahr geringer aus, bis sie 2025 schließlich ganz entfällt.

Stärkung der Erwerbsminderungsrenten
Wer aufgrund einer Erkrankung oder eines Unfalls vermindert erwerbsfähig wird, wird bei der Berechnung seiner Rente aktuell mit der Zurechnungszeit so gestellt, als hätte er bis zum 62. Lebensjahr weitergearbeitet. Die Zurechnungszeit, für die keine Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt wurden, führt somit zu einem höheren Rentenanspruch. Durch die Neuregelung im Rahmen des Erwerbsminderungsrenten-Leistungsverbesserungsgesetzes wird die Zurechnungszeit ab 2018 schrittweise um drei Jahre verlängert.

Bei Beginn der

Rente oder bei Tod

der Versicherten im Jahr

Anhebung

um Monate

auf Alter

Jahre Monate

20183623
20196626
202012630
202118636
202224640
202330646

Bezieher einer Erwerbsminderungsrente, deren Rentenbeginn im Jahr 2024 oder später liegt, werden so gestellt, als ob sie mit ihrem bisherigen durchschnittlichen Einkommen bis zum 65. Geburtstag weitergearbeitet hätten.

Die Neuregelung gilt für alle Erwerbsminderungsrenten mit einem Rentenbeginn nach dem 31. Dezember 2017. Auch bei Witwen- und Witwerrenten sowie Waisenrenten wird ab 2018 die Zurechnungszeit verlängert. Zum 1. Juli 2014 war bereits eine Verlängerung der Zurechnungszeit vom 60. auf das 62. Lebensjahr erfolgt.

Weitere Auskünfte erhalten Sie bei den Auskunfts- und Beratungsstellen der Deutschen Rentenversicherung. Sie erreichen die Deutsche Rentenversicherung auch unter der Service-Nr. 0800 1000 4800 oder hier im Internet.

Stand: September 2017

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