Inhalt

Sonderzahlung zum Ausgleich von Rentenabschlägen

Foto: Frau mit Jacke über der Schulter


Hier erhalten Sie die Antworten auf nachfolgende Fragen.

Hinweis:
Den Berechnungen liegen Werte aus Juli 2017 zugrunde.

Aktuell können Versicherte Abschläge mit einer Sonderzahlung ausgleichen. Dies kann frühestens ab dem Alter von 50 Jahren geschehen. Wie erhalte ich Informationen über die Höhe des Ausgleichsbetrags?

Ein Rentenbezug vor Erreichen der Regelaltersgrenze ist mit Abschlägen in Höhe von 0,3 Prozent pro Monat der früheren Inanspruchnahme verbunden. Wer bereits vor Erreichen der Regelaltersgrenze eine Rente in Anspruch nehmen möchte, kann mögliche Rentenabschläge durch eine Zahlung von Beiträgen ganz oder teilweise ausgleichen. Dies ist ab einem Alter von 50 Jahren möglich. Die Höhe des Ausgleichsbetrages kann einer besonderen Rentenauskunft über die voraussichtliche Minderung der Altersrente entnommen werden. Sie wird auf Antrag vom Rentenversicherungsträger erstellt und enthält die voraussichtliche Höhe der Altersrente, abgestellt auf den beabsichtigten, vorzeitigen Rentenbeginn, die Höhe der Rentenminderung wegen der vorzeitigen Inanspruchnahme und den Beitrag, der zum Ausgleich der Rentenminderung freiwillig gezahlt werden könnte.

Beispiele
Bei einer Bruttorente von 800 Euro im Monat in den alten Bundesländern und einem Jahr vorzeitigem Rentenbeginn (Rentenminderung 3,6 Prozent oder 28,80 Euro) müsste zum vollen Ausgleich der Rentenminderung ein Betrag von rund 6.680 Euro in die Rentenversicherung eingezahlt werden. Bei 1.000 Euro Rente und zwei Jahren vorzeitigem Rentenbeginn (Minderung 7,2 Prozent oder 72 Euro) sind rund 17.350 Euro aufzuwenden. Wer bei einer Rente von 1.200 Euro monatlich drei Jahre früher in Rente gehen möchte, kann 130 Euro Rentenminderung (10,8 Prozent) durch rund 32.490 Euro ausgleichen. Wer wissen möchte, ob und gegebenenfalls in welchem Umfang sich eine zusätzliche Zahlung von Beiträgen lohnt, sollte sich von seinem Rentenversicherungsträger individuell beraten lassen.

Was passiert, wenn Sonderzahlungen geleistet wurden - der Betroffene dann doch nicht früher in Rente gehen möchte?

Versicherte, die trotz erfolgter Zahlung von Beiträgen zum Ausgleich von Rentenabschlägen nicht vorzeitig in Rente gehen, erhalten eine entsprechend der gezahlten Beiträge erhöhte Rente. Eine Erstattung der Ausgleichszahlung ist nicht möglich.

Gibt es Zahlen, wie viele Versicherte die Möglichkeit der Sonderzahlung in den vergangenen Jahren genutzt haben?

Die Anzahl der Beitragszahlungen zum Ausgleich von Rentenabschlägen lag 2014 bei 967, 2013 bei 1.271 und 2012 bei 933. Die Daten für 2015 liegen noch nicht vor.

zusätzliche Informationen

Ihr kurzer Draht zu uns

Meinen Rentenversicherer finden:

Ihre Sammelmappe

Hier gelangen Sie zur Sammelmappe, in der sich alle Publikationen befinden, die Sie bisher zur Bestellung / zum Download vorgemerkt haben.