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20.04.2018

Newsletter Reha Wissenschaften 1/2018

Angespitzter Bleistift mit Spänen

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,

mit unserem aktuellen Newsletter Reha-Wissenschaften möchten wir Sie über Entwicklungen, Projekte, Publikationen und Termine aus dem Bereich Reha-Wissenschaften informieren.

  • Rückblick: Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium 2018
  • Entwicklung von Praxisempfehlungen für die Soziale Arbeit in der medizinischen Rehabilitation
  • Versorgungserwartungen von Menschen mit Migrationshintergrund
  • Fallmanagement bei Leistungen zur Teilhabe
  • Rehabilitationsbezogenes Fortbildungsmodul für Hausärzte entwickelt
  • Reha-Bericht 2018
  • Neue EU-Datenschutzgrundverordnung
  • Termine
  • Hinweise

Haben Sie Vorschläge oder Anmerkungen zum Newsletter Reha-Wissenschaften? Wir freuen uns über Ihre Rückmeldung!

reha-wissenschaften@drv-bund.de

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Hans-Günter Haaf
Leiter des Referats Weiterentwicklung der Rehabilitation - Gesundheitsökonomie und Systemfragen

Rückblick: Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium 2018

Im Februar 2018 fand das 27. Reha-Kolloquium im Internationalen Congress Center München statt. Die mehr als 1.600 Teilnehmenden aus Wissenschaft, Praxis und Verwaltung diskutierten zum Rahmenthema "Rehabilitation bewegt!" aktuelle Forschungsergebnisse und Trends in der Rehabilitation.

Rückblick auf das Kolloquium

Das 28. Reha-Kolloquium findet gemeinsam mit dem 15th Congress of the European Forum for Research in Rehabilitation (EFRR) vom 15. bis 17. April 2019 im Maritim Hotel Berlin statt.

Die Tagungsbände zu den Kolloquien können im Forschungsportal der Deutschen Rentenversicherung heruntergeladen werden:

Tagungsbände im Forschungsportal

Entwicklung von Praxisempfehlungen für die Soziale Arbeit in der medizinischen Rehabilitation

Die klinische Sozialarbeit und Sozialtherapie ist fester Bestandteil im Behandlungsspektrum der medizinischen Rehabilitation. Sie soll Rehabilitandinnen und Rehabilitanden mit chronischen Erkrankungen insbesondere bei beruflichen Problemlagen oder notwendigen Lebensveränderungen motivieren, beraten, begleiten, anleiten und unterstützen. Zum Einsatz kommen je nach Problemlage unterschiedliche Methoden.

Die Deutsche Rentenversicherung Bund hat ein Projekt in Auftrag gegeben, in dem evidenzbasierte Praxisempfehlungen für Handlungsansätze und Interventionsstrategien in der Sozialen Arbeit entwickelt werden sollen. Die geplanten Praxisempfehlungen sollen dazu beitragen, die Versorgungssituation im Hinblick auf die soziale und berufliche Reintegration weiter zu optimieren. Das Projekt wird von einem Team an der Universität Würzburg (Abteilung für Medizinische Psychologie und Psychotherapie, Medizinische Soziologie und Rehabilitationswissenschaften) mit Unterstützung des Fachbereichs Soziale Arbeit (Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften der Hochschule Würzburg-Schweinfurt) durchgeführt. Die Laufzeit des Projektes beträgt 24 Monate (Oktober 2017 - September 2019). Mitte April 2018 startet im Rahmen des Projektes eine Erhebung zum aktuellen diagnostischen und therapeutischen Vorgehen der Reha-Einrichtungen.

Nähere Informationen zum Projekt

Versorgungserwartungen von Menschen mit Migrationshintergrund

Unerfüllte Versorgungserwartungen im Zusammenhang mit der Rehabilitation und eine daraus resultierende Unzufriedenheit mit der Versorgung können sich nachteilig auf die Wirksamkeit von rehabilitativen Angeboten bei Menschen mit Migrationshintergrund auswirken. Im Rahmen eines Forschungsprojektes wurden deshalb die Versorgungserwartungen von Rehabilitanden/innen mit Migrationshintergrund in Bezug auf den Rehabilitationsprozess aus unterschiedlichen Perspektiven untersucht. Ergänzend dazu erfolgten Befragungen in Einrichtungen der medizinischen Rehabilitation, um bestehende Strategien im Umgang mit Menschen mit Migrationshintergrund sowie hindernde und fördernde Faktoren der Implementierung von migrationssensiblen Versorgungskonzepten zu ermitteln. Basierend auf den Ergebnissen wurden Handlungsempfehlungen formuliert, die Reha-Einrichtungen bei der Implementierung von migrationssensiblen Versorgungsstrategien unterstützen können. Die Durchführung des Projektes erfolgte durch Technische Universität Chemnitz (Prof. Brzoska) und die Universität Lübeck (PD Dr. Deck) in Kooperation mit der Universität Bielefeld (Prof. Razum) im Zeitraum Dezember 2014 bis März 2017.

Abschlussbericht zum Projekt

Fallmanagement bei Leistungen zur Teilhabe

Entwicklungen, wie der demografische Wandel und die sich verändernden Arbeitsbedingungen, stellen neue Anforderungen an die Beschäftigten und damit auch an die Leistungen der Rentenversicherung. Das Fallmanagement ist hier ein wichtiger Ansatz, um Menschen in komplexen Problemlagen individuell zu unterstützen und ihre (Wieder-)Eingliederung in die Erwerbsfähigkeit (berufliche Teilhabe) zu fördern.

Die Rentenversicherung hat deshalb eine wissenschaftliche Expertise in Auftrag gegeben, auf deren Basis ein Fallmanagement-Konzept für die gesamte Rentenversicherung entwickelt wurde. Zu den Kernelementen gehören die personenorientierte Beratung, Planung, Begleitung und Koordination des Rehabilitationsprozesses. Ebenso ist eine Zusammenarbeit mit den verschiedenen Akteuren im Kontext der beruflichen (Wieder-)Eingliederung vorgesehen. Das Fallmanagement-Konzept ist modular aufgebaut und bildet einen Rahmen für die Einführung von Fallmanagement bei den Rentenversicherungsträgern. Entwickelt wurde das Konzept unter Leitung von Dr. Kaluscha (Universität Ulm) in Kooperation mit Prof. Löcherbach (Kath. Hochschule Mainz) sowie Prof. Rexrodt und Prof. Toepler (beide Hochschule Bonn-Rhein-Sieg).

Abschlussbericht zum Fallmanagement

Rehabilitationsbezogenes Fortbildungsmodul für Hausärzte entwickelt

Ziel der Studie war die Entwicklung, flächendeckende Implementierung und Evaluation aktivierender, rehabilitationsbezogener Fortbildungsinhalte und -materialien für die Zielgruppe niedergelassener Hausärzte in Sachsen-Anhalt, um die Reha-Zugangssteuerung aus der ambulanten Versorgung zu verbessern.

Dazu wurde ein rehabezogenes Fortbildungsmodul entwickelt, das u. a. Praxishilfen für die Bearbeitung von Befundberichten umfasst. Das Modul wurde innerhalb von 8 Monaten in 46 hausärztlichen Qualitätszirkeln durchgeführt und erreichte damit fast 40 % aller niedergelassenen Hausärzte in Sachsen-Anhalt (N=1.460). Die Zufriedenheit mit dem Modul fiel sehr hoch aus und auch sechs Monate nach der Durchführung wurde die selbsteingeschätzte Verwendung der Materialien von den Teilnehmern als häufig eingestuft. Gleichwohl hat sich die Anzahl der Reha-Anträge im Erhebungszeitraum nicht erhöht.

Das auch auf andere Bundesländer übertragbare Fortbildungsmodul für Hausärzte umfasst ein Moderatorenmanual, eine Folienpräsentation, Materialien zur fallbezogenen Kleingruppenarbeit sowie ein Teilnehmerheft mit konkreten Praxishilfen. Die auf drei Jahre angelegte Studie wurde unter Leitung von Prof. Mau und Prof. Klement an der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg durchgeführt.

Weitere Informationen zum Forschungsprojekt

Reha-Bericht 2018

Der Reha-Bericht 2018 stellt wichtige aktuelle Daten und Fakten zur medizinischen und beruflichen Rehabilitation der Deutschen Rentenversicherung vor. Grundlage bilden die jährlich erhobenen Routinedaten aus dem Jahr 2016 sowie Daten der Reha-Qualitätssicherung zu Prozess und Ergebnis der Reha-Leistungen. Das Vertiefungskapitel "Im Fokus" behandelt dieses Jahr die onkologische Rehabilitation der Deutschen Rentenversicherung und stellt dabei die Ergebnisse von Versicherten und Rentnern im Vergleich dar.

Der "Reha-Bericht 2018 der Deutschen Rentenversicherung" steht als Download zur Verfügung und kann kostenlos als Druckversion bestellt werden.

Reha-Bericht 2018

Neue EU-Datenschutzgrundverordnung

Ab dem 25. Mai 2018 gilt in Deutschland die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) der Europäischen Union (EU). Durch das neue EU-Recht ergeben sich auch erhebliche Änderungen im Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) und in den Vorschriften zum Sozialdatenschutz im SGB X. Neuerungen ergeben sich u. a. im Hinblick auf die Rechte der Betroffenen, wenn es um die Verarbeitung personenbezogener Daten geht. Die DSGVO ist künftig neben dem BDSG und dem SGB X bei Projekten der Reha-Forschung zu beachten.

EU-Datenschutzgrundverordnung

Termine

Informationen zu Terminen finden Sie fortlaufend auf den Internetseiten der Deutschen Rentenversicherung.

Veranstaltungstermine

Hinweise

  • Informationen zu Bekanntmachungen und Ausschreibungen finden Sie fortlaufend im Forschungsportal der Deutschen Rentenversicherung

    Forschungsportal

  • Informationen zur Forschungsförderung durch den Bereich Reha-Wissenschaften im Geschäftsbereich Sozialmedizin und Rehabilitation

    Forschungsförderung

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IMPRESSUM:
Dieser Newsletter wird herausgegeben von der Deutschen Rentenversicherung Bund
Dr. Dirk von der Heide | Postanschrift: Deutsche Rentenversicherung Bund, 10704 Berlin
Tel.: 030/865-0 | Fax: 030/865-27240 | E-Mail: redaktion@drv-bund.de