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Studium & schulische Ausbildung

Was für die Rente zählt

Foto: Notizblock mit schreibender HandAusbildungszeiten sind Beitragszeiten und wirken sich damit auf Ihre Rentenhöhe aus. Beachten Sie aber bitte, dass schulische Ausbildungszeiten nach Ihrem Abschluss an Gymnasium, Realschule oder auch Gesamtschule nicht mehr bei der Rente bewertet werden. Ausnahme sind Zeiten an Fachschulen sowie berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen.

Generell gilt: Maximal 8 Jahre Schule oder Studium nach dem 17. Lebensjahr können wir als Anrechnungszeit ansetzen. Längere Zeiten wirken sich damit nicht positiv auf Ihre Rente aus.

Achtung Günstig für Azubis: Bis zu 3 Jahre Ihrer Ausbildung bis zum 25. Lebensjahr werden höher bewertet. Das bedeutet, dass diese Zeit mit bis zu 75 % des Durchschnittsverdienstes aller Versicherten für die Berechnung Ihrer Rente angesetzt wird. Klar, dass sich das positiv auf Ihre spätere Rente auswirkt.

Teilnehmer an dualen Studiengängen

Absolvieren Sie ein duales Studium, an dem eine betriebliche Aus- oder Weiterbildung mit einem theoretischen Hochschulstudium verbunden wird, dann gelten für Sie besondere Regelungen. Ob und wie Sie hier versichert sind, beantworten wir Ihnen gerne in einer unserer Service- oder Beratungsstellen - oder rufen Sie unsere Service-Hotline an.

Regeln bei Praktika

Ein Praktikum vermittelt Kenntnisse, Fertigkeiten und Erfahrungen im Rahmen einer betrieblichen Berufsbildung. Daher wird es als Beschäftigung im Sinne der Sozialversicherung gewertet und ist grundsätzlich versicherungspflichtig. Aber es gibt Ausnahmen:

Vorgeschriebenes Zwischenpraktikum

Wenn Sie innerhalb Ihres Studiums ein in einer Ausbildungs-, Studien- oder Prüfungsordnung vorgeschriebenes Praktikum machen, sind Sie versicherungsfrei in allen Zweigen der Sozialversicherung – also auch in der Rentenversicherung. Dabei sind Ihre Wochenarbeitszeit und die Höhe Ihres Verdienstes unerheblich.

Achtung Beispiel: Cora studiert bis zum Februar, anschließend absolviert sie ein vorgeschriebenes Praxissemester von März bis Juli. Sie arbeitet wöchentlich 40 Stunden und verdient monatlich 600 Euro. Cora nimmt das Studium ab Oktober wieder auf. Sie muss keinerlei Sozialversicherungsabgaben zahlen.

Freiwilliges Zwischenpraktikum

Ein freiwilliges Praktikum im Studium, bei dem Sie nicht mehr als 450 Euro im Monat verdienen, gilt als Minijob. Ihre wöchentliche Arbeitszeit spielt hier keine Rolle. Ihr Arbeitgeber muss lediglich die Krankenversicherungs­Pauschalbeiträge zahlen, was für privat krankenversicherte Studenten entfällt. Verdienen Sie mehr als 450 Euro, lassen Sie sich bitte beraten.

Praktikum davor oder danach

Wenn Sie ein vorgeschriebenes Praktikum vor oder nach Ihrem Studium absolvieren, sind Sie als Arbeitnehmer grundsätzlich sozialversicherungspflichtig. Das gilt auch, wenn das Praktikum im Rahmen der Geringfügigkeit bleibt, also zeitlich auf höchstens zwei Monate begrenzt ist oder Sie höchstens 450 Euro im Monat verdienen. Ein solches Praktikum gilt dann als eine betriebliche Berufsbildung, die Regelungen zur Versicherungsfreiheit geringfügiger Beschäftigung greifen nicht.

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