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Bundeswehr und Bundesfreiwilligendienst

Im Dienst unserer Gesellschaft

Foto: Ein Wehrdienstleistender sitzt auf einer BankDer freiwillige Wehrdienst für Männer und Frauen ist ein 6-monatiger Grundwehrdienst als Probezeit, an den Sie einen freiwilligen zusätzlichen Wehrdienst von bis zu 17 Monaten anschließen können. Die übliche Dauer beträgt 12 Monate. Bestehende Wehrdienstverhältnisse (Grundwehrdienst, freiwilliger Wehrdienst nach bisheriger Regelung) werden seit dem 01. Juli 2011 in den neuen freiwilligen Wehrdienst überführt.

Für Ihren Dienst bekommen Sie nicht nur einen Sold, sondern erwerben damit auch wertvolle Beitragszeiten für Ihre spätere Rente. Ihr Vorteil: Die fälligen Beiträge für diese Pflichtversicherung zahlen nicht Sie, sondern der Staat.

Was Sie beachten sollten

  • Wenn Sie beispielsweise zur Aufnahme eines Studiums beurlaubt wurden und keinen Sold erhalten, sind Sie nicht mehr versicherungspflichtig.
  • Wenn Sie als Mitglied in einer berufsständischen Versorgungseinrichtung von der Rentenversicherungspflicht befreit worden sind, können Sie diese Befreiung auf Antrag auch auf Ihren freiwilligen Wehrdienst oder Bundesfreiwilligendienst erstrecken lassen.

Auswirkung auf Ihre Rente

Bei der Rentenberechnung werden einheitliche hypothetische Verdienste zugrunde gelegt. Sie betragen 60 Prozent der Bezugsgröße für die alten Bundesländer. Die Bezugsgröße liegt 2015 bei 2.975,00 monatlich, beziehungsweise 34.020 Euro jährlich. Die Bezugsgröße wird jährlich neu festgelegt und Sie finden diese unter dem Stichwort „Rentenwerte“ auf unserer Website.

Achtung Haben Sie bereits vor Beginn Ihres freiwilligen Wehrdienstes einen Riestervertrag abgeschlossen, zahlt der Bund unter bestimmten Voraussetzungen auch für diese Alterssicherung die Beiträge. Bitte wenden Sie sich dazu an das Bundesamt für Wehrverwaltung.

Bundesfreiwilligendienst

Foto: Ein Zivildienstleistender beim Spaziergang mit einer alten DameDer Bundesfreiwilligendienst (BFD) dauert in der Regel zwischen 6 bis längstens 18 Monate. Darüber hinaus ist im Rahmen eines besonderen pädagogischen Konzepts auch eine Gesamtdauer von 24 Monaten möglich. Ihr freiwilliges Engagement in gemeinwohlorientierten Einrichtungen wird dabei vom Staat belohnt: Sie können während dieser Zeit ohne eigene Beiträge Rentenansprüche aufbauen. Das gilt ebenfalls, wenn Sie sich für ein freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr entscheiden.

Als Teilnehmer erhalten Sie in der Regel ein angemessenes Taschengeld. Als angemessen gelten 6 % der jährlichen Beitragsbemessungsgrenze der Rentenversicherung (jährlich monatlich 6.350 Euro West). Anstelle von Unterkunft, Verpflegung und Arbeitskleidung sind zusätzlich auch entsprechende Geldleistungen möglich.

Der BFD gilt als Beschäftigung gegen Arbeitsentgelt. Sie sind damit in allen Zweigen der Sozialversicherung versichert. Ihre Beiträge zahlt der Arbeitgeber. Eine Versicherungsfreiheit wegen Geringfügigkeit ist beim BFD ausgeschlossen.

Bundesfreiwilligendienst und Nebenjob

Wenn Sie neben dem BFD zusätzlich einen Nebenjob ausüben, gelten die Minijob-Regeln:  Ihr Arbeitsentgelt darf monatlich bis 450 EUR betragen und ist neben dem BFD ebenso versicherungsfrei möglich wie eine kurzfristige Beschäftigung von bis zu zwei Monaten. Die Entgelte und Leistungen werden also nicht addiert.

Wichtiger Hinweis: Bitte lassen Sie Nebentätigkeiten unbedingt von Ihrer Einsatzstelle genehmigen!

Aushilfsjobs nach der Schulentlassung

Sie haben es geschafft und Ihre schulische Laufbahn erfolgreich beendet. Nun möchten Sie die Zeit bis zu Ihrem anstehenden BFD mit einer Beschäftigung überbrücken. Das gilt als berufsmäßig und Sie sind deshalb in allen Zweigen der Sozialversicherung versicherungspflichtig – auch wenn die Beschäftigung(en) nicht länger als zwei Monate dauert. Das gilt selbst dann, wenn Sie nach der Ableistung Ihres freiwilligen Dienstes voraussichtlich ein Studium aufnehmen werden. Als 400-Euro-Kraft, bleiben Sie dagegen auch nach der Schulentlassung von der Versicherung befreit.

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