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Unfall, Krankheit, Behinderung

Auch ein Thema der Rentenversicherung

Foto: Zwei junge FrauenWerden Sie krank oder aufgrund eines Unfalls arbeitsunfähig, zahlt in der Regel Ihr Arbeitgeber bis zu 6 Wochen lang Ihren Lohn beziehungsweise Ihr Gehalt weiter. Danach springt Ihre Krankenkasse ein. Diese zahlt bis zu 78 Wochen pro Krankheitsfall. Bei langwierigen und ernsthaften Gesundheitsproblemen, die Ihre Ausbildung und berufliche Tätigkeit eventuell sogar dauerhaft beeinträchtigen, kommt die gesetzliche Rentenversicherung ins Spiel und hilft Ihnen, dass Sie möglichst schnell wieder ins Berufsleben zurückfinden.

Es trifft nicht immer nur die anderen
Statistisch gesehen muss jeder vierte(!) Arbeitnehmer aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig seinen Beruf aufgeben oder ganz aus dem Arbeitsleben ausscheiden. Oft aufgrund extremer körperlicher Belastungen, Krankheit oder – insbesondere bei jungen Menschen – aufgrund von Unfällen im Straßenverkehr, beim Sport oder in der Freizeit.

Neue Perspektiven durch Reha

Besonders für Sie als junger Mensch ist es wichtig, so schnell wie möglich wieder selbstständig zu werden. Als gesetzliche Rentenversicherung unterstützen wir Sie dabei, indem wir beispielsweise die Kosten für Ihre stationären und ambulanten medizinischen Reha-Maßnahmen übernehmen. Bei Bedarf finanzieren wir notwendige Umschulungen oder Weiterbildungen. Zudem bieten wir Anschlussheilbehandlungen nach schweren Unfällen oder Akuterkrankungen, wie Herzinfarkt oder Operationen an sowie Entwöhnungsbehandlungen oder Rehas nach Krebserkrankungen. Wir wollen mit Ihnen erreichen, dass Sie schnell Ihre berufliche Eigenständigkeit und damit Ihre gewohnte Lebensqualität wiedererlangen.

Vorzeitige Wartezeiterfüllung für Azubis

Für einige Leistungen gelten Mindestversicherungszeiten. Mit Ihrer Ausbildung sind Sie jedoch vom ersten Arbeitstag an in wichtigen Bereichen geschützt. Im ersten Berufsjahr gilt Ihr Versicherungsschutz für Arbeitsunfälle, schon ab Ihrem zweiten Pflichtbeitragsjahr erstreckt er sich auch auf Freizeitunfälle und Krankheiten.

Erwerbsminderungsrente: Wenn Sie dauerhaft beruflich eingeschränkt sind

Sie sind in Folge von Krankheit oder Unfall nicht mehr in der Lage, mehr als sechs Stunden am Tag zu arbeiten? Dann können Sie Anspruch auf eine Erwerbsminderungsrente haben. Keine Sorge, Ihre Erwerbsminderungsrente, richtet sich nicht nur nach Ihren wenigen bisher eingezahlten Beiträgen,  sondern wird so berechnet, als hätten Sie bis zu Ihrem 60. Geburtstag Rentenversicherungsbeiträge in der bisherigen Höhe eingezahlt.

Erwerbsminderungsrenten werden grundsätzlich als Zeitrente gezahlt, es sei denn von Anfang an steht fest, dass Ihre Erwerbsminderung nicht mehr behoben werden kann. Eine Zeitrente wird immer nur für längstens drei Jahre bewilligt und kann auf höchstens neun Jahre verlängert werden. Sollte sich Ihr Gesundheitszustand bis dahin nicht gebessert haben, erhalten Sie als Versicherter dann unbefristet Ihre Rente. Sind Sie auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt noch drei bis zu sechs Stunden einsatzfähig, gelten Sie als teilweise erwerbsgemindert und bekommen eine halbe Rente 

Für einen Anspruch auf eine Erwerbsminderungsrente reicht für Sie als Auszubildender in der Regel schon ein Beitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung aus. Ein weiterer Vorteil ist, dass bis zu 3  Jahre Ihrer Ausbildungszeit in der Rentenberechnung höher bewertet werden. Das bedeutet, dass diese Zeit mit bis zu 75 Prozent des Durchschnittsverdienstes aller Versicherten für die Berechnung Ihrer Rente angesetzt wird. Das wirkt sich auch auf eine Erwerbsminderungsrente positiv aus.

Unterstützung bei Behinderung

Foto: Eine junge Frau im Rollstuhl blickt über ihre Schulter zurückWir bieten Ihnen medizinische oder berufliche Rehabilitationsleistungen, um Ihre Fähigkeiten wieder zu mobilisieren. Außerdem gleichen wir beitrags- und versicherungsrechtliche Nachteile bei der Rente für Sie als behinderten Menschen weitgehend aus. Damit schaffen wir zumindest einen kleinen Ausgleich für Ihre tägliche Beeinträchtigung.

Zusätzlich erhalten Sie als behinderter Mensch bedarfsgerechte Leistungen von Sozialleistungsträgern, wie den Kranken- und Pflegekassen, Unfallversicherungen, Versorgungs- und Jugendämtern oder der Agentur für Arbeit.

Wenn Ihnen auch moderne Therapiemöglichkeiten nicht helfen können, dann ist es sicher besser, sich beruflich neu zu orientieren, als Ihre Beschäftigung völlig aufzugeben. Wir wissen, dass dieser Übergang in eine neue Beschäftigung oft schwierig ist und unterstützen Sie mit Leistungen zur beruflichen Rehabilitation. Sie werden auch „Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben“ genannt und sind zum Beispiel:

  • Zuschüsse an Ihren Arbeitgeber für die Bereitstellung eines für Sie geeigneten Arbeitsplatzes oder für eine Probebeschäftigung,
  • Anlernmaßnahmen,
  • Ihre Berufsvorbereitung oder Grundausbildung (zum Beispiel blindentechnische Grundausbildung),
  • Ihre berufliche Anpassung, Ausbildung und Weiterbildung (zum Beispiel Fortbildung oder Umschulung),
  • ein Kostenzuschuss zur Anschaffung eines Autos, einer behindertengerechten Zusatzausstattung oder eine Kostenbeteiligung beim Erwerb der Fahrerlaubnis.

Wir beraten Sie gerne

Haben Sie Fragen zu unseren Leistungen? Wir sind gerne für Sie da: Persönlich in über 1.000 Service- und Beratungsstellen in Deutschland, telefonisch mit unserer Service-Hotline oder gerne auch online.

Wir helfen Ihnen gerne weiter.

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