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Hilfe bei Behinderung

Auch die Rentenversicherung bietet Unterstützung

Eine Behinderung ist kein Einzelfall

Foto: Eine junge Frau im Rollstuhl blickt über ihre Schulter zurückFür Ihre tägliche Beeinträchtigung schafft die gesetzliche Rentenversicherung zumindest einen kleinen Ausgleich. Wir bieten Ihnen medizinische oder berufliche Rehabilitationsleistungen, um Ihre vorhandenen Fähigkeiten wieder zu mobilisieren. Außerdem gleichen wir beitrags- und versicherungsrechtliche Nachteile bei der Rente für behinderte Menschen weitgehend aus.

Zusätzlich erhalten Sie als behinderter Mensch bedarfsgerechte Leistungen von Sozialleistungsträgern: Kranken- und Pflegekassen, Unfallversicherungen, Versorgungs- und Jugendämtern oder der Agentur für Arbeit. 

Unterstützung bei Ihren Rentenbeiträgen

Arbeiten Sie nach einer Ausbildung in einer gesetzlich anerkannten Werkstatt, erhalten Sie dafür nur einen geringen Verdienst. Trotzdem besteht für Sie eine Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung. Grundlage für Ihren Rentenversicherungsbeitrag ist ein gesetzlich festgelegter pauschaler Verdienst. Er beträgt mindestens 80 Prozent der so genannten Bezugsgröße. Die aktuellen Werte dieser Bezugsgrößen – aufgeteilt in Ost und West – entnehmen Sie bitte unserer Broschüre „Reha und Rente für schwerbehinderte Menschen“. Gerne informieren wir Sie auch an unserem Servicetelefon oder bei einem persönlichen Beratungsgespräch.

Im Regelfall zahlt der Träger der Einrichtung Ihren Rentenversicherungsbeitrag. Ist Ihr tatsächlicher Arbeitsverdienst höher als 20 Prozent der monatlichen Bezugsgröße (also der sogenannten Geringverdienergrenze für behinderte Menschen) oder sind Sie in einem Integrationsprojekt beschäftigt, gelten spezielle Regelungen, die Sie der obigen Broschüre entnehmen können. Ab 80 Prozent gelten die üblichen Bestimmungen: Arbeitnehmer und Arbeitgeben tragen jeweils die Hälfte der Beiträge.

Leben und arbeiten in Anstalten und Heimen

Wenn Sie in einem Heim oder einer gleichartigen Einrichtung leben, können Sie auch dort eine Beschäftigung ausüben. Sie sind dann rentenversicherungspflichtig, wenn Sie regelmäßig (also mindestens 15 Wochenstunden) eine Arbeitsleistung erbringen, die einem Fünftel der Leistung eines voll Erwerbsfähigen entspricht. Der Beitrag wird in der Regel vom Träger der Einrichtung für Sie übernommen.

Neue Perspektiven durch Reha

Foto: Zwei Männer im Rollstuhl spielen BasketballFällt Ihnen Ihr beruflicher Alltag durch eine Behinderung oder Krankheit schwer, können Ihnen unsere medizinischen Rehabilitationsleistungen helfen. Die Kosten übernimmt in der Regel Ihr Rentenversicherungsträger. Ab einer bestimmten Einkommenshöhe müssen Sie jedoch unter Umständen etwas zuzahlen.

Wenn Ihnen auch moderne Therapiemöglichkeiten nicht helfen können, dann ist es sicher besser, sich beruflich neu zu orientieren, als Ihre Beschäftigung völlig aufzugeben. Wir wissen, dass dieser Übergang in eine neue Beschäftigung oft schwierig ist. Mit unseren Leistungen für die berufliche Rehabilitation wollen wir Sie dabei unterstützen. Zu den berufsfördernden Leistungen (den sogenannten Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben) gehören beispielsweise:

  • Zuschüsse an den Arbeitgeber für die Bereitstellung eines geeigneten Arbeitsplatzes oder für eine Probebeschäftigung,
  • Anlernmaßnahmen,
  • Berufsvorbereitung oder Grundausbildung (zum Beispiel blindentechnische Grundausbildung),
  • berufliche Anpassung, Ausbildung und Weiterbildung (zum Beispiel Fortbildung oder Umschulung),
  • Kostenzuschuss zur Anschaffung eines Autos, einer behindertengerechten Zusatzausstattung, Kostenbeteiligung beim Erwerb der Fahrerlaubnis.

Versicherungsrechtliche Voraussetzungen: Bei Berufseinsteigern ist eine Rente wegen Erwerbsminderung die häufigste notwendige Voraussetzung für eine Reha.

Haben Sie Fragen zu unseren Leistungen für behinderte und schwerbehinderte Menschen? Sprechen Sie uns an. Wir helfen Ihnen gerne weiter.

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