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Das zählt für Ihre Rente

Welche Zeiten wirken sich wie aus?

Warum es sich lohnt, sich jetzt damit zu beschäftigen

Foto: Ein junger Mann blickt lächelnd auf seinen MonitorViele Menschen meinen, für ihre Rente sind nur die letzten Jahre entscheidend und ärgern sich dann über verpasste Chancen. Deshalb möchten wir Ihnen ans Herz legen: Jeder eingezahlte Euro zählt in der gesetzlichen Rentenversicherung. Das fängt mit dem ersten Beitrag in jungen Jahren an und endet erst mit dem letzten Beitrag vor Rentenbeginn.

Die Beitragshöhe ist sicherlich sehr bedeutsam für Ihre Rente, doch auch die Zeiten selbst spielen eine Rolle – beeinflussen teilweise die Rentenhöhe und vor allem, ob Sie überhaupt einen Anspruch auf Leistungen haben. Für viele Leistungen gilt nämlich eine Mindestversicherungszeit, die sogenannte Wartezeit.

AchtungDenken Sie dabei nicht nur an Ihre Altersrente. Die gesetzliche Rentenversicherung leistet weit mehr. So können auch die Erwerbsminderungs- oder Hinterbliebenenrente für Sie zum wichtigen finanziellen Anker werden. Das Gleiche gilt für Rehabilitationsleistungen, um Ihre Erwerbsfähigkeit wiederherzustellen.

Welche Zeiten wirken sich wie aus?

Die stärksten Zeiten: Ihre Beitragszeiten

Die Zeit in der Sie als Arbeitnehmer oder selbstständiger Pflichtversicherter in Deutschland Geld verdienen, gilt als Beitragszeit. Eine Ausnahme ist ein Minijob bis zu 450 Euro monatlich, ohne freiwillige Aufstockung. Allerdings empfehlen wir Ihnen in diesem Fall dringend eine freiwillige Aufstockung - das ist gut für Ihre Beitragszeit und damit auch für Ihre Ansprüche gegenüber der gesetzlichen Rentenversicherung.
Was ist mit Zeiten im Ausland? Auch diese können sich positiv auf Ihre Rente auswirken. Das betrifft sowohl Zeiten nach dem Fremdrentenrecht, als auch Zeiten, die nach über- oder zwischenstaatlichem Recht anerkannt werden können. Zu diesem Thema stehen Ihnen spezielle Beratungsstellen der Deutschen Rentenversicherung gerne Rede und Antwort.

Als Beitragszeiten zählen zudem in der Regel:

  • Zeiten Ihrer beruflichen Ausbildung
  • Ihr Bundesfreiwilligendienst (früher auch Wehr- und Zivildienst)
  • Ihre Zeiten der Kindererziehung und Pflege eines Familienmitglieds (mindestens 14 Stundenunentgeltlich pro Woche). Diese Zeiten werden im übrigen bei uns nicht automatisch erfasst. Deshalb sind wir auf Ihre Information angewiesen.
  • Zeiten, in denen Sie Sozialleistungen wie Arbeitslosengeld oder Krankengeld bezogen haben.
  • Freiwillige Beiträge und Zeiten, für die Sie nachträglich Geld eingezahlt haben.

Zählen auch für die Rente: Beitragsfreie Zeiten

Die beitragsfreie Zeiten gliedern sich in drei Gruppen:

Anrechnungszeiten

Hierzu zählen insbesondere Arbeitsunfähigkeit, Krankheitszeiten zwischen dem 17. und 25. Lebensjahr, Zeiten einer Rehabilitationsmaßnahme, die üblichen Mutterschutzfristen bei einer Schwangerschaft, Wochenbett, Arbeitslosigkeit (sofern keine Pflichtbeitragszeit), Zeiten der Ausbildungssuche zwischen dem 17. und 25. Lebensjahr und Zeiten der Schulausbildung oder der Besuch einer berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme nach dem 17. Lebensjahr (maximal 8 Jahre). Die Voraussetzungen dafür wechseln im Laufe der Zeit. Welche Anrechnungszeiten bei Ihnen berücksichtigt werden können, erfahren Sie bei Ihrem Rentenversicherungsträger.

Wichtig für die Rente: Berücksichtigungszeiten

Berücksichtigungszeiten sind wertvoll, weil sie mögliche Lücken im Versicherungsleben schließen und die Bewertung der beitragsfreien Zeiten beeinflussen. Hauptsächlich sind dies die Zeiten der Kindererziehung bis zum vollendeten 10. Lebensjahr Ihres Kindes.

Ersatzzeiten

Ersatzzeiten sollten in der Vergangenheit hauptsächlich Auswirkungen des Zweiten Weltkriegs (militärischer Dienst, Internierung, politische Verfolgung) auf die Versicherungsbiographie abmildern. Diese Zeiten konnten nur bis zum 31.12.1991 entstehen.

Zurechnungszeiten

Diese gelten für erwerbsgeminderte Versicherte, aber auch für Hinterbliebene bei einem Todesfall. Durch die Zurechnungszeit erhalten bereits junge Versicherte oder ihre Hinterbliebenen eine angemessene Rente. Für Details hierzu, wenden Sie sich an Ihre Beratungsstelle oder rufen Sie uns an.

AchtungAlle anderen Zeiten wirken sich im Regelfall nicht positiv auf die gesetzliche Rente aus. Sie haben Fragen dazu? Die Beratungsstellen der Deutschen Rentenversicherung helfen Ihnen gerne weiter.

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