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Ansprüche partnerschaftlich teilen

Rentensplitting und Versorgungsausgleich

Foto: Eine Frau mittleren Alters mit auf eine Tischplatte gestützten EllenbogenEine Aufteilung der Rentenansprüche kann im Todesfall des Partners für Sie von Vorteil sein. Dabei spricht man von Rentensplitting. Eine Aufteilung der Ansprüche gibt es auch im Scheidungsfall.

Rentensplitting: Eine Alternative zur Witwenrente

Ein „Split“ Ihrer Versorgungsanrechte kann sich insbesondere für Hinterbliebenenrenten positiv auswirken. Hierbei gibt der Partner mit höheren Rentenanwartschaften einen Teil seiner Ansprüche ab, so dass beide gleich hohe Rentenansprüche haben und bei einem Todesfall haben Sie eigene Versorgungsansprüchehaben, die im Gegensatz zu einer Witwenrente auch bei einer Wiederheirat beziehungsweise einer neuen Lebenspartnerschaft davon unberührt bleiben. Auch können mit dem Rentensplitting notwendige  Wartezeiten erfüllt werden, um eine Hinterbliebenenrenten zu erhalten.

Das Rentensplitting zwischen Ihnen und Ihren Partner müssen Sie gegenüber der Rentenversicherung offiziell erklären, vier Wochen nach dieser Erklärung ist das Rentensplitting verbindlich und nicht mehr umkehrbar.

Das Rentensplitting ist nicht immer ein Vorteil

Lassen Sie sich unbedingt beraten, ob ein Rentensplitting für Sie Vorteile hat. Verschiedene Gesichtspunkte müssen dazu gegeneinander abgewogen werden. Eine Beratung halten wir deshalb für  unabdingbar. Wenden Sie sich bei Interesse an eine der Beratungsstellen der Deutschen Rentenversicherung in Ihrer Nähe.

AchtungTipp: Bei einem Todesfall ab 2002 können überlebende Partner das Rentensplitting auch alleine herbeiführen, wenn zu Lebzeiten beider Partner es diese Möglichkeit noch nicht gab. Lassen Sie sich dazu beraten. 

Aufteilung der Versorgungsansprüche im Scheidungsfall

Foto: Portrait einer Frau mittleren AltersAuch wenn es keine gemeinsame Zukunft bei den Ehepartnern gibt, so werden zumindest die gemeinsam erarbeiteten Werte gerecht untereinander aufgeteilt. Das Familiengericht führt bei einer Scheidung deshalb in der Regel einen Versorgungsausgleich durch. Ähnlich wie beim Rentensplitting, werden die bisherigen Versorgungsansprüche als gemeinschaftliche Lebensleistung betrachtet und auf beide Partner gleichmäßig verteilt.  

Das Familiengericht, eine Abteilung des Amtsgerichts, entscheidet über den Versorgungsausgleich. Das Verfahren wird zusammen mit dem Scheidungsverfahren durchgeführt, ohne, dass Sie dafür  einen gesonderten Antrag stellen müssen. Nur wenn Sie kürzer als 3 Jahre verheiratet waren, braucht es dazu einen Antrag.
Für die Entscheidung über den Versorgungsausgleich holt das Familiengericht von den Versorgungsträgern Auskünfte über die Höhe der von den Ehegatten in der Ehezeit erworbenen Anrechte ein. Im Anschluss wird Ihnen das Ergebnis mitgeteilt.

Gilt das Gleiche für Lebenspartnerschaften?

Foto: Portrait eines MannesSinngemäß treffen die Regelungen auch für alle eingetragenen Lebenspartnerschaften zu, die seit 1. Januar 2005 begründet wurden. Haben Sie sich früher „getraut“, gilt der Versorgungsausgleich nicht. Ausnahme: Sie haben bis zum 31. Dezember 2005 vor dem Amtsgericht für den Fall einer Aufhebung Ihrer Partnerschaft einen Versorgungsausgleich beantragt.

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