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Was für die Rente zählt

Nicht nur Beitragszeiten spielen eine Rolle

Foto: Ein Mann telefoniertGenerell gilt: Je höher Ihr Beitrag, desto höher fällt auch Ihre Rente aus. Doch nicht nur der Beitrag ist entscheidend, sondern auch die Zeiten selbst spielen eine wichtige Rolle. So können Sie unter Umständen als Mutter von mehreren Kindern eine Altersrente erhalten, ohne jemals selbst Beiträge eingezahlt zu haben.

Die Zeiten können also teilweise Ihre Rentenhöhe beeinflussen, vor allem aber bestimmen sie, ob Sie überhaupt einen Leistungsanspruch haben. Um Leistungen erhalten zu können, müssen Sie nämlich Mindestversicherungszeiten erfüllen, die sogenannte Wartezeit. Welche Zeiten sich wie auswirken, haben wir hier für Sie zusammengefasst:

Welche Zeiten wirken sich wie aus?

Die stärksten Zeiten: Ihre Beitragszeiten

Die Zeit, in der Sie als Arbeitnehmer oder versicherungspflichtiger Selbständiger tätig sind oder freiwillige Beiträge zahlen, gilt als Beitragszeit. Bitte berücksichtigen Sie dabei, dass ein Minijob mit bis zu 400 Euro monatlich nicht als "vollwertige" Beitragszeit angerechnet wird. Wir empfehlen Ihnen in diesem Fall eine freiwillige Aufstockung - das kann helfen, den vollen Versicherungsschutz zu erlangen.

Auch Zeiten im Ausland können sich auf Ihre Rente auswirken. Das betrifft vor allem Zeiten, die nach über- oder zwischenstaatlichem Recht, zum Beispiel in der Europäischen Union, anerkannt werden. Lassen Sie sich in den Auskunfts- und Beratungsstellen beraten.

Was gilt noch als Beitragszeit:

  • Zeiten Ihrer beruflichen Ausbildung
  • Ihr Wehr- und Zivildienst, freiwilliger Wehrdienst und Bundesfreiwilligendienst
  • Zeiten der Kindererziehung und der häuslichen Pflege eines Angehörigen (mindestens 10 Stunden unentgeltlich pro Woche). Wichtig: Diese Zeiten werden bei uns nicht automatisch erfasst. Deshalb sind wir auf Ihre Information angewiesen.
  • Zeiten, in denen Sie Sozialleistungen wie Arbeitslosengeld oder Krankengeld bezogen haben.
  • Freiwillige Beiträge und Zeiten, für die Sie nachträglich Geld eingezahlt haben.

Zählen auch für die Rente: Beitragsfreie Zeiten

Foto: Portrait einer RentnerinZu den beitragsfreien Zeiten zählen:

Anrechnungszeiten

Zu den Anrechnungszeiten zählen vor allem Arbeitsunfähigkeit, Krankheitszeiten zwischen dem 17. und 25. Lebensjahr, Zeiten einer Reha, die üblichen Mutterschutzfristen bei einer Schwangerschaft, Wochenbett, Arbeitslosigkeit (sofern keine Pflichtbeitragszeit), Zeiten der Ausbildungssuche zwischen dem 17. und 25. Lebensjahr und Zeiten der Schulausbildung oder der Besuch einer berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme nach dem 17. Lebensjahr. Bitte beachten Sie, dass sich die Voraussetzungen für die Anrechnungszeiten über die Jahre ändern können. Welche Anrechnungszeiten bei Ihnen berücksichtigt werden, erfahren Sie bei Ihrem Rentenversicherungsträger.

Berücksichtigungszeiten

Berücksichtigungszeiten sind wertvoll, weil sie mögliche Lücken im Versicherungsleben schließen und die Bewertung der beitragsfreien Zeiten beeinflussen. Hauptsächlich sind dies die Zeiten der Kindererziehung bis zum vollendeten 10. Lebensjahr Ihres Kindes und Pflegezeiten.

Ersatzzeiten

Ersatzzeiten sollten hauptsächlich die Auswirkungen des Zweiten Weltkriegs (militärischer Dienst, Internierung, politische Verfolgung) ausgleichen. Diese Zeiten konnten nur bis zum 31.12.1991 entstehen.

Zurechnungszeiten

Eine Zurechnungszeit gibt es für Erwerbsminderungs- oder Hinterbliebenenrenten. Durch die Zurechnungszeit erfolgt die Berechnung der Renten so, als hätten die Versicherten/verstorbenen Versicherten bis zum 60. Lebensjahr Beiträge geleistet. Bei Erwerbsminderungsrenten, die ab dem 1. Juli 2014 beginnen, dauert die Zurechnungszeit bis zum 62. Lebensjahr.

Andere Zeiten wirken sich in der Regel nicht positiv auf Ihre gesetzliche Rente aus. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an die Beratungsstellen der Deutschen Rentenversicherung. Wir helfen Ihnen gerne weiter.

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