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Als Rentner freiwillig krankenversichert

Voraussetzungen

Foto: Ein älteres Ehepaar in der KücheAuch als Rentner können Sie sich bei einer gesetzlichen Krankenkasse freiwillig versichern. Dann werden alle Ihre Einkünfte für die Höhe der Beiträge berücksichtigt. Neben der Rente sind unter anderem Versorgungsbezüge, Arbeitseinkommen, Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung, Kapitalerträge, private Lebensversicherungen und seit dem 1. Juli 2011 auch ausländische Renten beitragspflichtig.

Wir helfen Ihnen bei den Beiträgen

Der für Sie maßgebliche Beitragssatz richtet sich nach der Art der beitragspflichtigen Einnahmen. Für die Rente, Versorgungsbezüge und Arbeitseinkommen aus selbstständiger Tätigkeit gilt der allgemeine Beitragssatz. Auf eine gesetzliche Rente aus dem Ausland wird ein verminderter allgemeiner Beitragssatz von 14,0 Prozent angewendet.

Beiträge zahlen Sie höchstens bis zur Beitragsbemessungsgrenze. Bei geringen Einkünften müssen freiwillig Versicherte in der Regel einen Mindestbeitrag zahlen, der aus einer gesetzlich festgelegten Mindesteinnahme (aktuell monatlich 945 Euro) berechnet wird. Ist Ihr Ehegatte nicht gesetzlich krankenversichert, können anteilig auch diese Einnahmen bei der Beitragsbemessung berücksichtigt werden. Bei akutell geltenden Beitragsbemessungsgrenze von 4.237,50 Euro monatlich und einem allgemeinen Beitragssatz von 14,6 Prozent ergibt sich ein Höchstbeitrag von 618,69 Euro. Der Mindestbeitrag beträgt 137,97 Euro.

Den Beitrag zahlen Sie selbst an Ihre Krankenkasse. Sie können von Ihrem Rentenversicherungsträger jedoch einen Beitragszuschuss erhalten.

Den Zuschuss müssen Sie beantragen. Damit er zeitgleich mit Ihrer Rente beginnen kann, sollten Sie dies möglichst zusammen mit Ihrem Rentenantrag erledigen. Er enthält bereits entsprechende Felder für diese Angaben. Ausgezahlt wird Ihnen der Zuschuss gemeinsam mit der Rente.

Der Beitragszuschuss für Ihre freiwillige Krankenversicherung wird nach dem allgemeinen Beitragssatz der gesetzlichen Krankenversicherung von derzeit 14,6 Prozent berechnet. Der Beitragssatz wird dann zur Hälfte auf Ihren Rentenzahlbetrag angewendet. Ihr Zuschuss von somit 7,3 Prozent des Rentenzahlbetrages wird mit Ihrer Rente ausgezahlt. Darüber hinaus können die Krankenkassen einen Zusatzbeitrag erheben. Diesen tragen Sie alleine.

Die Höhe Ihrer tatsächlichen Beitragsaufwendungen für die freiwillige Krankenversicherung hat keine Auswirkung auf die Höhe des Zuschusses.

Beispiel:
Werner F. erhält eine monatliche Rente in Höhe von 1.500 Euro.

Der Beitragszuschuss der Rentenversicherung beträgt 109,50 Euro = 7,3 Prozent von 1.500 Euro. Dieser wird mit der Rente an Werner F. überwiesen.

Erhalten Sie mehrere Renten - zum Beispiel eine Witwenrente neben der eigenen Altersrente, wird der Zuschuss aus der Summe beider Renten berechnet. Eine gesetzliche Rente aus dem Ausland bleibt bei der Zuschussberechnung unberücksichtigt.

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