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Rehabilitandenbefragung - Der Patient hat das Wort

Die Rentenversicherung ist seit dem Beginn der Reha-Qualitätssicherung bemüht, auch die Sicht des Rehabilitanden systematisch in die Qualitätssicherung einzubeziehen. Sie führt deshalb schon seit vielen Jahren regelmäßige Rehabilitandenbefragungen durch. Damit wird die subjektive Zufriedenheit mit dem Leistungsangebot erfasst und der Erfolg der Rehabilitation aus Patientensicht ermittelt. Es ist bekannt, dass die subjektive Einschätzung des Gesundheitszustandes und der Leistungsfähigkeit entscheidende Faktoren der Motivation und der Prognose hinsichtlich der weiteren Erwerbstätigkeit nach einer Rehabilitation sind.

Die Rehabilitandenbefragung der Rentenversicherung ist eine kontinuierliche monatliche Stichprobenerhebung. Für die somatischen Indikationen und den Bereich Psychosomatik/Abhängigkeitserkrankungen werden unterschiedliche Erhebungsinstrumente eingesetzt. Monatlich werden jeweils ca. 20 Patienten einer Reha-Einrichtung zufällig ausgewählt, 8 bis 12 Wochen nach der Entlassung angeschrieben und zu ihrer Einschätzung der Rehabilitation und des Reha-Ergebnisses befragt. Pro Jahr werden ca. 135.000 Bögen verschickt.

Die Ergebnisse der Rehabilitandenbefragung werden im Rahmen des einrichtungsvergleichenden Informationssystems zur Reha-Qualitätssicherung an die RV-Träger und die Reha-Einrichtungen zurückgemeldet. Die Berichte fassen die Patientenurteile einer Einrichtung zusammen und vergleichen sie mit Ergebnissen einer Gruppe vergleichbarer Rehabilitationseinrichtungen. Damit hat die einzelne Einrichtung die Möglichkeit, Stärken auszubauen sowie Schwachstellen zu erkennen und mögliche Defizite zu beseitigen. Die Rehabilitanden beurteilen im allgemeinen die Rehabilitation sehr positiv. Ein Bereich der weniger gut abschneidet ist die Abstimmung des Reha-Planes und der Reha-Ziele mit dem Rehabilitanden.

Die Rehabilitandenbefragung in der medizinischen Rehabilitation gilt als eines der ältesten und bewährtesten Instrumente der Reha-Qualitätssicherung. Die Befragung wird unter Verwendung strukturierter Fragebögen seit 1997 durchgeführt. In den letzten Jahren wurden große Anstrengungen unternommen, die Instrumente zur Rehabilitandenbefragung mithilfe wissenschaftlicher Unterstützung weiterzuentwickeln. Als Folge dieser Bemühungen stehen seit Oktober 2007 ein überarbeiteter Rehabilitandenfragebogen für die somatischen Indikationen im Bereich der stationären Rehabilitation und seit Oktober 2009 ein überarbeiteter Rehabilitandenfragebogen für die psychosomatischen Indikationen (inkl. Abhängigkeitserkrankungen) der stationären Rehabilitation zur Verfügung. Des Weiteren wird die Rehabilitandenbefragung sukzessive auf den Bereich der ambulanten Rehabilitation ausgedehnt. Der Rehabilitandenfragebogen für die berufsbegleitende, ambulante Rehabilitation im Bereich der Abhängigkeitserkrankungen wird seit Oktober 2009 in der Routine eingesetzt. Für die somatischen Indikationen der ganztägig ambulanten Rehabilitation wurde der Rehabilitandenfragebogen im April 2010 flächendeckend eingeführt. Seit 2012 wird der Rehabilitandenfragebogen auch für die Kinder- und Jugendlichen-Rehabilitation routinemäßig eingesetzt. Eine sog. Elternbefragung wird bei Kindern bis 12 Jahre durchgeführt. Ab dem 12. Lebensjahr geben die Jugendlichen selbst Auskunft sowohl über die Zufriedenheit mit der Rehabilitation als auch über die gesundheitliche Besserung durch die Rehabilitation.

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