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Ziele, Methoden, Ergebnisse

Reha-Qualitätssicherung durch die Rentenversicherung

Die Reha-Qualitätssicherung (QS) der Deutschen Rentenversicherung (RV) basiert auf einer gesetzlichen Grundlage (§ 20 des Sozialgesetzbuches IX). Mit über einer Million durchgeführter medizinischer und beruflicher Maßnahmen ist die RV der größte Reha-Träger in Deutschland. Sie trägt damit besondere Verantwortung für diesen Versorgungsbereich. Um die Durchführung bedarfsgerechter, qualitativ hochwertiger, aber auch wirtschaftlich sinnvoller Leistungen zur Rehabilitation sicherzustellen, begann die Deutsche Rentenversicherung 1994 mit der Entwicklung eines Systems zur Qualitätssicherung für die stationäre medizinische Rehabilitation. Die Reha-Qualitätssicherung wurde nach einer mehrjährigen Umsetzungs- und Erprobung mit wissenschaftlicher Begleitung ab Mitte 1997 in die Routine überführt.

Im Rahmen der Reha-Qualitätssicherung werden vergleichende Analysen zur Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität vorgenommen. Grundlage sind Datenerhebungen, -auswer­tungen und -analysen mit wissenschaftlich erprobten Instrumenten und Verfahren. Regelmäßig werden die Strukturdaten der Reha-Einrichtungen erhoben, Rehabilitandenbefragungen zur Behandlungszufriedenheit und Bewertung der Ergebnisqualität sowie Einzelfallbegutachtungen zur Analyse der Prozessqualität (Peer Review) durchgeführt. Ergänzt wird das QS-Instrumentarium durch zusätzliche Informationen zu den therapeutischen Leistungen der Reha-Einrichtungen (KTL), zur Rehabilitandenstruktur und zum sozialmedizinischen Verlauf nach einer Rehabilitation. Ferner wird im Rahmen der QS-Bericht­erstattung überprüft, ob die Rehabilitanden eine leitliniengerechte, evidenzbasierte Behandlung gemäß Reha-Therapiestandards erfahren haben. Den Reha-Einrichtungen und den RV-Trägern werden die Ergebnisse regelmäßig in Form von Berichten zur Reha-Qualitätssicherung zurückgemeldet.

Nach mehrjähriger Erfahrung mit den QS-Verfahren in der stationären medizinischen Rehabilitation von erwachsenen Rehabilitanden wurden Fort- und Weiterentwicklungen sowie Erweiterungen des QS-Instrumentariums vorgenommen: Eine wichtige Perspektive im Rahmen der Weiterentwicklung der Qualitätssicherung in der medizinischen Rehabilitation lag insbesondere in der Zusammenarbeit aller Rehabilitationsträger. Dazu hat der Ausschuss „Gemeinsame Empfehlungen“ der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR) eine Gemeinsame Empfehlung „Qualitätssicherung“ erarbeitet. Die vereinbarte Zusammenarbeit wurde in Gemeinschaftsprojekten zur Qualitätssicherung der ambulanten Rehabilitation und zur Qualitätssicherung der Rehabilitation von Kindern und Jugendlichen bereits konkret umgesetzt.

Seit 2003 werden ferner große Anstrengungen unternommen, die Reha-Qualitätssicherung auf den Bereich der beruflichen Rehabilitation bei Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben auszudehnen.

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