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Forschungsschwerpunkt "Wege in die medizinische Rehabilitation"

Projekte

Seit 2013 bearbeiten 7 Forschungsprojekte die Themen Reha-Bedarf und Zugang zur Rehabilitation, Anschlussrehabilitation (AHB) und Vorbereitung auf die Rehabilitation.

Tabelle: Übersicht über die Projekte

Laufzeit

Projekt

7/2013 bis 3/2016

Veränderungen in Zugang und Inanspruchnahme bei orthopädischen Anschlussheilbehandlungen im Zeitraum 2004 bis 2011

Prof. Dr. Gert Krischak
Institut für Rehabilitationsmedizinische Forschung, Universität Ulm


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8/2013 bis 9/2014

Entwicklungstrends und Strukturen von Anschlussrehabilitationen (AHB)


Dr. Karla Spyra
Prof. Dr. Friedrich Michael Radoschewski
Abteilung für Versorgungssystemforschung und Grundlagen der QS in der Rehabilitation, Charitè – Campus Mitte

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9/2013 bis 2/2017

Patientenerfahrungen zur Information, Vorbereitung und Entscheidungshilfe für Antragsteller von med. Reha-Maßnahmen auf www.krankheitserfahrungen.de

Prof. Dr. Gabriele Lucius-Hoene

Institut für Psychologie, Albert-Ludwig-Universität Freiburg


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9/2013 bis 11/2016

MiMi-Reha: Implementierung und Evaluation eines Info-Angebotes für MigrantInnen zur medizinischen Reha auf Basis der "MiMi-Kampagnentechnologie"

Prof. Dr. Christoph Gutenbrunner, Klinik für Rehabilitationsmedizin,
Medizinische Hochschule Hannover

Ramazan Salman, Ethno-Medizinisches Zentrum e.V.


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10/2013 bis 9/2016

Entwicklung, Implementierung und Evaluation eines rehabilitationsbezogenen, standardisierten Fortbildungskonzeptes in hausärztlichen Qualitätszirkeln (ResQ)

Prof. Dr. Wilfried Mau

Medizinische Fakultät, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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10/2013 bis 9/2016

Wege in die Anschlussrehabilitation – Analyse des Antrags und Bewilligungsprozesses im Akutkrankenhaus

Prof. Dr. Christoph Gutenbrunner
Klinik für Rehabilitationsmedizin, Medizinische Hochschule Hannover


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1/2014 bis 12/2016

Entwicklung und Evaluation eines multimodalen internetbasierten Informationsangebots zur Vorbereitung auf die stationäre psychosomatische Rehabilitation

Dr. Rüdiger Zwerenz
Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Universitätsmedizin der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz


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Hintergrund

Die medizinische Rehabilitation der Rentenversicherung zielt auf die berufliche Integration Ihrer Versicherten in das Erwerbsleben. Sie ist als Teil des gegliederten Systems der deutschen Gesundheitsversorgung und mit ihrer Ausrichtung auf die Arbeitswelt von den vielfältigen dynamischen Entwicklungen beider Bereiche unmittelbar betroffen. Der medizinische Fortschritt im Gesundheitssektor und gesundheitspolitische Entscheidungen zu finanziellen, strukturellen und rechtlichen Rahmenbedingungen zielen auf durchlässige Strukturen und flexible, individualisierte Leistungen und einen optimalen Ressourceneinsatz. Zugleich stellen die zunehmenden psychischen Belastungen in der Arbeitswelt sowie der demografische Wandel neue Anforderungen an Reha-Konzepte und Vernetzung. Die Rehabilitation muss sich diesen Herausforderungen stellen, insbesondere auch durch eine Überprüfung des Reha-Bedarfs und Bereitstellung zeitgemäßer Zugangsstrukturen. Anhand ausgewählter Themenfelder sollen Wege in die Rehabilitation untersucht und zu optimiert werden.

Um forschende Institutionen, insbesondere auch aus den regionalen rehabilitationswissenschaftlichen Forschungsverbünden, gezielt dazu anzuregen, entsprechende Projekte zu beantragen, erfolgte im Juli 2012 eine öffentliche Bekanntmachung. Mit der Bekanntmachung wurden vor allem Vorhaben zu folgenden Einzelthemen angesprochen:

  • Bedarf und Zugang zur Rehabilitation: z. B. Entwicklung adäquater Kriterien für einen zunehmend differenzierten Reha-Bedarf (u. a. bei besonderen individuellen Problemlagen oder bei befristeten EM-Renten), Instrumente und Verfahren zur zielgerichteten und aufwandsarmen Beurteilung des Reha-Bedarfs und Steuerung in die Rehabilitation.
  • Zugang zur Rehabilitation über Betriebs- bzw. Werksärzte sowie niedergelassene Ärzte: z. B. neue Wege der Einbeziehung dieser Ärzte in den Reha-Zugang, Evaluation von Kooperationsmodellen.
  • Analysen zur Anschlussrehabilitation (AHB): Es interessieren z. B. Faktoren, welche die kontinuierliche Steigerung der Inanspruchnahme sowie die Dauer der Interimszeit zwischen Krankenhausaufenthalt und Rehabilitation beeinflussen; Analyse der Versorgungssituation für die Patienten in dieser Zeit; Instrumente und Verfahren zur Sicherstellung von Reha-Bedürftigkeit und Reha-Fähigkeit in der AHB.
  • Informationen zur Vorbereitung auf die Rehabilitation: Entwicklung und Evaluation von Konzepten, Modellen, konkreten Instrumenten und Verfahren, mit denen die Versicherten über die Rehabilitation und Zugangsmöglichkeiten informiert sowie effektiv und effizient auf die Rehabilitation vorbereitet werden; Entwicklung und Evaluation von Modellen zum Einsatz moderner Medien.

Bekanntmachung "Wege in die medizinische Rehabilitation"

Das 2-stufige Antrags- und Begutachtungsverfahren wurde über den Bereich Reha-Wissenschaften der Deutschen Rentenversicherung Bund abgewickelt.

Von insgesamt 40 einegreichten Projektskizzen wurden im ersten Begutachtungsschritt 11 Skizzen ausgewählt, die für die Ausarbeitung eines ausführlichen Forschungsantrags geeignet schienen. Im zweiten Begutachtungsschritt erfolgte die Begutachtung der ausgearbeiteten Projektanträge durch GutachterInnen der Deutschen Rentenversicherung Bund. Die Förderempfehlung für 7 Projekte wurde von den zuständigen Gremien der Deutschen Rentenversicherung Bund bestätigt.