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Beiträge richtig überweisen

Was Sie hierbei beachten sollten

Foto: Stapel mit Münzen

Als Arbeitgeber sind Sie dafür verantwortlich, dass die Sozialversicherungsbeiträge für Ihre Arbeitnehmer gezahlt werden. Sie müssen den Arbeitnehmeranteil vom Bruttoverdienst einbehalten und zusammen mit Ihrem eigenen Anteil überweisen.

Beiträge zur Sozialversicherung werden in ihrer voraussichtlichen Höhe spätestens am drittletzten Bankarbeitstag des Monats fällig, in dem der Arbeitsverdienst erzielt wird. Ein nach der endgültigen Abrechnung verbleibender Restbetrag muss zum nächsten Fälligkeitstermin mitgezahlt werden. "Fällig" bedeutet, dass diese Gelder der Einzugsstelle an diesem Tag zur Verfügung stehen, also als Gutschrift auf deren Konto eingegangen sein müssen.

Gehen die Beiträge nicht rechtzeitig ein, werden von der Einzugsstelle Säumniszuschläge berechnet.

Haben Sie den Arbeitnehmeranteil der Sozialversicherungsbeiträge fälschlicherweise nicht vom Verdienst Ihres Mitarbeiters abgezogen, so können Sie diesen nur bei den nächsten drei Lohn- oder Gehaltszahlungen einbehalten - danach nur dann, wenn dies ohne Ihr Verschulden passiert ist.

An wen müssen Sie die Beiträge zahlen?

Die zuständige Krankenkasse ist auch die sogenannte Einzugsstelle. Zuständig ist die Krankenkasse, bei der Ihr Mitarbeiter versichert ist, soweit es sich um eine gesetzliche Krankenkasse handelt.

Die Einzugsstelle ist für alle Sozialversicherungsbeiträge zuständig. Sie müssen daher die Beiträge an die Krankenkasse überweisen, bei der Sie Ihren Mitarbeiter auch angemeldet haben.

Ihr Mitarbeiter hat natürlich das Recht, im Laufe seiner Beschäftigung bei Ihnen, die Krankenkasse zu wechseln. Sie müssen dann den Sozialversicherungsbeitrag an diese Kasse überweisen.

Ist Ihr Mitarbeiter aber nicht Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse (zum Beispiel als privat Versicherter), können Sie bestimmen, welche Krankenkasse für seine Beiträge Einzugsstelle sein soll. Dabei ist die Krankenkasse vorrangig, bei der der Mitarbeiter zuletzt gesetzlich (freiwillig oder pflicht-)versichert war. Falls er noch nie in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert war, müssen Sie eine der Krankenkassen auswählen, die der Versicherte wählen könnte, wenn er versicherungspflichtig wäre.

Als Arbeitgeber müssen Sie für jeden Verdienstabrechnungszeitraum bei der jeweiligen Einzugsstelle, bei der die Beschäftigten versichert sind, einen Beitragsnachweis für die Beschäftigten einreichen, für die diese Kasse als Einzugsstelle zuständig ist.

Bitte beachten Sie:
Der Beitragsnachweis muss am fünftletzten Bankarbeitstag bei der Einzugsstelle vorliegen. Beitragsnachweise müssen elektronisch übermittelt werden.

Soll der Beitragsnachweis nicht nur für den laufenden Abrechnungsmonat, sondern auch für folgende Abrechnungsmonate gelten, können Sie den Beitragsnachweis als sogenannten Dauerbeitragsnachweis kennzeichnen. Der Dauerbeitragsnachweis gilt so lange, bis Sie der Einzugsstelle eine neue Beitragshöhe mitteilen oder der Mitarbeiter seine Beschäftigung aufgibt.

Zahlungen außerhalb des Gesamtsozialversicherungsbeitrags

Wie Sie Steuern, die Umlagen U1 und U2 sowie die Beiträge zur Unfallversicherung richtig überweisen, erfahren Sie bei den zuständigen Stellen.

Bitte beachten Sie:
Die Insolvenzgeldumlage müssen Sie im monatlichen Beitragsnachweisdatensatz ausweisen.

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