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Arbeitnehmer gegen Unfälle versichern

Was Sie hierbei beachten sollten

Foto: Portrait einer Frau

Alle Arbeitnehmer sind gesetzlich unfallversichert. Anders als in den anderen Zweigen der Sozialversicherung zahlen Sie als Arbeitgeber die Beiträge hier allein. Zudem gibt es keine Beitragsbemessungsgrenze.

Die gesetzliche Unfallversicherung ist für Sie als Arbeitgeber eine Haftpflichtversicherung. Gesetzlich unfallversichert sind alle Arbeitnehmer gegen

  • Arbeits- und Wegeunfälle sowie
  • Berufskrankheiten.

Neben der Entschädigung nach einem Unfall - etwa Verletztengeld, eine Rente oder eine Rehabilitation - sind die Berufsgenossenschaften auch für den vorbeugenden Arbeitsschutz zuständig. In diesem Zusammenhang prüfen Sie, ob in den Betrieben und durch die Arbeitnehmer die Arbeitsschutzbestimmungen eingehalten werden.

Jeder Betrieb ist nach der Eröffnung sofort bei der zuständigen Berufsgenossenschaft anzumelden. Die Beiräge werden rückwirkend erhoben. Jeweils bis zum 16. Februar müssen Sie für das vorangegangene Beitragsjahr einen Lohnnachweis abgeben. Dieser muss seit 2017 zwingend auch in digitaler Form übermittelt werden. Die Beiträge werden nach Ablauf eines Kalenderjahres über eine Umlage festgesetzt.

Die Höhe der Beiträge zur Unfallversicherung richtet sich nach den Satzungen der einzelnen Berufsgenossenschaften. Sie sind die Träger der gesetzlichen Unfallversicherung. Die Beiträge werden nach Ablauf eines Kalenderjahres über eine Umlage festgesetzt. Gegenwärtig gibt es in Deutschland neun nach Branchen gegliederte gewerbliche Berufsgenossenschaften.

Der Beitragssatz liegt im Durchschnitt bei 1,3 Prozent der Bruttolohnsumme, in einzelnen Branchen, zum Beispiel am Bau, zwischen 3 und 7 Prozent. Hier sind die Beiträge höher, weil die Wahrscheinlichkeit, einen Arbeitsunfall zu erleiden, größer ist als in anderen Branchen. Der Beitrag zur gesetzlichen Unfallversicherung ist von der Lohnsumme, von der Gefahrenklasse und dem sogenannten Beitragsfuß, der sich am jeweiligen Finanzbedarf der Unfallversicherung orientiert, abhängig.

Welche Berufsgenossenschaft für einen Betrieb zuständig ist, erklärt die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV). Unter der kostenlosen Infoline der Gesetzlichen Unfallversicherung (0800 6050404) werden allgemeine Fragen zu Arbeitsunfällen, Wegeunfällen und Berufskrankheiten beantwortet. Darüber hinaus gibt es Auskünfte zu Fragen der Mitgliedschaft und der Beitragspflicht von Unternehmen und Selbständigen.

www.dguv.de

Mehr zum Thema "Arbeitnehmer gegen Unfälle versichern" können Sie auch in der Broschüre "Auf den Punkt gebracht: Meldungen" nachlesen.

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