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Vertreterversammlung genehmigt Jahresrechnung.
Mehr Geld eingenommen, aber Reformen verursachen höhere Kosten

Erscheinungsdatum: 21.07.2017

„Die Einnahmen der Deutschen Rentenversicherung (DRV) Bayern Süd sind seit mehr als sechs Jahren in Folge gestiegen“, so Günter Zellner, Vorsitzender der Vertreterversammlung der DRV Bayern Süd und zugleich Geschäftsführer des DGB Bayern für die Region Oberbayern, anlässlich der heutigen Vertreterversammlung der DRV Bayern Süd in Bernried. Zurückzuführen sei dies auf die gute Konjunktur, die damit verbundene Beschäftigungslage und die positive Lohnentwicklung in Deutschland, die sich auch in der Haushaltslage der DRV Bayern Süd widerspiegelt. So betrug das Haushaltsvolumen 2011 noch 8,5 Mrd. Euro. Mit Abschluss des Jahres 2016 waren es bereits mehr als 12 Mrd. Euro.

Zellner warnte jedoch vor Euphorie: „Der Schein der gut gefüllten Kassen trügt“. Die Rentenkassen hätten erhebliche Mehrausgaben zu schultern, die auch durch die Kosten gesetzlicher Neuregelungen verursacht würden. Trotz deutlicher Einnahmensteigerung musste die Rentenversicherung mehr ausgeben als sie eingenommen hat. „Der Sparstrumpf der Rentenversicherung wird kleiner“, so Zellner. Er bezog sich damit auf die Nachhaltigkeitsrücklage, die voraussichtlich bis Ende des Jahres um 1,6 Mrd. Euro auf dann 30,7 Mrd. Euro sinken wird. Eine Entwicklung, die sich in den kommenden Jahren fortsetzen würde. Der Beitragssatz von 18,7 Prozent könne zwar nach Vorausberechnungen bis 2021 stabil bleiben, 2022 müsse er aber voraussichtlich auf 19,1 Prozent angehoben werden.

Hermann Brandl, alternierender Vorsitzender der Vertreterversammlung der DRV Bayern Süd und zugleich Geschäftsführer der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V. (vbw), Bezirksgruppe Oberpfalz betonte: „Die beste Rentenpolitik ist eine Wirtschaftspolitik, die zu Wachstum und Arbeitsplätzen führt. Bei allen Reformvorhaben muss gelten: Der Faktor Arbeit darf nicht weiter belastet und die Beitragssätze müssen stabil gehalten werden“. Rentenleistungen müssten in einem direkten Zusammenhang mit den eingezahlten Beiträgen stehen, so Brandl. Würde dieser Grundsatz durchbrochen, müsste man über Änderung in der Finanzierung diskutieren.
Brandl und Zellner waren sich einig, dass das System der Rentenversicherung alternativlos sei, dennoch müsse es Verbesserungen, Anpassungen und Fortentwicklungen der gesetzlichen und der ergänzenden Systeme der Alterssicherung geben.

Die Vertreterversammlung genehmigte in ihrer Sitzung die Jahresrechnung 2016 der DRV Bayern Süd und betonte insbesondere die geringen Verwaltungskosten von 1,6 Prozent des Haushaltsvolumens. Dies zeige deutlich, wie verantwortungsbewusst die DRV Bayern Süd mit den ihr anvertrauten Beitragsgeldern umgehe, so Zellner.

Knapp 3.700 Beschäftigte in den Verwaltungen und Kliniken arbeiten bei der DRV Bayern Süd die für mehr als 2,7 Millionen Versicherte in den Regierungsbezirken Niederbayern, Oberbayern und der Oberpfalz zuständig ist. Für das Jahr 2016 sind rund 10 Mrd. Euro für Rentenleistungen ausgegeben und mehr als 58.000 Rehabilitationsleistungen bewilligt worden. Die Vertreterversammlung ist das höchste Organ des Regionalträgers, der als Körperschaft des öffentlichen Rechts nach dem Prinzip der Selbstverwaltung organisiert ist. Sie setzt sich aus ehrenamtlichen Vertretern der Versicherten, Rentner und Arbeitgeber zusammen, die so über die Verwendung ihrer Beitragsgelder selbst mitbestimmen.

Günter Zellner, alternierender Vorsitzender der Vertreterversammlung

Quelle: 

Deutsche Rentenversicherung Bayern Süd

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