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Demografische Herausforderungen generationengerecht lösen

Vertreterversammlung im Zeichen der Rentenpolitik

Erscheinungsdatum: 28.09.2017

„Für die Rente gibt es auch in Zukunft noch Einiges zu tun. Da ist es gut, die Rentenversicherung mit ihrem reichen Erfahrungsschatz und ihrer Kompetenz als verlässlichen Partner an unserer Seite zu wissen“, würdigte der Chef der rheinland-pfälzischen Staatskanzlei, Staatssekretär Clemens Hoch, die Arbeit der Deutschen Rentenversicherung Rheinland-Pfalz. Den ehrenamtlichen Vertreterinnen und Vertretern von Versicherten und Arbeitgebern in Vorstand und Vertreterversammlung sprach er in der heutigen letzten Sitzung der auslaufenden Amtsperiode seine Anerkennung für ihr bürgerschaftliches Engagement in der Rentenversicherung aus.

Herausforderungen der demografischen Entwicklung generationengerecht lösen

Eine stabile konjunkturelle Entwicklung, die steigende Zahl an sozialversicherungspflichtig Beschäftigten und die Abkehr von der Frühverrentung tragen zur guten finanziellen Lage der Rentenkasse bei. Der Beitragssatz von 18,7 Prozent bleibt voraussichtlich bis 2021 stabil. Ende 2017 wird eine Nachhaltigkeitsrücklage von 32 Milliarden Euro oder 1,55 Monatsausgaben erwartet. „Auch wenn zahlreiche Leistungsverbesserungen, wie die abschlagsfreie Rente mit 63, aufgrund der guten aktuellen Finanzsituation stattgefunden haben, darf nicht außer Acht gelassen werden, dass der beginnende Übergang der Babyboomer in die Rentenphase gravierende finanzielle Auswirkungen haben wird“, appellierte Vorstandsvorsitzender Hans-Walter Scheurer. Er kritisierte, dass Leistungsanpassungen der letzten Jahre ohne ausreichende oder vollständige Gegenfinanzierung nun von der Rentenversicherung aufgefangen werden müssten. „Die gesetzliche Rentenversicherung wird als Kern der Alterssicherung wahrgenommen und hat Jahrhundertkrisen gut überstanden“, so Scheurer. Umso wichtiger ist es nun im Hinblick auf die demografischen Entwicklungen, politische Lösungen zu erarbeiten, um auch künftig die Verlässlichkeit und das Vertrauen in die gesetzliche Rentenversicherung zu erhalten.
Scheurer forderte deshalb, fundierte langfristige Prognosen über Leistungsentwicklung und Finanzierung vorzulegen, um Herausforderungen generationengerecht zu lösen und generationengerecht die Finanzierungslasten zu tragen.

Prävention und Rehabilitation für einen dynamischen Arbeitsmarkt

Für die Geschäftsleitung zogen Geschäftsführerin Saskia Wollny und stellvertretender Geschäftsführer Matthias Förster eine positive Bilanz der letzten 6 Jahre, forderten aber auch ein konsequentes Handeln für die Zukunft. „Eine moderne Rehabilitation muss individuell und ganzheitlich sein. Der Erfolg hängt davon ab, dass das Erlernte in den Alltag übertragen werden kann. An diesen Anforderungen haben wir unsere Reha-Strategie ausgerichtet“, so Wollny. „Reha ist wirtschaftlich, denn jeder der länger arbeiten kann, hat die Chance auf eine höhere Rente“, unterstrich Wollny den Nutzen. Noch frühzeitiger setzt die Deutsche Rentenversicherung Rheinland-Pfalz mit ihren neuen Präventionsprogrammen an, um die Erwerbsfähigkeit möglichst lange zu erhalten.

Menschen gehen später in Rente

Seit dem Einstieg in die Rente mit 67 im Jahr 2012 gingen bis Ende 2016 beim rheinland-pfälzischen Rentenversicherer insgesamt 14.800 Männer und 28.100 Frauen später als mit 65 Jahren in Altersrente. Zwischenzeitlich liegt das Rentenzugangsalter bei Männern bei 63,8 und bei Frauen bei 64,7 Jahren.

Vorteile der Digitalisierung nutzen

„Bis 2020 wollen wir über eine Million Akten des Leistungsbereichs digitalisieren. Daran arbeiten wir mit Hochdruck“, beschreibt Förster die derzeitigen Vorbereitungen auf die „Digitale Transformation“. Die Vorteile der Arbeit mit elektronischen Workflows unabhängig von Zeit und Ort sollen dann voll genutzt werden können. Bisher wurden 412.000 der über eine Million Papierakten digitalisiert.

Langjährige Selbstverwalter geehrt

Die noch amtierenden Vorsitzenden von Vorstand und Vertreterversammlung Hans-Walter Scheurer und Uwe Klemens ehrten mit der Verdienstmedaille der Deutschen Rentenversicherung Oswald Höfer, Raimund Lautensack und Wilfried Röther, die der Selbstverwaltung nicht mehr angehören werden. Auch Hans-Walter Scheurer und Uwe Klemens erhielten die Verdienstmedaille der Deutschen Rentenversicherung. Beide führten über 12 Jahre den jeweiligen Vorsitz in Vorstand und Vertreterversammlung, scheiden mit der ablaufenden Legislaturperiode aus der Selbstverwaltung aus.

Der Chef der Staatskanzlei, Clemens Hoch (links), neben den Vorstandsvorsitzenden Hans-WalterScheurer und Dietmar Muscheid.

Sitzung der Vertreterversammlung

Quelle: 

Deutsche Rentenversicherung Rheinland-Pfalz

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