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Hohe Nachfrage: 21.121 Anträge auf „Rente mit 63“

Erscheinungsdatum: 29.01.2016

  • Deutsche Rentenversicherung Westfalen legt Antragszahlen der vergangenen eineinhalb Jahre vor
  • Differenziertes Bild bei Antragszahlen aus den einzelnen Regionen in Westfalen
  • Anspruch auf „Rente mit 63“ seit diesem Jahr erst 2 Monate später

Foto: Älteres Ehepaar springt eine Düne herunter

Die abschlagsfreie „Rente mit 63“ wurde in den vergangenen eineinhalb Jahren rege in Anspruch genommen. Das zeigen die Antragszahlen, die die Deutsche Rentenversicherung Westfalen (DRV) nun für eine Bilanz nach den ersten 18 Monaten vorlegt. Demnach haben seit Einführung Mitte 2014 bis Ende 2015 insgesamt 21.121 Menschen allein beim westfälischen Rentenversicherungsträger einen Antrag auf „Rente mit 63“ gestellt. Die DRV Westfalen betreut mit 4 Millionen Versicherten gut die Hälfte aller gesetzlich Rentenversicherten in Westfalen; die anderen Versicherten gehören entweder zur DRV Bund oder zur DRV Knappschaft-Bahn-See.

Die „Rente mit 63“ ist überwiegend männlich: So beantragten 17.209 Männer die Rente für besonders langjährig Versicherte; ihnen stehen gerade einmal 3.912 Frauen gegenüber. „Damit bestätigt sich auch über den längeren Zeitraum der Trend, der sich bereits nach wenigen Monaten abgezeichnet hatte: Von der `Rente mit 63´ profitieren hier im Westen hauptsächlich die Männer. Die Frauen kommen aufgrund der früher typischen Erwerbsbiografien nur in geringerem Maße auf die notwendigen 45 Beitragsjahre“, erläuterte die zuständige Geschäftsführerin der DRV Westfalen, Angelika Wegener.

Differenziert zeigt sich die Antragsentwicklung in 2014 und 2015 auch unter den verschiedenen Regionen in Westfalen. Der Trend, den die DRV Westfalen bei ihren Antragszahlen feststellt, lautet: In eher ländlichen Regionen haben die Antragzahlen auf „Rente mit 63“ einen höheren Anteil an allen Anträgen auf Alterrente gegenüber denen aus großstädtischen Regionen. Deutlich wird diese Bandbreite besonders in der Gegenüberstellung von Ostwestfalen-Lippe zum klassischen Ruhrgebiet: An der Spitze liegen die Landkreise Gütersloh und Herford. Dort machte die „Rente mit 63“ zwischen 28 und fast 31 Prozent aller beantragten Altersrenten aus. Dem gegenüber haben die Anträge auf „Rente mit 63“ in den Städten Bottrop (14,9 Prozent), Herne (15,2 Prozent) und Gelsenkirchen (15,8 Prozent) an der unteren Skala einen deutlich geringeren Anteil an allen Anträgen auf Altersrente. Im Durchschnitt aller Landkreise und kreisfreien Städte liegt der Anteil der „Rente mit 63“ an allen beantragten Altersrenten bei 22,3 Prozent.

„Die Ursachen für dieses differenzierte Bild liefern diese Zahlen indes nicht. Es kann sowohl strukturelle Gründe haben; es können jedoch auch Auswirkungen konjunktureller Entwicklungen aus der Vergangenheit sein. Nicht zu vergessen: Viele Menschen möchten oder müssen auch mindestens bis zum regulären Renteneintrittsalter weiterarbeiten“, betonte Angelika Wegener.

Auch sonst zeigt sich die „Rente mit 63“ im Bereich der DRV Westfalen differenziert, wie beispielsweise bei der Entwicklung der monatlichen Antragszahlen. Nach dem Boom der ersten Monate zu Beginn der Einführung (z. B. 2.349 Anträge im Juli 2014) pendelten sich die Antragszahlen beim westfälischen Rentenversicherungsträger anschließend zwischen 1100 und 900 pro Monat ein; erst im letzten Quartal 2015 sank das Niveau der Neuanträge auf gut 700 bis 570 pro Monat.

Ob die Eintrittsgrenze, die seit dem 1. Januar für die „Rente mit 63“ gilt, am Antragsaufkommen etwas ändern wird, kann derzeit jedoch nicht gesagt werden. Seit Jahresbeginn ist diese Rentenart erst mit mindestens 63 Jahren und zwei Monaten zu bekommen. Dies betrifft nun erstmals Versicherte des Jahrgangs 1953.

Das ist der erste Schritt der stufenweisen Erhöhung des Rentenalters auch für diese abschlagsfreie Rentenart, die der Gesetzgeber festgelegt hat. In den folgenden Jahren steigt die Altersgrenze weiter an, und zwar jeweils um zwei Monate pro Geburtsjahrgang. Wer 1964 oder später geboren wurde, kann diese Rente dann erst ab dem 65. Geburtstag erhalten.

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