Widerspruch

Sind Sie mit einem Bescheid des Rentenversicherungsträgers (zum Beispiel einem Rentenbescheid) nicht einverstanden, können Sie Widerspruch einlegen. Leben Sie in Deutschland, haben Sie dafür einen Monat Zeit. Leben Sie im Ausland, sind es drei Monate. Wo Sie den Widerspruch einlegen können, steht in der Rechtsbehelfsbelehrung Ihres Bescheides.

Beispiel:

Haben Sie den Bescheid am 02.09.2003 in Deutschland erhalten, ist der 02.10.2003 der letzte Tag, an dem Sie Widerspruch einlegen können.

Fällt das Ende der Frist jedoch auf ein Wochenende oder einen gesetzlichen Feiertag, verschiebt sich das Fristende auf den nächsten Werktag.

Beispiel:

Haben Sie den Bescheid am 03.07.2003 im Ausland erhalten, ist der 06.10.2003 der letzte Tag, an dem Sie Widerspruch einlegen können. Dies liegt daran, dass der 03.10.2003 der Tag der Deutschen Einheit ist (gesetzlicher Feiertag) und der 04. und 05.10.2003 auf ein Wochenende fallen.

Für Ihren Widerspruch geben wir Ihnen ein Muster:

Versicherungsnummer: (Ihre Versicherungsnummer)

Rentenversicherungsträger und Anschrift (siehe Rechtsbehelfsbelehrung des Bescheides)

Gegen den Bescheid vom ... (tragen Sie hier das Datum des Bescheides ein)... lege ich Widerspruch ein.

Begründung: (führen Sie hier Ihre Begründung an)

Für ein Widerspruchsverfahren müssen Sie sich keinen Anwalt nehmen. Auch sind keine Gebühren oder ähnliches zu zahlen. Haben Sie mit Ihrer Kritik Recht, erhalten Sie einen neuen Bescheid. Dieser so genannte "Abhilfebescheid" berücksichtigt das, was Sie bemängelt haben. Die notwendigen Aufwendungen für das Widerspruchsverfahren können unter Umständen erstattet werden.

Ist der Bescheid aus Sicht des Rentenversicherungsträgers nicht zu beanstanden, wird Ihr Widerspruch an die Zentrale Widerspruchsstelle abgegeben. Hier entscheidet ein Widerspruchsausschuss darüber, ob Ihr Widerspruch tatsächlich zurückzuweisen ist. Jeder Widerspruchsausschuss ist neben einem Vertreter der Geschäftsführung mit je einem gleichberechtigten Vertreter der Versicherten und der Arbeitgeber besetzt. Die Vertreter der Versicherten und der Arbeitgeber gehören der Selbstverwaltung an.

Sind Sie mit der Entscheidung der Widerspruchsstelle nicht einverstanden, können Sie Klage vor dem Sozialgericht erheben. Das für Sie zuständige Sozialgericht können Sie der Rechtsbehelfsbelehrung des Widerspruchsbescheides entnehmen.