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Zahl der ausländischen Versicherten deutlich gestiegen

Jugendliche verschiedener Nationalitäten halten eine eine große Weltkugel in die Luft.

Die Zahl der aktiv Versicherten in der Rentenversicherung mit ausländischer Staatsangehörigkeit hat einen neuen Höchststand erreicht. Ende 2016 waren es rund 5,46 Millionen. 2015 lag die Zahl noch bei 4,88 Millionen, 2006 waren es 3,16 Millionen.

Mit rund 988.000 aktiv Versicherten bilden türkische Staatsangehörige die bei Weitem größte Gruppe unter den Versicherten mit ausländischer Staatsbürgerschaft. Ihre Zuwanderungsgeschichte reicht bis in die 1960er-Jahre zurück, als Anwerbeabkommen mit mehreren Staaten des Mittelmeerraumes – unter anderem 1961 mit der Türkei – geschlossen wurden. Ihnen folgen mit rund 459.000 aktiv Versicherten polnische Staatsangehörige. Deren Zahl hat in den letzten zehn Jahren, nach dem Beitritt Polens zur Europäischen Union und der Einführung der Arbeitnehmerfreizügigkeit am stärksten unter allen ausländischen Staatsangehörigen zugenommen. Zwischen 2006 und 2016 gab es in dieser Gruppe einen Anstieg um das 3,5-fache. Ebenfalls stark vertreten sind Staatsangehörige aus Ländern des ehemaligen Jugoslawiens. Hier erfolgte die Zuwanderung sowohl im Rahmen von Anwerbeabkommen und Familiennachzug als auch infolge der Kriege zwischen den Nachfolgestaaten während der 1990er-Jahre. Unter stark vertretenen Nationengruppen befinden sich mit Italien (312.000), Griechenland (173.000), Spanien (79.000) und Portugal (74.000) weitere Länder, mit denen einstmals ein Anwerbeabkommen geschlossen wurde. Die 2007 und 2013 neu zur EU hinzugekommenen Mitgliedstaaten Bulgarien (139.000), Kroatien (143.000) und Rumänien (294.000) tragen ebenfalls wesentlich zum Zuwachs ausländischer Versicherter bei.

Die Ausweitung der Arbeitnehmerfreizügigkeit innerhalb der Europäischen Union in den Jahren 2011 und 2014 hat für viele EU-Bürger das Arbeiten in Deutschland erleichtert und den Zuzug aus anderen EU-Staaten begünstigt. Auch haben die Kinder der in den 1960er- und 1970er-Jahren zugewanderten ausländischen Staatsangehörigen zwischenzeitlich das Erwerbstätigenalter erreicht. Sie sind häufig in Deutschland geboren, haben aber die Staatsangehörigkeit ihrer Eltern beibehalten.

Von den ausländischen Versicherten mit EU-Staatsbürgerschaften zahlen über 90 Prozent Beiträge zur Rentenversicherung. Ausländische Versicherte mit EU-Staatsangehörigkeit tragen damit in gleichem Maße zur Finanzierung der Rentenversicherung bei wie deutsche Staatsangehörige. „Dies wirkt sich positiv auf die Einnahmesituation in der gesetzlichen Rentenversicherung aus“, so die Deutsche Rentenversicherung Bund in Berlin.

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