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Einführung

Einführung zum Datenaustausch mit Rehabilitationseinrichtungen nach § 301 Abs. 4 SGB V

Allgemeines

Bereits im Jahr 1992 wurde im Rahmen des Gesundheitsstrukturgesetzes vom Gesetzgeber festgelegt, dass neben den Krankenhäusern auch die Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen verpflichtet sind, den Krankenkassen die erforderlichen Daten zur Abrechnung von Rehabilitationsleistungen maschinenlesbar zu übermitteln (§ 301 Abs. 4 SGB V).

Die Träger der gesetzlichen Rentenversicherung haben gemeinsam mit den gesetzlichen Krankenkassen zu diesem Zweck in einer für Leistungserbringer und Leistungsträger verbindlichen Datenübermittlungs-Rahmenvereinbarung die Form, den Inhalt sowie die Übermittlungskonventionen der zu übermittelnden Nachrichtendatensätze festgelegt. Federführender Spitzenverband ist der VdAK.

Datenaustausch mit Rehabilitationseinrichtungen
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Datenaustausch mit Rehabilitationseinrichtungen

Das sogenannte 301-Verfahren soll dazu beitragen, dass die Abwicklung von Rehabilitationsleistungen effizienter für Rehabilitationseinrichtungen und Kostenträger durchgeführt werden kann.

Die Vorteile der maschinellen Übermittlung der Rehabilitationsdaten für die Vertragspartner liegen auf der Hand:

  • Der maschinelle Datentausch ist ein weiterer Schritt in Richtung der papierlosen Verwaltung.
  • Die Abwicklung der anfallenden Geschäftsvorfälle kann wesentlich schneller und mit einer deutlich geringeren Fehlerquote durchgeführt werden, was insbesondere auch im Interesse der Versicherten liegt.
  • Durch die schnellere Abwicklung und die Übertragung von bereits vom Reha-Träger beziehungsweise der Rehabilitationseinrichtung erfassten Daten kann bei beiden
  • Vertragspartnern die Verwaltung entlastet werden.
  • Die niedrige Fehlerquote bedingt weniger Nacharbeiten bei der Datenerfassung.
  • Die Kosten für Porto und Versand können zum größten Teil entfallen.

Grundsätze des Verfahrens

Grundsätze des Verfahrens
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Grundsätze des Verfahrens













  • Die Datenübermittlung zwischen der Rehabilitationseinrichtung und dem Rentenversicherungsträger erfolgt über eine sogenannte Datenannahme und Verteilerstelle (DAV).
  • Aus Gründen der Flexibilität und Investitionssicherung hat man sich im § 301 Verfahren auf den EDIFACT-Standard (Electronic Data Interchange For Administration Commerce Transport) zur Darstellung der Daten geeinigt. Die von den Anwendungsprogrammen ausgegebenen sequentiellen Datenstrukturen werden dabei in ein weltweit genormtes Übertragungsformat gebracht. Beim Empfänger erfolgt dann die Konvertierung zurück in die sequentielle Struktur. Der Vorteil dieses Verfahrens ist darin zu sehen, dass jeder Anwender im Aufbau der sequentiellen Struktur, das heißt der Schnittstelle zum Anwendungsprogramm, unabhängig vom Austauschformat ist.
  • Die Verschlüsselung der Daten erfolgt im PEM-Standard (Privacy Enhanced Mail).
  • Als DFÜ-Protokoll ist der OSI-Standard X.400 zur Nachrichtenübermittlung vorgesehen.

Datenaustausch in der Rentenversicherung nach § 301 Abs. 4 SGB V

Datenaustausch in der Rentenversicherung
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Datenaustausch in der Rentenversicherung




In der Rentenversicherung gibt es 2 DAVs:

Deutsche Rentenversicherung Baden-Württemberg
und
Deutsche Rentenversicherung Bund .

Für die Zertifizierung der Kliniken gibt es eine Arbeitsgemeinschaft mit 2 Trustcentern, die zueinander interoperabel sind, das heißt die Zertifikate gegenseitig anerkennen:

ITS und DKTIG

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