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Statement von Brigitte Gross zum Präventionsbericht

Erscheinungsdatum: 24.06.2019

Vielen Dank, Herr Szent-Ivany, für die Begrüßung und die Einladung in die Bundespressekonferenz.

Wir möchten Ihnen heute gerne den ersten nationalen Präventionsbericht vorstellen.

Wir freuen uns, dass wir dies gemeinsam tun können mit denen, die den Bericht maßgeblich erstellt haben.

Zusammen bilden die von uns vertretenen Institutionen die Nationale Präventionskonferenz. Sie ist 2015 durch das Präventionsgesetz eingeführt worden und hatte u.a. den Auftrag, diesen Bericht zu erstellen.

Heute Morgen wurde der Bericht dem Bundesgesundheitsministerium übergeben.
Der Präventionsbericht soll jetzt alle vier Jahre erstellt werden.

Inhalt des Präventionsberichts

Der Bericht enthält zum einen eine Bestandsaufnahme zur Prävention und zur Gesundheitsförderung in Deutschland. Er beschreibt,
• wie die gesundheitliche Lage der Bevölkerung in Deutschland aussieht,
• welche Aktivitäten es bei der Prävention gibt, und
• in welchen Bereichen noch Potentiale in der Prävention bestehen.
Der Bericht enthält darüber hinaus konkrete Empfehlungen für die Weiterentwicklung der Prävention in Deutschland.

Prävention für Menschen mit niedrigem Sozialstatus verstärken

Eine Empfehlung des Berichts befasst sich mit dem Bedarf für Prävention bei Menschen mit niedrigem Sozialstatus. Sie haben allgemein schlechtere Gesundheitschancen. Das beginnt schon während der Schwangerschaft, setzt sich in das Kindesalter und das Erwachsenenalter fort. Ich will drei Beispiele nennen:
• Mütter mit einem niedrigen Sozialstatus rauchen signifikant häufiger während der Schwangerschaft und stillen ihre Kinder seltener als Mütter mit einem höheren Sozialstatus
• Jugendliche mit niedrigem Sozialstatus sind häufiger von Übergewicht- und Adipositas betroffen.
• Menschen, die lange arbeitslos sind, haben deutlich häufiger psychische Erkrankungen, mit der Dauer der Arbeitslosigkeit steigt die Häufigkeit von Depressionen an.
In dem Bericht wird die ganz klare Empfehlung ausgesprochen, dass die Gesundheitschancen von Menschen mit niedrigen Sozialstatus verbessert werden sollten.

Bessere Koordinierung der Aktivitäten der Sozialleistungsträger

Eine weitere Empfehlung des Berichts ist, dass die Sozialleistungsträger im Bereich der Prävention noch enger zusammenarbeiten.
• Gemeinsame Ziele und gemeinsame Qualitätsstandards bei der Prävention sollen weiterentwickelt werden.
• Auch soll künftig eine bessere Abstimmung bei der Evaluierung und eine vergleichbare Datenerhebung erfolgen.

Entwicklung der Ausgaben für Prävention in den letzten Jahren

Eine wichtige Aussage des Berichts ist auch, dass Prävention und Gesundheitsvorsorge in Deutschland stetig an Bedeutung gewinnen. Das machen die folgenden Zahlen deutlich: Die an der Nationalen Präventionskonferenz beteiligten Institutionen haben 2017 über 1,8 Milliarden Euro in Prävention investiert, 2012 waren es noch 1,27 Milliarden Euro. Das bedeutet einen Anstieg um über 40 Prozent.

Über die weiteren Handlungsfelder im Bereich der Prävention, die sich aus dem Bericht ergeben, berichten jetzt die Kollegen.

Foto von Brigitte Gross, Direktorin bei der Deutschen Rentenversicherung Bund

Brigitte Gross

Quelle: 

Bildarchiv DRV Bund/Nürnberger

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