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Rente kennt keine Grenzen

Unser aktueller Rententipp

Im Zuge der Globalisierung kommt es immer häufiger vor, dass Versicherte während ihres Erwerbslebens in verschiedensten Ländern leben und arbeiten. Damit die sozialen Sicherungsnetze auch bei diesen Personen optimal greifen, wurden diverse Koordinierungsregelungen geschaffen.

Arbeiten in Europa

Wenn Versicherte in verschiedenen europäischen Ländern gearbeitet haben, konnte dies früher zu Problemen bei der Erfüllung von Wartezeiten für Rentenansprüche führen. Um dem entgegenzuwirken wurden im Europarecht inzwischen mehrere Verordnungen im Bereich der sozialen Sicherheit erlassen. Sie gelten für die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union, die Schweiz und die Länder des Europäischen Wirtschaftsraumes und regeln, wie mit grenzüberschreitenden Rentenangelegenheiten in diesen Ländern umzugehen ist.

Durch die Verordnungen werden die Rentenansprüche koordiniert. Eine Europa-Rente gibt es jedoch nicht. Jeder Staat berechnet nach seinem nationalen Recht den Rentenanspruch. Im Rahmen der Rentenberechnung werden die Versicherungszeiten aus allen Mitgliedstaaten zwar berücksichtigt, anschließend entschädigt der nationale Rententräger aber nur seine eigenen Versicherungszeiten.

Bedeutend sind insbesondere die Regelungen zur Zusammenrechnung von rentenrechtlichen Zeiten. Versicherungs- und Wohnzeiten werden für den Erwerb von Leistungsansprüchen zusammengerechnet, soweit die nationalen Versicherungszeiten für die Erfüllung der jeweiligen nationalen Voraussetzungen nicht ausreichen. So können durch die Zusammenrechnung die Wartezeiten für Altersrenten oder die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen für eine Rente wegen Erwerbsminderung erfüllt werden. Auch
der Anspruch auf eine Rehabilitationsmaßnahme kann dadurch gesichert werden.

Sozialversicherungsabkommen

Außerhalb der Grenzen der EU ermöglichen Sozialversicherungsabkommen Versicherten, gleiche oder ähnliche Leistungen der Heimat-Sozialversicherung auch in anderen Staaten in Anspruch nehmen zu können. Sie sind damit ein weiterer wichtiger Baustein der sozialen Absicherung in einer globaler werdenden Welt. Am 01.06.2018 ist das Sozialversicherungsabkommen zwischen Deutschland und den Philippinen in Kraft getreten. Es ist bereits das 21. Sozialversicherungsabkommen mit deutscher Beteiligung. Alle Sozialversicherungsabkommen werden individuell zwischen den Vertragspartnern ausgehandelt. In der Regel enthalten sie auch Regelungen zur Zusammenrechnung von Versicherungszeiten.

Rentenzahlung ins Ausland

Da die örtliche Bindung von Personen abnimmt, zahlt die Deutsche Rentenversicherung immer mehr Renten auch ins Ausland. Aktuell werden Renten in rund 200 verschiedene Länder auf der ganzen Welt gezahlt. Eine Kürzung der Renten findet dabei in der Regel nicht statt. Negative Auswirkungen kann der Umzug in ein Land außerhalb der EU für die Bezieher einer arbeitsmarktbedingten Rente wegen voller Erwerbsminderung oder Rentner mit Ansprüchen aus dem Fremdrentengesetz haben. Insofern sollten insbesondere diese Rentenbezieher sich vor einem Umzug mit der Deutschen Rentenversicherung in Verbindung setzen.

Weitere Auskünfte erteilt die Deutsche Rentenversicherung Bund unter der kostenlosen Servicetelefon-Nr. 0800 1000 4800

Stand: August 2018

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