Inhalt

Verbesserung der Leistungen bei Erwerbsminderungsrenten

Fragen & Antworten (Stand Juli 2017)

Foto: Frau mit Taschenrechner

Das EM - Leistungsverbesserungsgesetz hat am 7. Juli 2017 den Bundesrat passiert. Es führt zu einer Verbesserung der Absicherung von Erwerbsminderungsrentnern. Der folgende Fragen-Antworten-Katalog erklärt, welche Verbesserungen das neue Gesetz für die Betroffenen mit sich bringt.

(Stand: Juli 2017)

Welche Verbesserungen gab es in der Vergangenheit bei den Erwerbsminderungsrenten?

Mit dem Rentenpaket 2014 wurde die Zurechnungszeit bei Rentenneuzugängen ab 1. Juli 2014 um zwei Jahre verlängert. Erwerbsgeminderte wurden dadurch so gestellt, als hätten sie mit ihrem bisherigen Einkommen bis zum 62. statt wie vorher bis zum 60. Geburtstag weitergearbeitet. Das heißt, es werden zusätzliche Zeiten berücksichtigt, für die keine Beiträge gezahlt wurden. Die Zurechnungszeit steigert so die Rente. Darüber hinaus wirken sich seither eventuelle Einkommenseinbußen in den letzten vier Jahren vor Eintritt der Erwerbsminderung nicht mehr negativ auf die Rentenhöhe aus.

Wie stark stiegen die Erwerbsminderungsrenten durch die Neuregelung in 2014?

Nach dem 30. Juni 2014 beginnende Renten wegen voller Erwerbsminderung fallen im Durchschnitt monatlich um rund 40 Euro brutto höher aus.

Was ändert sich ab 2018 bei den Erwerbsminderungsrenten?

Die Zurechnungszeit soll bei Rentenneuzugängen ab 1. Januar 2018 schrittweise um weitere drei Jahre verlängert werden. Ab einem Rentenbeginn im Jahr 2024 werden Erwerbsgeminderte dann so gestellt, als ob sie mit ihrem bisherigen durchschnittlichen Einkommen bis zum 65. statt wie derzeit bis zum 62. Geburtstag weitergearbeitet hätten.

icon_zoom

Für wen gilt die Neuregelung bei der Erwerbsminderungsrente und wie stark steigen die Erwerbsminderungsrenten durch die Neuregelung?

Die Neureglung gilt für alle Erwerbsminderungsrenten mit einem Beginn nach dem 31. Dezember 2017. Die geplante Verlängerung der Zurechnungszeit um drei Jahre führt bei Erwerbsminderungsrenten, die ab 2024 beginnen, im Durchschnitt zu einer Erhöhung von monatlich rund 62 Euro brutto (heutige Werte). In der Übergangszeit von 2018 bis 2023 sind die Verbesserungen entsprechend geringer.

Gilt die schrittweise Verlängerung der Zurechnungszeit bis zum 65. Lebensjahr auch für Renten wegen Todes?

Ja, die Gesetzesänderung betrifft auch Hinterbliebenenrenten. Das bedeutet, dass zum Beispiel auch bei Witwen- und Witwerrenten sowie Waisenrenten die Zurechnungszeit verlängert wird, sofern die Rente nach dem 31. Dezember 2017 beginnt.

zusätzliche Informationen

Ihr kurzer Draht zu uns

Meinen Rentenversicherer finden:

Ihre Sammelmappe

Hier gelangen Sie zur Sammelmappe, in der sich alle Publikationen befinden, die Sie bisher zur Bestellung / zum Download vorgemerkt haben.