Inhalt

Umsetzung der Empfehlungen der SOMEKO

Hintergrund

Die Selbstverwaltung des (ehemaligen) Verbandes Deutscher Rentenversicherungsträger hatte im Jahre 2002 eine „Kommission zur Weiterentwicklung der Sozialmedizin in der gesetzlichen Rentenversicherung“ (SOMEKO) eingesetzt.

Im März 2004 hat die Kommission ihren Abschlussbericht nach zweijähriger Arbeit vorgelegt. Nach Festlegung der prioritär zu bearbeitenden Themen durch die Fachausschüsse für Versicherung und Rente (FAVR), für Rehabilitation (FAR) und für Organisation (FAO) sowie den Vorstandsausschuss für Rehabilitation (VAR) hat die damalige Verbandsgeschäftsstelle konkrete Umsetzungsvorschläge für die im Abschlussbericht enthaltenen Empfehlungen zur Versichertenorientierung des Begutachtungsgeschehens, zum Qualitätsmanagement/Qualitätssicherung der sozialmedizinischen Sachaufklärung, zum Berichtswesen, zur Weiter- und Fortbildung in der gesetzlichen Rentenversicherung und zur sozialmedizinischen Forschung erarbeitet.

Umsetzung der Empfehlungen

In der Folge wurden u. a. 4 Projektgruppen eingesetzt, deren Aufgabe die Umsetzung dieser Empfehlungen der SOMEKO war. Die Projektgruppen haben ihre Arbeit Ende 2006 abgeschlossen. Die zuständigen Fachausschüsse der Deutschen Rentenversicherung haben die Ergebnisse der Projektgruppenarbeit Anfang 2007 beraten und die Umsetzung der Empfehlungen aus den Abschlussberichten befürwortet. Im Folgenden werden die wesentlichen Ergebnisse der Projektgruppen vorgestellt.
Ergebnisse der Projektgruppen

Projektgruppe "Sozialmedizinisches Glossar"

Die Projektgruppe hat ein sozialmedizinisches Glossar erarbeitet. Vom Ergebnis ist das Glossar eine konsequente Weiterentwicklung früherer Ausarbeitungen zu Gebrauch und Verständnis sozialmedizinischer Begriffe. Im Glossar wurden die aktuellen Entwicklungen der Sozialmedizin berücksichtigt.

Die Definition der Begriffe sowie deren fachliche Erläuterung über ihre Verwendung in der Sozialmedizin wurden trägerübergreifend abgestimmt. Des Weiteren waren auch Einrichtungen und Institutionen außerhalb der Rentenversicherung, beispielsweise die Bundesagentur für Arbeit, in diese Abstimmung mit einbezogen.

Projektgruppe "Qualitätssicherung der sozialmedizinischen Begutachtung"
Ausgehend von einer Analyse aller Qualitätssicherungsaktivitäten, die von den Rentenversicherungsträgern im Bereich der sozialmedizinischen Begutachtung eingesetzt werden, hat die Projektgruppe ein Konzept für eine umfassende und trägerübergreifend einheitliche Qualitätssicherung erarbeitet. Im Zentrum des Konzepts steht die Ergebnisqualität sozialmedizinischer Gutachten als Produkte des Begutachtungsprozesses.

Das Qualitätssicherungskonzept ist als Peer-Review Verfahren konzipiert. Die Erfassung der Qualität von Gutachten erfolgt mittels Qualitätskriterien. Diese bilden die überprüfbare Ergebnisqualität der sozialmedizinischen Begutachtungen ab. Das Konzept enthält detaillierte Angaben zur Vorgehensweise bei der Qualitätsprüfung sowie zur Methodik der Bewertung.

Projektgruppe "Selbstauskunftsbogen zum Leistungsantrag"

Die Projektgruppe hat ein Konzept und einen darauf basierenden Muster-Entwurf für einen Selbstauskunftsbogen erarbeitet. Grundlage für die gesamte Projektarbeit war eine detaillierte Analyse aller Selbstauskunftsbögen und vergleichbarer Instrumente bzw. Formulare, die bisher von den Rentenversicherungsträgern im Antrags- und Leistungsfeststellungsverfahren eingesetzt werden.

Im Selbstauskunftsbogen wird der Versicherte gebeten, Fragen zur Person, zu den Gründen der Antragstellung und zur eigenen Krankengeschichte zu beantworten. Aufgrund seiner Konzeption ist der Bogen sowohl für Antrags- und Leistungsfeststellungsverfahren in den Bereichen Rehabilitation wie auch Rente wegen Erwerbsminderung nutzbar.

Projektgruppe "Leitlinien für die sozialmedizinische Begutachtung"

Die Projektgruppe hat einen Vorschlag für ein Verfahren zur Entwicklung bzw. Weiterentwicklung von (1) Leitlinien für den Rehabilitationszugang bei Leistungen zur Teilhabe sowie von (2) Leitlinien zur sozialmedizinischen Begutachtung der Leistungsfähigkeit im Erwerbsleben erarbeitet. Dieser Vorschlag beschreibt einen umfänglichen trägerübergreifenden Konsensprozess der Anwender von Leitlinien.

Die Auswahl der Leitlinienthemen erfolgt in einem vorangehenden Priorisierungsprozess. Hierbei werden die möglichen Leitlinienthemen anhand ihrer Bedeutung für den Versicherten, für die Solidargemeinschaft, für den Leitlinienanwender und der sozialmedizinischen Aktualität des Themas gesammelt und in eine Rangfolge für die nachfolgende Bearbeitung gebracht.

Downloads

zusätzliche Informationen

Meinen Rentenversicherer finden:

Ihre Sammelmappe

Hier gelangen Sie zur Sammelmappe, in der sich alle Publikationen befinden, die Sie bisher zur Bestellung / zum Download vorgemerkt haben.