GSB Standardlösung

Hinweis zur Verwendung von Cookies

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weitere Informationen zum Datenschutz erhalten Sie über den folgenden Link: Datenschutz

OK

  1. Startseite Baden Württemberg
  2. Presse
  3. Pressemitteilungen
  4. Finanzlage der gesetzlichen Rentenversicherung und Leistungsverbesserungen in den Fokus gerückt

Finanzlage der gesetzlichen Rentenversicherung und Leistungsverbesserungen in den Fokus gerückt

Vertreterversammlung der DRV Baden-Württemberg tagte in Stuttgart

Datum: 14.12.2018

Die Vertreterversammlung, das Parlament der Deutschen Rentenversicherung (DRV) Baden-Württemberg, verabschiedete am 14. Dezember 2018 in Stuttgart mit 21,6 Milliarden Euro den zweitgrößten Haushalt des Bundeslandes. Der Großteil der Einnahmen stammt aus Beiträgen. Auf der Ausgabenseite bilden Rentenzahlungen mit rund 17,7 Milliarden Euro die mit Abstand größte Position. Für medizinische und berufliche Rehabilitation hat die DRV im Land über 548 Millionen Euro eingeplant.

Mütterrente: Vollständige Finanzierung aus Steuermitteln gefordert

Die aktuelle Finanzsituation der gesetzlichen Rentenversicherung stellte der alternierende Vorsitzende des Vorstandes, Martin Kunzmann, dar. Die Rentenversicherung habe bundesweit zum Jahresende 2018 etwa 38 Milliarden Euro als Rücklage: ein Finanzvolumen, das etwa 1,77 Monatsausgaben der Rentenversicherung entspricht. Ihr Rückgang sei jedoch vorhersehbar, denn der zum 1. Januar 2019 in Kraft tretende „Rentenpakt I“ bringe zwar viele Leistungsverbesserungen, führe aber auch zu erhöhten Ausgaben der gesetzlichen Rentenversicherung. Kunzmann bedauerte, dass der Gesetzgeber – wie schon bei der Mütterrente 2014 – nicht bereit ist, diese gesamtgesellschaftliche Aufgabe mit einem zusätzlichen jährlichen Ausgabevolumen von 3,8 Milliarden Euro aus Steuermitteln zu finanzieren. Kunzmann betonte, dass durch das Abschmelzen der Rücklage mittelfristig eine deutliche Erhöhung des Beitragssatzes der Rentenversicherung unausweichlich werde.

Reformprojekte: Altersvorsorgepflicht für Selbstständige sowie Grundrente

Dr. Reinhold Thiede, Leiter des Geschäftsbereichs Forschung und Entwicklung der DRV Bund in Berlin, berichtete der Vertreterversammlung, dass die Mitte 2018 von der Bundesregierung eingesetzte Rentenkommission an der Weiterentwicklung der gesetzlichen Rentenversicherung arbeite. Ein wichtiges Ziel sei, in den nächsten Jahrzehnten die Zahlung angemessener Renten zu gewährleisten, ohne dabei die Beitragszahler zu überlasten. Außerdem plane die Bundesregierung weitere Reformprojekte im kommenden Jahr. Hierbei gehe es um eine Altersvorsorgepflicht für Selbstständige, die nicht schon anderweitig abgesichert sind, sowie eine Verbesserung für Versicherte, deren Alterseinkommen trotz langjähriger Beiträge nicht oder nur unwesentlich über einer Grundsicherung liegt.

Moderner Dienstleister: Digitalisierung und bauliche Veränderungen

Der Vorsitzende der Geschäftsführung, Andreas Schwarz, informierte die Vertreterversammlung über Fortschritte bei der Digitalisierung von Arbeitsabläufen im Haus. Die DRV Baden-Württemberg habe ihre ehrenamtlichen Versichertenberaterinnen und –berater mit der erforderlichen Online-Technik ausgestattet, um digitale Aufnahme und Übermittlung von Anträgen zu gewährleisten. Bei Rehabilitationsanträgen und Reha-Prozessen in der DRV sowie bei Anträgen auf Altersrente und Kindererziehungszeiten seien entsprechende Dokumentenworkflows bereits pilotiert. Anfang 2019 beginne die DRV mit dem Scannen der Eingangspost, so Andreas Schwarz. Als moderner Dienstleister schafft die DRV parallel dazu zeitgemäße, gesunde Arbeitsplätze. In Stuttgart-Freiberg laufen die Arbeiten des Neubaus nach Plan. Bis zum Jahresende werden Dach und Fassade des Neubaus fertig sein. Bis Mitte 2019 werden rund 1000 Umzüge erfolgen – eine logistische Leistung, hob Schwarz hervor. Auch in Karlsruhe beginnen erste Umbau- und Sanierungsarbeiten im März 2019.

Die Deutsche Rentenversicherung Baden-Württemberg ist Ansprechpartner für rund 6,6 Millionen Rentenversicherte und zahlt monatlich rund 1,5 Millionen Renten aus. Mit ihrem versicherten- und arbeitgeberfreundlichen Beratungsnetz ist sie in Baden-Württemberg in allen Fragen der Prävention, Rehabilitation, Altersvorsorge und Rente der kompetente regionale Ansprechpartner.