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Rentenpolitische und digitale Herausforderungen

Vertreterversammlung der DRV Baden-Württemberg in Karlsruhe

Erscheinungsdatum: 20.07.2018

Tablets und Smartphones

Die Vertreterversammlung der Deutsche Rentenversicherung (DRV) Baden-Württemberg am 20. Juli in Karlsruhe stand ganz im Zeichen der rentenpolitischen Projekte der Bundesregierung und des Wandels der Kundenbeziehung durch die Digitalisierung.

In seiner Rede ging Vorstandsvorsitzender Joachim Kienzle darauf ein, dass die gesetzliche Rentenversicherung trotz der Beitragssatzsenkung gut dastehe. Dies sei der positiven Wirtschaftslage zu verdanken. Allerdings müsse künftig von Mehrausgaben und damit von einem Absinken der Finanzreserven ausgegangen werden, da die Bundesregierung mehrere kostenintensive Gesetzesänderungen plane.

Andreas Schwarz, Vorsitzender der Geschäftsführung der DRV Baden-Württemberg, stellte in seinem Bericht die rentenpolitischen Vorhaben der Bundesregierung in den Mittelpunkt. Zwar seien sowohl die Verbesserung der Situation erwerbsgeminderter Menschen als auch die sogenannte Mütterrente II zu begrüßen. „Allerdings darf aus unserer Sicht die Finanzierung der Maßnahmen nicht erneut zu Lasten der Beitragszahler gehen“, betonte Schwarz. Allein die geplante Mütterrente II werde die Rentenversicherung in 2019 voraussichtlich rund 3,7 Milliarden Euro kosten.

Eine weitere Herausforderung aus Sicht der DRV sei die Digitalisierung. „Abläufe sollen für die Kunden noch komfortabler und insgesamt schneller werden“, hob Andreas Schwarz hervor, der sein Haus in diesem Bereich bestens aufgestellt sieht. Dieses Thema erläuterten Mitarbeiterinnen der DRV am Beispiel von Videochat-Beratungen und stellten die Zukunft weiterer elektronischer Kommunikationsmöglichkeiten vor. Bei allen Maßnahmen gehe es auch darum, die Bearbeitungszeiten im Interesse der Kunden zu verkürzen.

Katrin Schütz, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg, ging in ihrem Grußwort ebenfalls auf die digitale Transformation ein: „Die Digitalisierung steht für tiefgreifende Veränderungen. Sie ist für unser Land, für die Wirtschaft und unsere Gesellschaft Herausforderung und Chance zugleich.“

Ziel sei, in Baden-Württemberg gute Rahmenbedingungen für die Wirtschaft zu schaffen und die Unternehmen bei der digitalen Transformation zu unterstützen. „Die Digitalisierung der Sozialversicherung bringt große Fortschritte für die Versicherten und die Unternehmen. Denn sie kann ganz erheblich dazu beitragen, Bürokratiekosten zu senken, Arbeitsaufwand zu reduzieren und schlussendlich die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu erhöhen“, hob Schütz hervor.

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