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Bäder- und Rehatour 2016

Im Tourtagebuch berichten die Teilnehmer von ihren Erlebnissen.

Tag 9: Von Krumbach nach Kirchheim unter Teck (115 Kilometer)

Früh am Morgen - bei noch angenehmen Temperaturen - brachen wir zur Schlussetappe nach Kirchheim auf. Im Laufe des Tages stieg das Thermometer auf über 30 Grad an.

Sieben Radfahrer stehen mit ihren Rädern an einer weißen Linie auf der Straße.
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Bedanken möchten wir uns an dieser Stelle bei Routenplaner Fritz Schlicht. Bis auf ein paar Strecken, an denen es nicht möglich war, fuhren wir immer auf Radwegen oder kleinen Nebenstraßen. Das war für uns Radler in einer großen Gruppe sehr angenehm und schaffte Raum um miteinander intensiv sprechen zu können. Die Schlussetappe war so gut geplant, dass der notwendige Aufstieg auf die Schwäbische Alb deutlich harmloser ausfiel, als wir zunächst angenommen haben. Hubert hatte am Morgen unseren Dreiradler Marco so motiviert, dass so mancher gesunde Radler kämpfen musste, um an der Gruppe dranzubleiben.

Fünf Personen in roten Radlershirts stehen auf einem Parkplatz.
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Weil wir unterwegs auf unserer Radroute keine Gartenwirtschaft gefunden hatten, verzögerte sich die letzte Pause sehr lange. Wir landeten dann rund 12 Kilometer vor dem Ziel in Bad Boll, um den großen Flüssigkeitsverlust wieder ausgleichen zu können.

Mehrere Radfahrer von hinten aufgenommen auf einer ebenen Straße mit Wiesen am Rand.
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Unfallfrei, zufrieden und ein bisschen müde erreichten wir Kirchheim, wo uns unser Fahrer Josef empfing und mitteilte, dass der Schlüssel des Anhängers verloren ging. Geschickt – wie Josef nun mal ist – hat er ohne vernünftiges Werkzeug den Hänger geöffnet, sodass jeder sein Reisegepäck in Empfang nehmen und den teilweise weiten Nachhauseweg antreten konnte.

So endete die 9. Reha- und Bädertour ohne größeren Unfall und wird sicher vielen in guter Erinnerung bleiben.

Tag 8: Von Reutte nach Krumbach (114 Kilometer)

Die Übernachtung im ruhig gelegenen Tannenhotel mit seinen Mehrbettzimmern war besser als zunächst befürchtet. Selbst die Belegung mit 14 Mann im Obergeschoss verlief problemlos. Den steilen Fußweg am Vorabend zum Berggasthof – mit Allgäuer Kässpätzle und grünem Salat – haben alle ebenfalls gut überstanden. Unser Fahrer Josef war mit Auto behilflich - für die, die schlecht zu Fuß waren.

Ein großer See, umgeben von mehreren Bäumen. Im Vordergrund befindet sich eine große Wiese mit zwei Hügeln und im Hintergrund eine Bergkette.
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Weiter ging es über kleine Nebenstraßen zunächst durchs Oberallgäu und dann ins Unterallgäu. Als Radler erkennt man spürbar den Unterschied – das Gelände wurde flacher und die Sicht auf die Alpen ging verloren.

Eine Gruppe Radfahrer fährt auf einem geteerten Radweg zwischen Stoppeläckern. Am Horizont befindet sich ein Dorf mit Kirchturmspitze in der Mitte.
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Obwohl die Etappe recht lang war, kamen wir dennoch relativ früh in Krumbach an und konnten die verschiedenen Hotels beziehen und im schönen Biergarten miteinander plaudern. Die Temperatur war wie im Hochsommer und bescherte uns einen gemütlichen Schlussabend bei gutem bayrischem Essen in der Gartenwirtschaft.

Mehrere Radler vor einer Eingangstür. Sie befinden sich miteinander in Zweiergesprächen.
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Unser neuer Mitradler Uwe Keller, der mit seinem Dreirad beide langen Pässe bezwungen hat, bedankte sich bei allen Beteiligten für die Unterstützung und brachte mit strahlendem Lächeln zum Ausdruck, dass er einen seiner schönsten Urlaube mit uns verbracht habe.

Eine Gruppe Radfahrer vor einem Landgasthaus.
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Tag 7: Von Pfunds nach Reutte (104 Kilometer und 1445 Höhenmeter (über Hahntennjoch) beziehungsweise 89 Kilometer (Bustransfer)

Wow – schon wieder schönes Wetter und los ging es von unserem tollen Hotel in Pfunds Richtung Landeck. Beim ersten Halt raste Hubert mit der einen Truppe davon – sie mussten auf die Verpflegung verzichten. Bis Landeck ging es hügelig aber stetig bergab auf einem wunderbar angelegten Radweg.

Einige Radler machen Rast auf einem Parkplatz. Sie stehen mit ihren Fahrrädern unter einem Baum, der Schatten spendet.
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Den zweiten Halt gab es in Zams - man konnte schon die Anspannung der Passfahrer spüren. In Imst trennten sich dann die Gruppe mit dem Bustransfer über den Fernpass und die Radlergruppe übers Hahntennjoch.

Eine Gruppe Radfahrer macht Pause auf einer Landstraße. Im Hintergrund sind mehrere hohe Berge.
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Laut der Aussage von einigen Beteiligten waren die Busfahrer abenteuerlich unterwegs. Die Räder (teilweise Carbonräder) wurden auf den Anhänger ohne weitere Befestigung einfach nebeneinander gestellt! Offensichtlich ging aber alles gut.

Zwei Radler fahren eine steile Straße durch die Berge hinauf.
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Das Hahntennjoch forderte Höchstleistung von allen Radlern. Schon im Ort gab es Rampen mit 15 Prozent Steigung. Uwe Keller – unser Dreiradfahrer – kämpfte sich ebenfalls über den Berg und war berechtigterweise danach mächtig stolz.

In unserem Hotel angekommen mussten wir flott die Lagerzimmer beziehen und schnell duschen, denn das Abendessen oben am Berg wartete schon. Es ging dann rund 20 Minuten mit schweren Beinen den Berg hinauf zum Frauensee. Die Kässpätzle und der grüne Salat waren köstlich und genau das richtige Radleressen an diesem anstrengenden Tag.

Tag 6: Von St. Moritz nach Pfunds (103 Kilometer und 550 Höhenmeter)

Die Radlergruppe vor einem kleinen grünen Hang.
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Gemeinderätin Susi Wiprächtiger, die uns gestern Abend empfangen hatte, verabschiedete uns um 9 Uhr vor der Jugendherberge in St. Moritz in Richtung Unterengadin. Priska Stamm von Softsolution, die in hervorragender Weise die Empfänge in der Schweiz koordiniert hatte, unser Mitradler Dr. Ulli Clever und der sehr sympathische und fitte Paralympic-Teilnehmer Armin Köhli stiegen an diesem Tag von der Tour aus, ließen es sich aber nicht nehmen, die Gruppe am Start anzufeuern.

Landschaftsbild mit einem kleinen Dorf im Vordergrund und einigen Bergen im Hintergrund.
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Zunächst fuhren wir am See entlang. Bei stahlblauen Himmel und kühlen 9 Grad genossen wir den Blick auf St. Moritz und die wunderschöne Berglandschaft. Die Fahrt ging durch St. Mortitz, über Celerina an der Bobbahn entlang in die Ebene des Unterengadins. Der äußerst anstrengende Vortag saß einigen Radlern noch in den Knochen und so entschlossen wir uns, nicht den Radweg – der unbefestigt ist und sich sehr hügelig erweist – sondern die Straße zu nutzen.

Einige Radler und ein Auto auf einer Straße mit Hügeln und Bergen im Hintergrund.
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Stetig bergab ging die Route - bis auf wenige „kleinere“ Steigungen. Der Verkehr und die vielen Straßenbaustellen kosteten dennoch Energie und forderten einige Pausen. An der Grenzstation St. Martin (am Abzweig zum Reschenpass) gab es am Kiosk mit Kaffee und Eis einen Energieschub, um die letzten 15 Kilometer noch zu bezwingen.

Sechs Radfahrer sitzen auf einer Bad vor einer Fassade aus Holz und Glas, einer hat eine Kaffeetasse vor sich.
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Schließlich genossen wir auf der Sonnenterrasse unseres Hotels den sonnigen und schönen Ausklang der heutigen Etappe.

Tag 5: Von Davos nach St. Moritz (81 Kilometer und 1800 Höhenmeter)

Bei Sonnenschein und kühlen 9 Grad starteten wir auf die lange Abfahrt Richtung Tiefencastel. Die Tunneldurchfahrt mit 2,7 Kilometer Länge beeindruckte einige unserer Mitradler, ging jedoch problemlos vonstatten.

Ein Mann fährt auf dem Fahrrad eine Bergstraße hoch.
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Dann kam der Einstieg in den 21 Kilometer langen Albulapass. In kleineren Gruppen ging es den sehr anstrengenden, aber immer interessanten Pass hinauf. Ab Bergün auf 1300 Metern Höhe ließen sich 10 Radler auf das Erlebnis ein, mit der Rhätischen Bahn zu fahren. Die Zugfahrt in steilen Kurven mit vielen Tunnels ist schließlich einzigartig,

Zwei Personen auf einem Tandem auf der Straße an einem Bergpass.
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Mehr als 20 Teilnehmer fahren über den 2300 Meter hohen Pass. Hubert Seiter und Marco Longobucco kämpften zu zweit auf dem Tandem und waren beide sichtlich gezeichnet – Respekt für diese Leistung.

Drei Männer in roten Trikots auf dem Fahrrad auf einer Straße. Im Hintergrund ein bewaldeter Berghang.
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Die Passabfahrt machte sichtlich Spaß und endete in La Punt, wo sich die Rennradler im Sonnenschein Kuchen und Kaffee gönnten. Die weitere Fahrt ging über Celerina an der Naturbobbahn von St. Moritz entlang, mit beeindruckenden Steilkurven.

Zwei Frauen und ein Mann im Gespräch in einem größeren Raum.
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Noch vor dem Duschen ging es in Radmontur zum Empfang ins Forum Paracelsus. Susi Wiprächtiger, Gemeinderätin von St. Moritz, brachte uns – nach einem köstlichen Snack – die Geschichte von St. Moritz näher. Zunächst war St. Moritz ein Bäderort. Im Jahr 1411 wurden dann Heilquellen entdeckt. Das heilige Wasser lockte im Sommer Gäste an. Clevere Wirte versuchten die treuen Gäste aus dem Ausland auch im Winter nach St. Moritz zu holen. So waren es dann Engländer, die den Wintersport erfunden haben, der dem Ort zu Weltruhm verholfen hat. Zitat unseres Schweizer Mitradlers Armin Köhli: „Die Engländer haben das Skifahren zwar erfunden, können tun sie es aber nicht.“

Müde und entspannt genossen wir den Abend in der Jugendherberge.

Tag 4: Von Maienfeld nach Davos (50 Kilometer und 1266 Höhenmeter)

Zwei Radfahrer in Regenkleidung auf einem Parkplatz.
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Kräftig regnete es, als wir unser schönes Heidilandhotel in Richtung Davos verlassen haben. Unser Guide Armin führte uns zunächst eben zum engen Einstieg ins Tal Richtung Klosters. Fortan ging es stetig und später recht heftig bergauf. Die Gruppe zog sich aufgrund der Steigung weit auseinander. Für einige unserer Teilnehmer war der Wolfgangpass der erste richtige Pass in ihrem Radlerleben. Die Kälte – rund 12 Grad – und Nässe zog kräftig Energie und forderte so manchen richtig heraus. Die Freude den Berg bewältigt zu haben, lies die Strapazen jedoch wieder schnell vergessen. Unsere Rennradler kamen mit Armin über eine Stunde früher als der Rest der Gruppe in der Hochgebirgsklinik Davos Wolfgang an. Die Klinikleitung sorgte trotz der frühen Ankunft für Bademäntel sowie warmen Tee und Kaffee.

Fünf Radfahrer fahren auf einer Straße durch den Wald.
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Markus Gautschi, Direktor der Hochgebirgsklinik Davos, begrüßte uns und stellte das breite Angebot der Klinik vor. Aufgrund der Höhenlage (über 1600 Meter) ist die Allergiebehandlung einer der Schwerpunkte. Die Klinik engagiert sich zudem aktiv in der Allergieforschung.

Mehrere Radfahrer in Regenbekleidung vor einen Restaurant-Schild.
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Die Weiterfahrt zur Jugendherberge in Davos war kurz und kalt. Nach dem köstlichen Abendessen in der Jugendherberge wurden wir im Rathaus in der Großen Stube empfangen. Herbert Mani, Landrat und Vorsteher des Departements Gesundheit, sowie Dr. med. Thomas Kehl, Vorsitzender der Geschäftsleitung Züricher RehaZentren Davos, stellten uns anschaulich das Leistungsspektrum des Alpinen Gesundheitsplatzes Davos vor. Bis in die 1960er Jahre gab es im Lungenkurort Davos 34 Kliniken – heute sind es noch drei Kliniken. Davos hat sich inzwischen sehr vielfältig aufgestellt und ist neben dem Wintersport auch als Kongresszentrum weltbekannt. Beide Redner zollten uns großen Respekt für die Leistung und vor allem den Grundgedanken „zeigen was mögich ist“ per Rad in die Welt zu tragen.

Ein holzgetäfelter Saal, in dem etwa 30 Menschen sitzen.
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Tag 3: Von Wangen nach Maienfeld in der Schweiz (101 Kilometer und einige Höhenmeter)

Mehrere Radfahrer radeln auf einem Damm entlang. Im Hintergrund ist ein hoher Berg.
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Schon früh am Morgen verabschiedete uns Landtagsabgeordneter Raimund Haser in Richtung Bodensee. Die kleinen Weiler entlang der wunderschönen Strecke und der Blick auf die Alpen bei bestem Wetterbedingungen waren nicht zu toppen.

In Bregenz im Strandbad gab es Kaffee und Kuchen mit Seeblick. Gut gestärkt fuhren wir den viel befahrenen Seeradweg Richtung Rhein. Auf dem Rheindamm ging es dann mit flotter Fahrt Richtung Süden. Der nächste Halt war in Lichtenstein und machte unsere heutige Etappe zur Vier-Länder-Tour.

Zwei Personen in Radlerkleidung blasen in zwei Alpenhörner.
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Zurück auf schweizerischer Seite stießen Albin und Permilla zu uns, zwei Schweizer, die unsere vier Nordkap-Radler vor wenigen Wochen in Finnland kennengelernt hatten. Kurz vor unserer Ankunft in Bad Ragaz überraschten sie uns mit einem kleine Alphornkonzert auf dem Radweg.

Eine Radfahrergruppe macht gerade Pause vor einem alten Gebäude mit Torbögen.
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In Bad Ragaz gab es einen herzlichen Empfang für uns Radler. Der Gemeindepräsident (bei uns der Bürgermeister) Daniel Bühler stellte uns seine kleine, aber in der Reha-Szene sehr bekannt Gemeinde vor. Bad Ragaz erschloss sich schon 1840 das nahegelegene Thermalwasser und schaffte die Grundlage für die Ansiedlung von Reha-Kliniken. Neben einem medizischen Zentrum gibt es auch die Kliniken Valens, deren Geschäftsführer, Till Hornung – ein Ulmer - uns das breite Angebotsspektrum näher brachte. Er hob vor allem die guten Verbindungen zu den Akutkliniken hervor.

Mehrere Radfahrer stehen vor einer Klinik und unterhalten sich.
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Tag 2: Von Obermarchtal nach Wangen (83 Kilometer und 785 Höhenmeter)

Die Gruppe der Radfahrer vor einem Wald. Einige stehen, einige sitzen davor auf dem Boden.
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Natürlich bei bestem Wetter und mit guter Laune starteten wir von der gepflegten Klosteranlage Obermarchtal unseren zweiten Tag. Das wunderschöne Oberschwaben bescherte hügeliges Gelände auf schönen kleinen verkehrsarmen Nebensträßchen.

Zu unserem ersten Zwischenstopp kamen wir pünktlich in die Federseeklinik in Bad Buchau, wo uns das Mitarbeiterteam mit der Verwaltungsleiterin Silke Lorenz-Madlener und Bürgermeister Peter Diesch freundlich zu einem zweiten Frühstück empfing.

Weiter ging die Fahrt nach Aulendorf zum nächsten Stopp ins Parksanatorium, Fachklinik für onkologische Rehabilitation. Oberärztin Dr. Aurora Poll empfing uns in Vertretung von Chefarzt Dr. Christian Duncker, der nun erstmals als Tourteilnehmer in unsere Runde aufgenommen wurde. Im sonnigen und grünen Garten erläuterte uns unsere Mitradlerin und Klinikdirektorin Katharina Sinz das Leistungsspektrum der Klinik. Eva Cluss als regionale Selbsthilfevertreterin nahm sich ebenfalls Zeit für uns.

Mehrere Personen im Gespräch, eine Frau ist ganz in weiß gekleidet.
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Rolf Gölz – ehemaliger deutscher Radprofi und mehrfacher Tour de France Etappensieger – begleitete uns zusammen mit zwei Handbikern aus Bad Waldsee weiter Richtung Wangen. Dort wurden wir vom Team der Klinik und Klinikleiter Alwin Baumann sowie von den Mitarbeitern des Regionalzentrums Ravensburg mit Ihrer neuen Leiterin Marlene Gegenbauer mit tollen selbstgemachten Fruchtshakes empfangen.

Henriette und Vanessa – beide Rehabilitandinnen – fuhren mit unserem Hubert Seiter mit viel Spaß auf dem Tandem.

Zum Abendessen trafen wir uns im Katholischen Gemeindehaus. Oberbürgermeister Michael Lang vermittelte uns sehr anschaulich die bisher sehr gut gelungene Ausrichtung von Wangen, mit dem Ziel, die Innenstadt mit kleinen Einzelhandelsbetrieben zu beleben. Landtagsabgeordnete Petra Krebs unterstrich in ihrem Grußwort die Bedeutung und Wichtigkeit der Reha und zollte den Tourteilnehmern großen Respekt für das Engagement und die sportliche Leistung. Der Abend schloss mit einer Führung durch Wangen, die Lust auf einen weiteren Besuch in dieser lebendigen und schönen Kleinstadt machte.

Mehrere Personen vor einer Gaststätte, ein Mann hält einen großen Scheck in der Hand.
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Tag 1: Von Kirchheim unter Teck nach Obermarchtal (83 Kilometer und 780 Höhenmeter)

Die Radlergruppe vor dem Stand der AOK
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Pünktlich um 10 Uhr startete die 9. Bäder- und Rehatour des Krebsverbandes Baden-Württemberg an der AOK Neckar-Fils in Kirchheim unter Teck. Großer Dank gilt an dieser Stelle dem engagierten Bewirtungsteam unter Leitung von Jan-Lennart Löffler. Christine Fischer vom Landratsamt Esslingen sorgte mit ihrem motivierenden Grußwort für einen gelungenen Start der knapp 40 Radlerinnen und Radler. Auf den ersten Kilometern begleitete uns erfreulicherweise Willi Rudolf, Behindertenbeauftragter des Landkreises Tübingen, mit seinem Elektro-Rollstuhl.

Der Albaufstieg wurde uns mit Zwetschgenkuchen und Kaffee in Grabenstetten bei „Ochsen Beck“ versüßt. Nach dieser ersten Stärkung erreichten wir gegen Mittag den Höhepunkt des Tages, die Gedenkstätte Grafeneck. In der Tötungsanstalt Grafeneck bei Gomadingen im baden-württembergischen Landkreis Reutlingen wurden im Jahr 1940 ährend der nationalsozialistischen Krankenmorde, der so genannten Aktion T4, vom nationalsozialistischen Regime systematisch 10.654 behinderte Menschen ermordet. Sie kamen vor allem aus Bayern, Baden und Württemberg, aber auch aus Hessen und dem heutigen Nordrhein-Westfalen.

Der Historiker Thomas Stöckle konnte gar nicht auf die vielen Fragen eingehen, weshalb Landrat Thomas Reumann spontan zu einem intensiveren Gesprächsaustausch nach der Fahrradtour eingeladen hat. Anschließend folgte die Abfahrt in das Große Lautertal, das mit seinen Burgen und dem natürlichen Lauf der Großen Lauter zu den schönsten Tälern Süddeutschlands zählt. Gegen Abend erreichten wir die Donau und damit unser Ziel, das Kloster Obermarchtal.

Mehrere Personen stehen auf einer Wiese, eine Person sitzt im Rollstuhl.
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