Deutsche Rentenversicherung

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Newsletter 1/2018

Hier finden Sie Informationen zu steuerlichen Förderungsmöglichkeiten, Altersvorsorge, Betrieblicher Gesundheitsförderung und dem anstehenden Reha-Kolloquium.

Altersvorsorge

Steuerersparnis im Erwerbsleben und mehr Rente im Alter? - Ergänzende Vorsorge macht es möglich

Seit Beginn diesen Jahres haben Beschäftigte die Möglichkeit, bis zu 8 Prozent ihres Jahresgehalts steuerfrei in ihre Altersvorsorge zu investieren. Wir informieren Sie genauer über die staatlichen Fördermöglichkeiten

Zum Jahreswechsel haben sich Änderungen bei der betrieblichen Altersvorsorge und der Riesterrente ergeben. Da eine zusätzliche Altersvorsorge aufgrund der Absenkung des Rentenniveaus in der gesetzlichen Rentenversicherung immer mehr an Bedeutung gewinnt, möchten wir Sie über die wesentlichen Veränderungen informieren:

Die Betriebliche Altersvorsorge gewinnt mit dem Betriebsrentenstärkungsgesetz vom 17. August 2017 an Bedeutung. Es besteht grundsätzlich ein Rechtsanspruch auf Entgeltumwandlung. Dabei können die Beschäftigten vom Arbeitgeber verlangen, von seinem Gehalt bis zu 8 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze (bis 31.12.2017 max. 4 Prozent) für eine betriebliche Altersvorsorge einzusetzen. Die Beiträge können komplett steuer- als auch bis maximal 4 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze sozialversicherungsfrei sein. Die erworbenen Anwartschaften sind aufgrund eigener Beitragsleistung ab dem ersten Euro unverfallbar, dies bedeutet, dass die erworbenen Anwartschaften, zum Beispiel bei einem Arbeitgeberwechsel, mitgenommen werden können. Dazu sind diese Beträge vor einer möglichen Insolvenz des Arbeitgebers geschützt. Die Verwaltungskosten bei einer betrieblichen Altersvorsorge sind häufig geringer, da der Arbeitgeber den Vorteil von Gruppenrabatten nutzen kann, wenn er zum Beispiel alle Beschäftigen bei dem gleichen Versicherungsunternehmen absichert.

Die Riesterrente ist bereits Anfang 2002 eingeführt worden und die bekannteste Form der zusätzlichen geförderten privaten Altersvorsorge. Die Vorteile liegen bei ihr in der Gewährung von Zulagen von staatlicher Seite sowie einer eventuellen ergänzenden Steurersparnis aufgrund eines gesonderten Sonderausgabenabzuges bei der Steuererklärung. Zu der jährlichen Grundzulage in Höhe von 175 EUR (neu ab 01.01.2018 - vorher 154 EUR) kommt bei Familien mit Kindern noch eine jährliche Kinderzulage pro Kind in Höhe von 185 EUR für vor 2008 geborene Kinder dazu. Für ab 2008 geborene Kinder beträgt diese Zulage sogar 300 EUR jährlich pro Kind. Außerdem können junge Menschen noch einmalig vom Berufseinsteigerbonus in Höhe von 200 EUR profitieren. Dieser wird im Jahr des Abschlusses des Riester-Vertrages auf diesen Vertrag eingezahlt, sofern der Zulagenberechtigte nicht älter als 25 Jahre alt ist. Diese Zulagen werden dann in voller Höhe gezahlt, wenn jährlich der Mindesteigenbeitrag in Höhe von 4 Prozent der maßgebenden Einnahmen (begrenzt auf maximal 2.100 Euro im Jahr) abzüglich der Zulagen auf den Riestervertrag eingezahlt wird. Der Mindesteigenbeitrag beträgt jedoch 60 Euro im Jahr. Im Rahmen der jährlichen Einkommensteuererklärung, kann es dann noch zu einer Steuerersparnis aufgrund des Sonderausgabenabzuges kommen.

Ergonomische Büroausstattung

Wir informieren über den aktuellen Stand zur Beschaffung einer ergonomischen Büroausstattung und deren rechtlichen Hintergründe

Nach § 4 des Arbeitsschutzgesetzes (ArbSchG) in Verbindung mit § 3a der Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) hat der Arbeitgeber beim Betreiben und Einrichten von Arbeitsstätten den Stand von Technik, Arbeitsmedizin und Hygiene, die ergonomischen Anforderungen sowie sonstige gesicherte arbeitsmedizinische Erkenntnisse zu berücksichtigen.

§ 4 Arbeitsschutzgesetz

Diese Dynamikklausel eröffnet den Arbeitgebern einen Spielraum für die Art, wie er die Arbeitsplätze nach zeitgemäßen Maßstäben - hier ergonomisch - ausstatten kann, um den Anforderungen der Arbeitsschutzbestimmungen zu genügen. Welche Arbeitsmittel dem neuesten Stand der Technik, Ergonomie etc. entsprechen, veröffentlicht die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BauA) bzw. die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) in ihren DGUV Informationen.

DGUV-Informationen

Im Anhang, Ziffer 6.1, Abs. 2 und 3 der ArbStättV ist geregelt, dass den Beschäftigten bei Bildschirmarbeitsplätzen ein Wechsel der Körperhaltung durch Mischtätigkeit oder durch zusätzliche Pausen zu ermöglichen ist.

Anhang zur Arbeitsstättenverordnung

Sind solche arbeitsorganisatorischen Maßnahmen nicht möglich, so hat der Arbeitgeber andere Maßnahmen zu ergreifen, die einen gleichen Gesundheitsschutz erzielen. Dies kann beispielsweise die Ausstattung des Arbeitsplatzes mit einem Stehpult zusätzlich zum Tisch sein. Eine weitere Maßnahme wäre die Ausstattung mit einem elektrisch höhenverstellbaren Tisch, wenn der Arbeitsablauf die Nutzung eines Stehpultes nicht zuließe. Ein Arbeitsstuhl, der den ergonomischen Anforderungen entspricht und standsicher ist, gehört stets dazu. 

Unabhängig hiervon kann bei schweren spezifischen Erkrankungen im Einzelfall ein behinderungsbedingter Mehrbedarf entstehen, der einen Anspruch auf Förderung von orthopädischen Spezialstühlen bzw. Sonderanfertigungen als Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben durch die Rentenversicherung begründet. Selbstverständlich wird in diesen Fällen der individuelle Bedarf geprüft.

Reha-Kolloquium

Vom 26. bis 28. Februar 2018 findet in München das Reha-Kolloquium der Deutschen Rentenversicherung und der Deutschen Gesellschaft für Rehabilitationswissenschaften (DGRW) statt.

Das Rahmenthema lautet dieses Jahr "Rehabilitation bewegt!". Damit wird der steigenden Bedeutung der Bewegungsförderung und der besonderen Rolle der Bewegungstherapie in der medizinischen Rehabilitation Rechnung getragen. 

In über 200 Vorträgen und 60 Poster-Präsentationen werden praxisrelevante Ergebnisse zur medizinischen und beruflichen Rehabilitation aus der Rehabilitationsforschung vorgestellt. Auch die Rehabilitation selbst darf nicht stillstehen. Reha-Konzepte und Reha-Strukturen müssen in Bewegung bleiben und stetig fortentwickelt werden.

Steuerliche Förderungsmöglichkeiten für Gesundheitsmaßnahmen

Wir zeigen Ihnen, wie Sie sich für die Gesundheit Ihrer Beschäftigten einsetzen und dabei Steuern sparen können

500 Euro im Kalenderjahr für betriebliche Gesundheitsförderung

Jeder Arbeitgeber in Deutschland hat einmal pro Jahr die Möglichkeit, einen steuer- und sozialversicherungsfreien Betrag in Höhe von maximal 500 Euro pro Mitarbeiter für Maßnahmen der Gesundheitsförderung einzusetzen.

Die Leistung muss zusätzlich zum Arbeitsentgelt erbracht werden. Dabei handelt es sich um Maßnahmen

  • der Primärprävention nach § 20 Abs. 1 SGB V oder
  • um Maßnahmen für die betriebliche Gesundheitsförderung nach § 20b SGB V

Dies sind z. B. innerbetriebliche Angebote, wie spezielle Rückenkurse oder Stressbewältigung am Arbeitsplatz. Allein die Mitgliedschaft in einem Fitnessstudio erfüllt die notwendigen Voraussetzungen allerdings nicht.Nähere Informationen finden Sie im Leitfaden Prävention des GKV-Spitzenverbandes.

44-Euro-Freigrenze für Sachbezüge

Eine Möglichkeit die sportliche Betätigung in einem Fitnessstudio zu unterstützen, liegt im Ausnutzen der Freigrenze für Sachbezüge, die aktuell bei 44 Euro pro Beschäftigten und Monat liegt. Voraussetzung ist, dass der Arbeitgeber Vertragspartner des Fitnessstudios ist oder dem Arbeitnehmer im Vorfeld einen Gutschein über maximal 44 Euro für den Besuch des Fitnessstudios überreicht.