Deutsche Rentenversicherung

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Newsletter 2/2018

Themen: Ergonomische Arbeitsplatzausstattung, Altersvorsorge, KMU-Netzwerk, berufsbegleitende Rehabilitation

Altersvorsorgegespräche

Wie hoch sind Ihre Nettoeinnahmen zum Renteneintritt - inklusive privater Vorsorge

In unseren Auskunfts- und Beratungsstellen oder auf Betriebssprechtagen bieten wir Altersvorsorgegespräche an, in welchen wir Ihnen individuelle Informationen zu Ihrem Nettoeinkommen nach Steuern geben. Hierbei fließen ebenfalls Ihre privat abgeschlossenen Vorsorgeprodukte mit ein, so dass Sie einen Überblick über Ihre voraussichtlichen Nettoeinnahmen im Rentenalter haben.

Die Deutsche Rentenversicherung bietet intensive Altersvorsorgegespräche in den Auskunfts- und Beratungsstellen sowie auf Betriebssprechtagen an. Hier wird individuell mit dem Kunden gemeinsam besprochen, wie hoch seine zukünftige gesetzliche Rente zum gewünschten Renteneintritt ist. Bei diesen Gesprächen fließen ebenso bereits abgeschlossene geförderte oder auch nicht geförderte Vorsorgeprodukte privater Anbieter mit ein. Im Ergebnis informieren wir hier unsere Kunden, wie hoch ihre voraussichtlichen Gesamteinnahmen zum Rentenbeginn nach Abzug von Kranken- und Pflegeversicherung sowie Steuern sein werden.

Ergänzend geben wir Hinweise wie die prognostizierten Einnahmen noch gesteigert werden können. Dies könnte z.B. durch die Einzahlung eines eventuellen Abschlages bei der Altersrente sein oder auch das Ausschöpfen von staatlichen Förderungsmöglichkeiten im Rahmen von Riester- oder Rüruprenten.

Um ein möglichst sachgerechtes Ergebnis mit dem Kunden zu erzielen, muss er sich im Vorfeld Gedanken zu seinem Bedarf im Alter machen (welche Kosten fallen im Rentenbezugsfall an und welche fallen eventuell weg - z.B. Fahrtkosten, Zweitwagen). Hierzu steht unseren Kunden ein Flyer zur Verfügung, der Unterstützung bei der Vorbereitung auf das Altersvorsorgegespräch leistet.

Ergonomische Büroausstattung

Wir informieren über den aktuellen Stand zur Beschaffung einer ergonomischen Büroausstattung und deren rechtlichen Hintergründe

Nach § 4 des Arbeitsschutzgesetzes (ArbSchG) in Verbindung mit § 3a der Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) hat der Arbeitgeber beim Betreiben und Einrichten von Arbeitsstätten den Stand von Technik, Arbeitsmedizin und Hygiene, die ergonomischen Anforderungen sowie sonstige gesicherte arbeitsmedizinische Erkenntnisse zu berücksichtigen

§ 4 Arbeitsschutzgesetz

Diese Dynamikklausel eröffnet den Arbeitgebern einen Spielraum für die Art, wie er die Arbeitsplätze nach zeitgemäßen Maßstäben - hier ergonomisch - ausstatten kann, um den Anforderungen der Arbeitsschutzbestimmungen zu genügen. Welche Arbeitsmittel dem neuesten Stand der Technik, Ergonomie etc. entsprechen, veröffentlicht die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BauA) bzw. die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) in ihren DGUV Informationen.

DGUV-Informationen

Im Anhang, Ziffer 6.1, Abs. 2 und 3 der ArbStättV ist geregelt, dass den Beschäftigten bei Bildschirmarbeitsplätzen ein Wechsel der Körperhaltung durch Mischtätigkeit oder durch zusätzliche Pausen zu ermöglichen ist.

Anhang zur Arbeitsstättenverordnung

Sind solche arbeitsorganisatorischen Maßnahmen nicht möglich, so hat der Arbeitgeber andere Maßnahmen zu ergreifen, die einen gleichen Gesundheitsschutz erzielen. Dies kann beispielsweise die Ausstattung des Arbeitsplatzes mit einem Stehpult zusätzlich zum Tisch sein. Eine weitere Maßnahme wäre die Ausstattung mit einem elektrisch höhenverstellbaren Tisch, wenn der Arbeitsablauf die Nutzung eines Stehpultes nicht zuließe. Ein Arbeitsstuhl, der den ergonomischen Anforderungen entspricht und standsicher ist, gehört stets dazu

Unabhängig hiervon kann bei schweren spezifischen Erkrankungen im Einzelfall ein behinderungsbedingter Mehrbedarf entstehen, der einen Anspruch auf Förderung von orthopädischen Spezialstühlen bzw. Sonderanfertigungen als Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben durch die Rentenversicherung begründet. Selbstverständlich wird in diesen Fällen der individuelle Bedarf geprüft.

Netzwerk KMU-Gesundheitskompetenz der AOK Nordost

BGM-Plattform für kleine und mittelständische Unternehmen

Kleinen und mittelständischen Betrieben fehlt es in der Praxis oft an zeitlichen und monetären Spielräumen um sich nachhaltig um das Wohlbefinden ihrer Beschäftigten zu kümmern. Dennoch bilden diese Unternehmen den Großteil aller Arbeitgeber ab. Die AOK Nordost hat ein Angebot geschaffen, um speziell auf die Bedürfnisse und Anforderungen dieser Zielgruppe einzugehen.

Im Netzwerk KMU – Gesundheitskompetenz für kleine und mittlere Unternehmen in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern tauschen sich inzwischen über 200 Unternehmen zu aktuellen Gesundheitsthemen aus. Die AOK Nordost kooperiert dabei mit der AOK Niedersachsen sowie in Berlin und Brandenburg mit den Unternehmensverbänden Berlin-Brandenburg und dem Deutschen Gewerkschaftsbund. Der Fokus liegt auf den drei Schwerpunkten: innerbetriebliche Unterstützung, Erfahrungsaustausch und Kompetenzentwicklung.

Die meisten Betriebe lassen sich individuell durch die AOK Nordost zum nachhaltigen Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) beraten. Nach der Erhebung der Gesundheitssituation mit unterschiedlichen Analyseverfahren erfolgt die Ableitung betriebsbezogener Handlungsempfehlungen und Umsetzung gesundheitsförderlicher Maßnahmen. Die Begleitung durch die AOK erstreckt sich dabei auf den gesamten Prozess und fokussiert neben verhaltenspräventiven Maßnahmen auf die Gestaltung von gesunden Arbeitsbedingungen.

Darüber hinaus können sich die Unternehmen betriebsübergreifend in Arbeitskreisen oder  Workshops austauschen. Dabei stehen neben den inhaltlichen Inputs vor allem die Erfahrungen der einzelnen Teilnehmer im Vordergrund. In 2018 stehen z. B. die Themen Betriebliches Eingliederungsmanagement, gesundheitsorientierte Führung oder Pflegende Mitarbeiter auf der Agenda. Weiterhin werden die Firmen auf Konferenzen zu aktuellen Gesundheitsthemen informiert. Neben Fachvorträgen von Vertretern aus Wissenschaft und Forschung kommen auch Unternehmen mit ihren „best practice Beispielen“ zu Wort. In diesem Jahr geht es dabei u. a. um Werte und deren Einfluss auf Gesundheit und Motivation sowie die Frage, wie sinnhaft erlebte Arbeit zur Gesunderhaltung beiträgt.

Außerdem bietet die AOK Nordost für die Netzwerkteilnehmer eine Qualifizierung zum betrieblichen Gesundheitscoach an. In den ganz tägigen Seminaren steht neben der Vermittlung von Grundlagen zum BGM, der Erfahrungsaustausch der Teilnehmer im Vordergrund. Mit diesem Angebot werden die Teilnehmer/​innen befähigt, das Gesundheitsmanagement im eigenen Unternehmen aufzubauen und kontinuierlich weiter zu entwickeln. Seit 2010 haben zahl­reiche Unternehmens­vertreter am Gesundheitscoach teilgenommen und neue Impulse erhalten um BGM in ihren Firmen nachhaltig zu verankern. Allein in diesem Jahr haben bereits über 40 Teilnehmer die Ausbildung begonnen. Die nächste Qualifizierungsreihe startet im zweiten Halbjahr 2018. Einen gelungenen Einblick bietet der Clip zur Qualifizierung.

Aktuelle Termine im zweiten Halbjahr 2018

Netzwerkkonferenz  „Arbeit – Gesundheit – Sinnerleben“ Wie sinnhaft erlebte Arbeit zur Gesunderhaltung beiträgt.  

  • 13. - 14.09.2018, Rostock Warnemünde

Workshop „Gesundheitsorientierte Führung im Wandel der Arbeitswelt“

  • 27. – 28.06.2018, Schorfheide
  • 07. – 08.11.2018, Schorfheide

Einführungsseminar BEM und Unterstützungsmöglichkeiten der Unfallversicherug

  • 04.10.2018, Schorfheide

Wegweiser/-in für Pflege im Betrieb“

  • 29.08.2018, Waren
  • 10.10.2018, Berlin

Qualifizierung zum betrieblichen Gesundheitscoach (in zwei zweitägigen Modulen, in Joachimsthal)

  • Modul 1: Grundlagen und Prozess im BGM 28.08.2018
  • Modul 2: Prozessgestaltung und Kommunikation            29.08.2018
  • Modul 3: Die Führungskraft im BGM                 10.10.2018
  • Modul 4: Psychische Belastung und Beanspruchung     11.10.2018

Stimmen aus dem Netzwerk

In der Geschäftsleitung haben wir die Verantwortung eines Gesundheitsverantwortlichen geschaffen und es gibt einen Gesundheitscoach, der im Rahmen des Netzwerks eine gute Ausbildung für diese Tätigkeit erhalten hat. MATTHIAS SAUER, Geschäftsführer; Suiker Unie GmbH & Co. KG, Anklam

 Im Rahmen des Netzwerks erhielten wir qualifizierte Unterstützung bei der Planung, Durchführung und Auswertung unserer Mitarbeiterbefragung sowie der konkreten Maßnahmenplanung.KERSTIN LINKOWITSCH, Buchhaltung / Ausbilderin; Huch GmbH Behälterbau, Werder bei Neuruppin  

Im Rahmen des Netzwerks KMU haben wir in enger Zusammenarbeit mit der AOK Nordost das BGM in unserem Haus eingeführt und entwickeln es stetig weiter. STEFANIE RADTKE, Personalleiterin;Human Resources Manager; Hotel Esplanade Resort &Spa, Bad Saarow

Den Erfahrungsaustausch mit anderen KMU sehe ich als Bereicherung für alle Unternehmen, die an diesem Netzwerk teilnehmen. KARINA EGGERT, Geschäftsführerin; Karina Hauskrankenpflege GmbH, Werder/Havel

Links

Sie haben Interesse am KMU-Netzwerk? Senden Sie eine E-Mail an: BGM@nordost.aok.de

Weitere Informationen finden Sie unter www.aok-business.de/nordost/kmu

Berufsbegleitende Rehabilitation

Die DRV Bund hat zusammen mit der DRV Berlin-Brandenburg eine neue Form der medizinischen Reha erprobt. Die Berufsbegleitende Rehabilitation erschließt eine neue Zielgruppe und hält doch an Bewährtem fest. Wir konnten eine Interview mit einer Teilnehmerin führen, welche die positive Resonanz bestätigt.

Gemischte Gefühle

Als der Orthopäde ihr eröffnet, dass er eine medizinische Reha-Leistung für notwendig hält, schießen Christa Seider viele Gedanken durch den Kopf: "Ich kann doch nicht von meiner Arbeitsstelle weg! Was werden die Mitarbeiter denken? Wer macht solange meine Arbeit?" Die 44-jährige Berlinerin fühlte sich in der Zwickmühle. Da sie selbst im Betrieblichen Gesundheitsmanagement eines mittelständischen Unternehmens für die Gesundheit vieler Mitarbeiter verantwortlich ist, sah sie sich im Konflikt mit ihrer eigenen Aufgabe.
Durch ihre berufliche Tätigkeit hat Christa Seider Zugang zu vielen Informationen aus dem Gesundheitswesen. Auf einer Fachtagung lernte sie das Modellprojekt Berufsbegleitende Reha der Deutschen Rentenversicherung kennen. "Arbeit und Reha zugleich: wie für mich geschaffen", dachte sich die agile Powerfrau.

Umsetzung im Alltag gelingt besser

Die Grundidee des neuen Reha-Modells: Rehabilitanden gehen ganz normal zur Arbeit. An zwei Tagen in der Woche gehen sie nach Feierabend für zwei Stunden in die Reha-Einrichtung. Das hat viele Vorteile. Dr. Marco Streibelt, zuständig für die Weiterentwicklung der Rehabilitation bei der DRV Bund, meint: "Durch den engen Bezug von Arbeit und Reha erreichen wir eine bessere Integration des Erlernten in den Alltag." Bei herkömmlichen Reha-Modellen fällt es den Rehabilitanden oft schwer, das Erlernte in die täglichen Abläufe zu integrieren. Dies gelingt hier leichter. Die längere Dauer der Leistung unterstützt den Routine-Effekt: Über drei Monate erstreckt sich der Rhythmus von zwei Terminen pro Woche mit körperlicher Betätigung nach der Arbeit. Das prägt sich ein.
Christa Seider kam die Auswahl der Reha-Einrichtung sehr gelegen. Zur Reha-Tagesklinik im Forum Pankow hat sie von ihrer Wohnung nur wenige Schritte zu gehen. Gerade am Anfang war das hilfreich. "Es hat etwas gedauert, bis ich mit der Rehabilitation vertrauter wurde. Ich musste meinen inneren Schweinehund überwinden", erzählt sie. Heute ist sie froh, dass sie durchgehalten hat. "Ich habe viel Neues kennengelernt." Die Progressive Muskelentspannung hat sie als Technik für sich entdeckt. Die begleitet sie nun im Alltag.

Gruppenstruktur ist wichtig für den Reha-Erfolg

Die Gruppenerfahrung war für Christa Seider sehr hilfreich. Der Austausch mit in gleicher Weise Betroffenen hat sie zusätzlich gestärkt. Die Chefärztin der Reha-Tagesklinik im Forum Pankow, Karen Bienek, bestätigt diese Erfahrung. "Die feste Bindung an eine Gruppe ist entscheidend für den Reha-Erfolg", sagt sie. "Im Austausch unterstützen sich die Rehabilitanden gegenseitig." Auch diese Erfahrung festigt die positive Wirkung.

Neue Rehabilitationsgruppe angesprochen

Der Durchhalte-Typus ist charakteristisch für die Berufsbegleitende Rehabilitation. Wie Christa Seider gehören hierzu Menschen, die ein stark ausgeprägtes Pflichtgefühl haben und meinen, ohne sie gehe es in der Arbeit nicht. Mit herkömmlichen stationären oder ganztägig ambulanten Angeboten erreicht man diesen Personenkreis nicht. "Wir können hier eine ganz neue Zielgruppe erschließen", ist Dr. Marco Streibelt überzeugt. Er ist gespannt, wie die Auswertung des Projekts ausfallen wird. Die Pilotphase läuft noch bis Ende Juli. Im September werden die Ergebnisse ausgewertet.

Anmerkung: Der Name der Rehabilitandin ist geändert.

Veranstaltungstipp

2. BEM Symposium der Berliner Stadtreinigungsbetriebe und der Berliner Wasserbetriebe am 28. und 29.08.2018 in Erkner.

Am 28. und 29.08.2018 findet in Erkner bei Berlin das 2. BEM Symposium der Berliner Stadtreinigungsbetriebe  und der Berliner Wasserbetriebe statt.

Die Veranstaltung dient der Information und dem Erfahrungsaustausch in Sachen BEM und richtet sich sowohl an Unternehmensvertreter, die die Einführung eines betrieblichen Eingliederungsmanagements anstreben, als auch an langjährig tätige BGM- und BEM-Beauftragte. Vom gesunden Führen über den Datenschutz bis zum praktischen Umgang mit psychisch Erkrankten und in Suchtfällen, die Themenvielfalt der Vorträge und Workshops bietet jeder und jedem Interessierten gewiss neue Erkenntnisse.

Nutzen Sie die Chance, sich bis zum 30.06.2018 zu der Veranstaltung anzumelden.