Deutsche Rentenversicherung

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Newsletter 3/2018

Themen: Ausgleich einer Rentenminderung; Pläne der GroKo, Aktive Pause

Einzahlungsmöglichkeiten in die Rentenversicherung

Welche Möglichkeiten bieten sich, um neben Pflichtbeiträgen Geld in die gesetzliche Rentenversicherung einzuzahlen?

Die gesetzliche Rentenversicherung bietet für bestimmte Sachverhalte die Möglichkeit entweder Beiträge nachzuzahlen oder in Kauf genommene Abschläge wieder einzuzahlen.

Ausbildungszeiten

Eine Möglichkeit der Nachzahlung von Beiträgen bietet sich für nicht anrechenbare Schul- oder Studienzeiten an. Die maximale Anrechenbarkeit dieser Zeiten liegt bei 8 Jahren und beginnt frühestens mit dem 17ten Lebenjahr. Es besteht daher grundsätzlich die Möglichkeit die Zeit zwischen dem 16ten und 17ten Lebensjahr sowie Schul- oder Studienzeiten, welche die Höchstdauer von 8 Jahren überschritten haben, nachzuzahlen. Die Nachzahlungshöhe kann zwischen dem derzeitigen Mindest- (83,70 EUR) und Höchtbeitrag (1209,00 EUR) pro Monat gewählt werden. Der Antrag auf Nachzahlung kann jedoch nur bis zur Vollendung des 45sten Lebensjahr gestellt werden.

Rentenabschläge

Die wohl bekannteste Möglichkeit der Einzahlung von Beiträgen ist der Ausgleich einer Rentenminderung bei vorzeitiger Inanspruchnahme einer Rente. Wer seine Altersrente vorzeitig - vor Erreichen der Regelaltergrenze - in Anspruch nehmen möchte, muß mit einem Abschlag rechnen. Dieser Abschlag beträgt 0,3 Prozent pro Monat der vorzeitigen Inanspruchnahme. Dieser Abschlag kann durch eine Sonderzahlung ganz oder teilweise ausgeglichen werden. Die Höhe der Ausgleichzahlung hängt von der Höhe der Rentenminderung ab - je höher die Rentenminderung je höher ist der Ausgleichsbetrag. Um zu erfahren, wie hoch der individuelle auszugleichende Beträge ist, muss ein Antrag mit dem Formular V 0210 bei der Deutschen Rentenversicherung gestellt werden. Dies ist frühestens ab dem 50sten Lebensjahr möglich. Der Ausgleich der Abschläge ist bis zum Erreichen der Regelaltersgrenze möglich, dass heißt auch ein Rentenbezieher, der die Regelaltersgrenze noch nicht erreicht hat, kann seine individuelle Rentenminderung noch ausgleichen.

Versorgungsausgleich

Neben diesem Ausgleich einer Rentenminderung, kann auch eine im Rahmen des Versorgungsausgleichs übertragene Rentenanwartschaft an den ehemaligen Ehepartner durch eine Sonderzahlung ausgeglichen werden. Über die Höhe des auszugleichenden Betrages informieren wir im Rahmen der Rechtskraftmitteilung des Versorgungsausgleichs.

Die Pläne der Großen Koalition

Nachdem sich SPD, CDU und CSU auf einen Koalitionsvertrag verständigt haben, wird es nun spannend: Wann werden welche rentenpolitischen Vorhaben umgesetzt? Die Koalitionäre haben sich rentenpolitisch auf viele ambitionierte Veränderungen geeinigt.

Die Grundrente

Bestehende und zukünftige Grundsicherungsbezieher, die 35 Jahre Beitragszeiten oder Zeiten der Kindererziehung bzw. Pflegezeiten aufweisen, sollen einen Anspruch auf eine Grundrente erhalten, deren Betrag zehn Prozent oberhalb des Grundsicherungsbedarfs liegt.Weitere Voraussetzung ist das Vorliegen von Hilfebedürftigkeit im Sinne der Grundsicherung. Jedoch ist noch Vieles unklar: Im Koalitionspapier steht nichts dazu, ob die Grundrente aus Steuern oder aus Beiträgen finanziert werden soll. Auch die rechtliche Ausgestaltung der Grundrente bedarf noch der Konkretisierung. Ihrer Konzeption nach könnte es sich um eine Art Rentenzuschlag bei langjähriger Versicherung handeln.

Selbstständige und Kleinverdiener

Im Koalitionsvertrag ist vereinbart, dass alle nicht bereits verpflichtend abgesicherte Selbstständige in die gesetzliche Rentenversicherung einbezogen werden. Aus dieser können sie ausscheiden, wenn sie eine andere geeignete Vorsorgeart wählen. Diese muss aber insolvenz- und pfändungssicher sein und zu einer Rente oberhalb des Grundsicherungsniveaus führen. Es ist die Absicht der Koalition, die Renten- und Krankenversicherungsbeiträge gründerfreundlich auszugestalten. Das Statusfeststellungsverfahren für Selbstständige ist zu vereinfachen und zwischen den unterschiedlichen Sozialversicherungszweigen widerspruchsfrei zu regeln. Für Minijobs von Zeitungszustellerinnen und Zeitungszustellern soll der Beitragssatz zur Rentenversicherung befristet für fünf Jahre von 15 auf 5 Prozent abgesenkt werden.

Die Mütterrente II

Für Mütter und Väter, die vor 1992 drei und mehr Kinder erzogen haben, soll nach dem Koalitionsvertrag künftig auch das dritte Jahr Erziehungszeit in der Renten angerechnet werden. Ob und wie dies im Einzelnen realisiert witd, kann erst nach abgeschlossenem Gesetzgebungsverfahren beurteilt werden.

Rentenniveau und Beitragssatz

Nach dem Koalitionsvertrag soll das Rentenniveau bis zum Jahre 2025 bei 48 Prozent stabil bleiben. Noch dieses Jahr ist eine Änderung der Rentenanpassungsformel geplant. Dabei soll der Beitragssatz nicht über 20 Prozent ansteigen und dies möglicherweise durch Steuermittel sichergestellt werden. Unklar ist noch, wie die Rentenanpassungsformel geändert werden soll.

Veranstaltungstipp

Gesunde Mitarbeiter durch Prävention -Webinar am 25.09.2018 von 10 – 11 Uhr

Die Aufträge zu Prävention und Gesundheitsförderung der Träger der Sozialversicherung wurden durch verschiedene Gesetze gestärkt. Gemeinsames Ziel ist die Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten. Die Betriebe erwarten von den Sozialversicherungsträgern leicht zugängliche Angebote und bei Bedarf die Weitervermittlung an die richtige Stelle. Hierfür bieten die gesetzliche Renten-, Unfall- und Krankenversicherung umfangreiche Angebote an. Zur Förderung einer bedarfsgerechten Inanspruchnahme und wechselseitigen Verzahnung der Leistungen weisen Renten-, Unfall- und Krankenversicherung nicht nur auf eigene Angebote hin, sondern auch auf die Unterstützungsmöglichkeiten der anderen Sozialversicherungsträger. Je besser diese Kooperation in der Arbeitswelt gelingt, desto nutzbringender dienen sie der Gesundheit der Menschen in den Betrieben.

Zu diesen Themen bieten die Sozialversicherungsträger ein gemeinsames Webinar an.

Vom Telefon in die Aktive Pause

Wie sich Präventionsleistungen der Rentenversicherung erfolgreich in das Betriebliche Gesundheitsmanagement integrieren lassen, zeigt ein Kundenservice-Center in Berlin.

Sportlich ging es zu bei der Capita Customer Services (Germany) GmbH in Berlin, als der Belegschaft die Präventionsleistungen der Deutschen Rentenversicherung vorgestellt wurden. Im Rahmen einer Informationsveranstaltung des Betrieblichen Gesundheitsmanagements hatte der Outsourcing-Dienstleister den Firmenservice eingeladen, um die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über die gesetzlichen Rahmenbedingungen, versicherungsrechtliche Voraussetzungen, den Ablauf und die Antragstellung zu informieren. Eine passende Ergänzung war die sehr anschauliche Vorstellung der Inhalte des Präventionsprogramms durch die Geschäftsführerin und den Sporttherapeuten der zertifizierten Reha Tagesklinik Herzhaus. Hierzu wurde die Lounge mit angrenzenden Besprechungsräumen kurzerhand zum Bewegungsstudio umfunktioniert. Mit einigen leichten Übungen zur Stärkung der Rumpf- und Rückenmuskulatur konnten sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei einer „Aktiven Pause“ einen ersten Eindruck von den Bewegungsinhalten des Programms verschaffen. Fragen zu den Zielen und Schwerpunkten der Präventionsleistungen konnten darüber hinaus direkt mit Experten des Firmenservice, der Rehaeinrichtung, mit dem Capita Betriebsarzt des Standortes sowie den BGM-Verantwortlichen geklärt werden. Im Anschluss an die Veranstaltung hatten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich sofort für die Teilnahme an einer Präventionsleistung begeistern konnten, die Möglichkeit, einen Termin im Rehazentrum für die Antragstellung bei der Deutschen Rentenversicherung mit den erforderlichen medizinischen Unterlagen zu vereinbaren. Und so meldeten sich genügend Teilnehmer, um einen nächsten Präventionskurs im Herzhaus beginnen zu können.

Diese Vorgehensweise erfordert die Akzeptanz und Unterstützung der Führungskräfte sowie eine vertrauensvolle Kommunikation im Unternehmen. Immerhin stellt der Arbeitgeber seine Beschäftigten zu Beginn der Präventionsleistungen für kurze Zeit frei. In dieser anfänglichen Initialphase konzentrieren sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der Reha Tagesklinik intensiv auf die Gesundheitsaspekte Bewegung, Stressmanagement und-bewältigung sowie Gesunde Ernährung. Der günstige Standort von Capita in unmittelbarer Nähe zum Herzhaus erleichtert den an dem Präventionsprogramm teilnehmenden Beschäftigten in der anschließenden ambulanten Trainingsphase die Verstetigung eines gesunden Lebensstils mit viel Bewegung und Achtsamkeit für den eigenen Körper. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben die Möglichkeit, sich nach der Arbeit zu den regelmäßigen Trainingseinheiten in der Reha-Einrichtung zu verabreden. So kann das Präventionsziel, die Gesundheitskompetenz der Versicherten nachhaltig zu stärken, am besten erreicht werden. Die Investition lohnt sich, denn mit den Präventionsleistungen kann die Gesundheit der Beschäftigten erhalten und gestärkt, die Gefahr chronischer Erkrankungen abgewendet sowie ein Rehabilitationsbedarf oder gar eine Erwerbsminderung vermieden werden.

Da Beschäftigte dem Gesetz nach bereits einen Anspruch auf Präventionsleistungen der Rentenversicherung haben, wenn ihre Gesundheit auch nur geringfügig beeinträchtigt ist, können die Leistungen auch für jedes Unternehmen, unabhängig von seiner Größe, eine sinnvolle Ergänzung des Betrieblichen Gesundheitsmanagements sein.

Mehr Informationen zu den Präventionsleistungen der Deutschen Rentenversicherung erhalten Sie über unseren Firmenservice.