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Deutsche Rentenversicherung und Justizministerium in Niedersachsen schließen Kooperationsvereinbarung

Datum: 29.10.2014

Rehabilitation abhängigkeitskranker Inhaftierter:
Bestmögliche Unterstützung für eine anspruchsvolle Therapie 

Sie sollen ihren Lebensunterhalt möglichst bald aus eigener Kraft bestreiten können: Abhängigkeitskranke, die wegen ihrer Sucht straffällig wurden und eine gute Prognose für eine soziale und berufliche Wiedereingliederung haben. Wie die Inhaftierten dabei von allen Seiten bestmöglich unterstützt werden, das haben die Deutsche Rentenversicherung und das Land Niedersachsen in einer Kooperationsvereinbarung beschlossen. Mit ihrer Unterschrift besiegelten die niedersächsische Justizministerin Antje Niewisch-Lennartz, die stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Deutschen Rentenversicherung Oldenburg-Bremen, Marita Rosenow, und der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Rentenversicherung Braunschweig-Hannover, Professor Michael Sommer, jetzt das Papier. 

Gemeinsames Ziel der Vereinbarung ist es, den Abhängigkeitskranken schon während der Haft verschiedene Angebote zu ermöglichen, die sie auf eine Suchtrehabilitation direkt nach der Entlassung vorbereiten. So sollen die Betroffenen in die Lage versetzt werden, die anspruchsvolle Therapie mit bestmöglichen Voraussetzungen zu beginnen – und möglichst mit Erfolg auch bis zum Ende durchzuhalten. Wer das schafft hat damit die Chance, anschließend wieder erwerbsfähig zu sein und eine versicherungspflichtige Beschäftigung aufzunehmen, um ein finanziell eigenständiges Leben zu führen und ein stabiles soziales Umfeld aufzubauen. So profitieren schließlich auch die Gesellschaft und die Versichertengemeinschaft von den Investitionen. 

Während der Haft sollen sich die Abhängigkeitskranken etwa mit ihrer Suchtgeschichte auseinandersetzen, eine erkennbare Bereitschaft für eine neue Lebensweise entwickeln und die Arbeit in Gruppen erlernen. Außerdem werden in den Justizvollzugseinrichtungen Sozial- und ärztliche Befundberichte erstellt. Die Gutachten sollen Aufschluss geben über die Prognose einer angestrebten Erwerbsfähigkeit und schließlich auch bei der Wahl einer geeigneten Therapieeinrichtung helfen. 

Die Deutsche Rentenversicherung entscheidet innerhalb von zwei Wochen über den Antrag eines Inhaftierten für eine medizinische Entwöhnungsbehandlung. Angestrebt wird ein möglichst nahtloser Übergang zwischen Haft und Therapie. Übernimmt die Rentenversicherung die Kosten für eine medizinische Rehabilitation, dann können sich die Betroffenen frühzeitig vor dem Haftende auf die anstehende Behandlung einstellen. 

Die Deutsche Rentenversicherung finanziert medizinische Rehabilitationen auch für Abhängigkeitskranke. Die Suchttherapien werden angeboten für Alkohol-, Medikamenten- und Drogenabhängige sowie für Menschen, die etwa dem pathologischem Glücksspiel oder der Internetsucht verfallen sind. Ihre Suchtbehandlung ist vor allem darauf ausgerichtet, die Patienten wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren.
Die Deutsche Rentenversicherung Braunschweig-Hannover finanzierte 2013 Entwöhnungsbehandlungen für mehr als 3.600 Abhängigkeitskranke, die Deutsche Rentenversicherung Oldenburg-Bremen ermöglichte 1.300 Versicherten solche medizinischen Rehabilitationen.

Nr. 27/14

Bild:
Von links mit Kooperationsvereinbarung: Prof. Michael Sommer (Vorstandsvorsitzender der DRV BS-H), die Niedersächsische Justizministerin Antje Niewisch-Lennartz, Marita Rosenow (Stellv. Vorstandsvorsitzenden DRV OB)