Deutsche Rentenversicherung

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Neues Verwaltungsgebäude festlich eingeweiht

Datum: 05.03.2015

Das Büro als moderner Lebensraum: Deutsche Rentenversicherung Braunschweig-Hannover weiht neues Verwaltungsgebäude in Laatzen feierlich ein

Ergonomische Arbeitsplätze, Besprechungsräume mit Tageslicht – und das jetzt auch für jeden Schreibtisch: Der Neubau der Deutschen Rentenversicherung Braunschweig-Hannover wird die Arbeitswelt seiner Beschäftigten revolutionieren. „Er verwirklicht das Büro als modernen Lebensraum“, verkündete der Vorstandsvorsitzende des niedersächsischen Rentenversicherers, Professor Michael Sommer, bei der feierlichen Eröffnung des neuen Verwaltungsgebäudes in Laatzen. „Unter dem strengen Vorsatz der Sparsamkeit haben wir einen zweckgebundenen Verwaltungsbau errichtet, der energetisch dem neuesten Stand der Bautechnik entspricht und den Beschäftigten beste Arbeitsbedingungen bietet. Das erfüllt uns mit Stolz und Freude.“
Für 67 Millionen Euro hat der Rentenversicherer südlich von Hannover ein neues Verwaltungsgebäude entstehen lassen: zwei rechteckige Baukörper, die versetzt angeordnet und mit einer gläsernen Fuge verbunden sind. Über dem Erdgeschoss mit Gastronomiebereich, Bücherei und Konferenzräumen liegen bis zu fünf Etagen mit hellen Ein- bis Sechs-Personen-Büros und mehreren Besprechungsräumen.

Variabel für die Arbeitswelt von morgen
34 Monate nach dem ersten Spatenstich ist das Bürohaus jetzt bezugsfertig. Der präzise getaktete Umzug startet schon in wenigen Tagen. Für die Beschäftigten kommt er einem Kulturwandel gleich: vom Siebzigerjahre Großraumbüro mit Klimaanlage und wenig Tageslicht hin zu taghellen Arbeitsplätzen und deutlich kleineren Büroeinheiten. Und falls die Arbeitswelt von morgen neue Raumgrößen erfordert, können die Systemtrennwände dafür einzeln versetzt werden.
Vor 150 geladenen Gästen aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft sprach Professor Sommer seinen Dank an alle Partner aus, die das Bauprojekt von der Planung bis zur Realisierung begleitet und verwirklicht haben. „Sie alle haben Großes geleistet. Und davon können Sie sich heute überzeugen“, so der Vorstandsvorsitzende. Entstanden sei ein Verwaltungsbau mittleren Standards, der den Bedürfnissen der Beschäftigten nach Individualität und Ungestörtheit ebenso gerecht werde wie dem Wunsch und dem Bedarf nach Kommunikation.
Auch Niedersachsens Sozialministerin Cornelia Rundt zeigte sich beeindruckt: „Ihre Beschäftigten werden optimale Arbeitsbedingungen vorfinden. Damit präsentiert sich die Deutsche Rentenversicherung Braunschweig-Hannover als attraktiver Arbeitgeber, der Kundenzufriedenheit, soziale Verantwortung und Effizienz zum Maßstab seines Handelns macht“, lobte die Ministerin den Neubau.

„Haus wird sich mittelfristig amortisieren“
„Trotz aller Technik – der Mensch wird im Mittelpunkt stehen“, pries Hans Struhk von der Struhk Architekten Planungsgesellschaft mbH das Neubauprojekt: „Die neuen architektonischen Qualitäten der Innen- und Außenräume mit ihren menschlichen Maßstäben und die angenehme Atmosphäre mit Licht und Schatten, natürlichem Klima und harmonischer Material- und Farbwahl lassen eine neue Arbeitswelt entstehen.“ Organisatorisch, funktional und räumlich werde das „atmende Bürohaus“ den in Zukunft sich wandelnden Anforderungen und auch den Kriterien der Nachhaltigkeit gerecht werden.
In einer symbolischen Geste überreichte der Architekt dem künftigen Hausherrn, Geschäftsführer Professor Ralf Kreikebohm, einen großen Schlüssel. „Dieses Haus – unsere neue berufliche Heimat – ist optimal auf die Beschäftigten zugeschnitten“, so Professor Kreikebohm. „Dank moderner Technologien wird es sich mittelfristig über die Einsparungen amortisieren. So können wir mit Überzeugung sagen, dass wir mit dem Geld der Beitragszahler verantwortungsvoll umgehen.“
Mit Geothermie, zeitgemäßen Materialien und moderner Dämmung sollen die Energiekosten – im Vergleich zum bisherigen Verbrauch im Altbau – um bis zu 70 Prozent eingespart werden. Dafür sorgen unter anderem 48 Erdsonden, die auf dem Gelände rund 100 Meter tief in den Boden eingelassen wurden. In diesen Bohrlöchern zirkuliert Wasser, das durch Leitungen in den Betondecken des Neubaus gepumpt wird, wo es Wärme abgibt oder zur Kühlung aufnimmt.
Die Entscheidung für ein neues Verwaltungsgebäude fällte der Vorstand im September 2008. Dafür gaben wirtschaftliche Gründe den Ausschlag: 40 Jahre nach Planung und erstem Spatenstich arbeiten in dem jetzigen Gebäude noch etwa 1.300 Beschäftigte – ausgelegt war es ursprünglich für mehr als 2.400. Der Personalrückgang, besonders aber die stark gestiegenen Energiepreise lassen das vollklimatisierte Gebäude nicht mehr wirtschaftlich betreiben. Der Vorstand sprach sich eindeutig für Laatzen als Standort eines Neubaus aus.

Standortentscheidung für Laatzen
Diese Entscheidung würdigte Laatzens Bürgermeister: „Laatzen ist stolz darauf, einen derart bedeutenden Arbeitgeber wie die Deutsche Rentenversicherung in der Stadt vorzeigen zu können. Sie haben sich für uns als Standort entschieden, was wir auch als Ergebnis unserer langjährigen guten Zusammenarbeit werten“, so Jürgen Köhne. Mit dem Neubau bekomme Laatzen „einen ästhetisch gelungenen Bau in unsere Stadt“.
„Davon können sich die Einwohner der Stadt auch persönlich überzeugen“, sagte der ehemalige Vorstandsvorsitzende Horst Fricke, dem das Neubauprojekt während seiner Amtszeit ein besonderes Anliegen war. Denn Kantine, Cafeteria und die Terrasse am Teich werden Gästen zum Verweilen künftig offen stehen. Und schließlich ist die im Eingangsbereich ausgestellte Skulptur „Butt im Griff“ ein Vorbote für die geplante öffentliche Ausstellung des Literaturnobelpreisträgers Günter Grass.
Das jetzige Dreigestirn aus Altbau, Neubau und Beratungsgebäude wird nicht lange Bestand haben: Schon im Juni soll der Rückbau des alten Verwaltungsgebäudes beginnen – und voraussichtlich bis September 2016 andauern. Danach bricht für das frei gewordene Grundstück Lange Weihe 2 eine Zukunft als neue Wohnadresse an: Auf einer Fläche von 37.300 Quadratmetern sollen dort Reihenhäuser und Mehrfamilienhäuser entstehen.

Nr. 9/15