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Vertreterversammlung der Deutschen Rentenversicherung Braunschweig-Hannover verabschiedet Resolution

Datum: 03.06.2016

Delegierte sprechen sich für Reform der Alterssicherung aus
Helga Schwitzer: „Debatte mit Fachkompetenz“ / Rentenversicherer stellt Eckpunkte vor 

Braucht Deutschland eine neue Rentenreform? Während Politik, Arbeitgeber und Gewerkschaften diese Frage noch heftig diskutieren, hat sich die Vertreterversammlung der Deutschen Rentenversicherung Braunschweig-Hannover jetzt für ein klares Ja ausgesprochen. Bei ihrem Treffen in Bad Pyrmont verabschiedeten die ehrenamtlichen Delegierten am Freitag eine gemeinsame Resolution.

Und mehr noch: „Unser Haus ist bereit, sich hier als Diskussionspartner mit der notwendigen Fachkompetenz einzubringen“, kündigte die Vorstandsvorsitzende des niedersächsischen Rentenversicherers, Helga Schwitzer, an. 

Die finanziellen Rücklagen der gesetzlichen Rentenversicherung schmelzen. Bei der jetzigen Rechtslage werde sich die Nachhaltigkeitsrücklage bis 2020 auf etwa ein Drittel des heutigen Werts verringern. „Die Folge ist: Beschäftigte und Arbeitgeber werden schon im Jahr darauf einen höheren Beitragssatz zahlen müssen“, sagte die Vorstandsvorsitzende. 

Mit fundierten Vorschlägen schaltet sich die Deutsche Rentenversicherung Braunschweig-Hannover deshalb jetzt in die öffentlich geführte Debatte ein. Wie Professor Ralf Kreikebohm erklärte, könnten zusätzliche Beiträge während des gesamten Versicherungslebens helfen, Abschläge im Alter auszugleichen und die Rente zu erhöhen. Erhalten Menschen aus gesundheitlichen Gründen eine Rente auf Zeit, sollen sie mit noch besseren Angeboten eine größere Chance erhalten, wieder in den Beruf zurückzukehren. 

Darüber hinaus schlägt der Geschäftsführer vor, auch Selbstständige in der gesetzlichen Rentenversicherung abzusichern, wenn sie in kein anderes Alterssicherungssystem einzahlen. Und er empfiehlt eine Mindestabsicherung in Form einer Erwerbstätigenversicherung, für die es wenigstens 30 Entgeltpunkte braucht. 

Nach den Worten von Professor Kreikebohm werde allein die Erhöhung des Rentenniveaus Altersarmut nicht vermeiden. Andererseits lasse ein sinkendes Rentenniveau die Zahl der Rentner mit Grundsicherung deutlich ansteigen. Deshalb müsse das Sicherungsziel der gesetzlichen Rentenversicherung – auch für die Renten bei Erwerbsminderung – neu ausgerichtet werden. 

Die Reformdebatte sei notwendig, weil die Alterssicherung an die veränderten Rahmenbedingungen angepasst werden müsse, heißt es in der Resolution.

Konkret geht es um die Frage der Definition eines auskömmlichen Leistungsniveaus als Sicherungsziel der gesetzlichen Rentenversicherung, einer Neujustierung der drei Säulen der Alterssicherung, der Neudefinition des Beschäftigungsverhältnisses (Arbeit 4.0), der besseren Absicherung bei Invalidität, der Verhinderung von Altersarmut, eines flexiblen Renteneintritts und veränderten Rehaangebots.

Nr. 13/16

Resolution der Vertreterversammlung der Deutschen Rentenversicherung Braunschweig-Hannover