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Vertreterversammlung beschließt Haushalt 2017

Datum: 25.11.2016

Vertreterversammlung Laatzen 2016

Vorstandsvorsitzender Professor Sommer:
„Kosten der geplanten Rentenreform möglichst gleichmäßig verteilen“

Die Frage beschäftigt die Nation: Wer zahlt den Preis für die nächste Rentenreform? Denn die wird laut Professor Michael Sommer „mit Sicherheit viel Geld kosten. Die Belastungen sollten auf alle Beteiligten – Versicherte, Rentner und Steuerzahler – möglichst gleichmäßig verteilt werden“, forderte der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Rentenversicherung Braunschweig-Hannover jetzt beim Treffen der Vertreterversammlung in Laatzen. Nur so bekämen die „schwierigen und nicht populären Entscheidungen einen breiten Konsens in unserer Gesellschaft“.

Aus Sicht des Vorstandsvorsitzenden müssten in der Debatte zunächst einige Fragen geklärt werden. Ganz oben auf der Liste: Wie sieht denn ein auskömmliches Leistungsniveau als Sicherungsziel der Rentenversicherung aus? Und wie können wir Invalidität besser absichern, um Altersarmut zu verhindern?

Professor Michael Sommer spricht am 25.11.16 vor den Delegierten der Vertreterversammlung der Deutschen Rentenversicherung Braunschweig-Hannover. Quelle:Deutsche Rentenversicherung Braunschweig-Hannover Vorstandsvorsitzender Professor Michael Sommer spricht vor den Delegierten der Vertreterversammlung.

Neben den Erwerbsminderungsrentnern seien auch die Solo-Selbstständigen, Niedriglohnbezieher und Langzeitarbeitslosen gefährdet, im Alter nicht ausreichend abgesichert zu sein. Für sie brauche es zielgenaue Hilfe, denn „Leistungsverbesserungen mit der Gießkanne zu verteilen, ist weder zielführend noch auf Dauer finanzierbar“, betonte Professor Sommer.

Die Deutsche Rentenversicherung Braunschweig-Hannover sieht er für die Zukunft gut aufgestellt. „Das Durchschnittsalter unserer Beschäftigten liegt dank der kontinuierlichen Ausbildung bei nur 47,4 Jahre“, berichtete Professor Sommer. In diesem Jahr habe das Haus 44 Nachwuchskräfte eingestellt – und damit zwölf mehr als im Jahr zuvor. Ebenso viele junge Menschen sollen auch im kommenden Jahr die Chance bekommen, mit dem Studiengang Bachelor of Arts und den Ausbildungsberufen zum Sozialversicherungsfachangestellten und für Kaufleute für Bürokommunikation ihren beruflichen Lebensweg zu starten, kündigte er an.

Unter Leitung seines Vorsitzenden Detlev Behrens verabschiedete das Parlament des niedersächsischen Rentenversicherers den zweitgrößten Haushalt einer öffentlichen Institution in Niedersachsen – nach dem des Landes: Das sind fast 11,8 Milliarden Euro und damit etwa zwei Prozent mehr als im Jahr zuvor. Neben den Beiträgen zur gesetzlichen Rentenversicherung in Höhe von etwa neun Milliarden Euro kann das Haus fast 887 Millionen Euro an Einnahmen aus Bundeszuschüssen verbuchen. Auf der Ausgabenseite bilden die Renten mit 9,7 Milliarden Euro den mit Abstand größten Posten. Für die medizinische und berufliche Rehabilitation sind zudem 293,5 Millionen Euro eingeplant.

Die Vertreterversammlung ist das oberste Selbstverwaltungsorgan der Deutschen Rentenversicherung Braunschweig-Hannover. Hier nehmen je 15 ehrenamtliche Vertreter der Versicherten und der Arbeitgeber die Interessen der Beitragszahler wahr. Mit der Verabschiedung des Haushalts legen sie fest, für welche Zwecke die zur Verfügung stehenden Gelder eingesetzt werden sollen.

Nr. 25/16