Deutsche Rentenversicherung

Hinweis zur Verwendung von Cookies

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weitere Informationen zum Datenschutz erhalten Sie über den folgenden Link: Datenschutz

OK

  1. Startseite
  2. Presse
  3. Pressemitteilungen und Archiv
  4. Pressemitteilungen 2020
  5. rehapro geht mit fünf einzigartigen Projekten an den Start

rehapro geht mit fünf einzigartigen Projekten an den Start

Gute Motivation ist Geld wert. Deshalb sollen Arbeitssuchende mit Anspruch auf eine Rehabilitation jetzt einen finanziellen Ansporn erhalten können

Datum: 24.01.2020

6,4 Millionen Euro für bessere Teilhabe am Arbeitsleben: Parlamentarische Staatssekretärin Kerstin Griese informiert sich beim Rentenversicherer in Laatzen

Gute Motivation ist Geld wert. Deshalb sollen Arbeitssuchende mit Anspruch auf eine Rehabilitation jetzt einen finanziellen Ansporn erhalten können: eine Einstiegsprämie, sobald sie eine versicherungspflichtige Beschäftigung aufnehmen. Das Projekt wird vom Bundesprogramm „Innovative Wege zur Teilhabe am Arbeitsleben – rehapro“ gefördert und ist eines von fünf wissenschaftlich begleiteten Modellprojekten, die die Deutsche Rentenversicherung Braunschweig-Hannover jetzt auf den Weg gebracht hat. Über die innovativen Angebote hat sich die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Kerstin Griese, bei einem Besuch des niedersächsischen Rentenversicherers in Laatzen nun ein Bild gemacht.

Die Modellprojekte heißen INN3plus, JobProtection, Reha-integrativ, BEM-intensiv – und Einstiegsprämie. Ihr Ziel: Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen die Rückkehr ins Arbeitsleben zu ermöglichen. Noch besser als bisher soll ihre Erwerbsfähigkeit erhalten oder wiederhergestellt werden. Dafür braucht es vor allem mutige Ideen und neue Angebote, die das Bundesarbeitsministerium bei diesen Behandlungskonzepten jetzt mit insgesamt 6,4 Millionen Euro fördert.

Bei seinen Projekten richtet der niedersächsische Rentenversicherer ein besonderes Augenmerk auf Menschen, die wegen psychischer Erkrankungen in Erwerbsminderungsrente gehen müssen. Ihre Anzahl steigt jedes Jahr um Zehntausende an. Während 1996 der Anteil der neuen Erwerbsminderungsrentner wegen psychischer Störungen noch bei 20 Prozent lag, hat sich diese Zahl 2018 mit fast 43 Prozent mehr als verdoppelt. „Und die ,verdeckten‘ Zahlen sind noch viel größer“, berichtet Jan Miede, Geschäftsführer der Deutschen Rentenversicherung Braunschweig-Hannover. „Denn hinzukommen jene Menschen, deren anderslautende Diagnose wie Rückenschmerzen auf psychische Erkrankungen zurückzuführen ist.“ Daher setze das Haus bei seinen Projekten auf Prävention, Rehabilitation und Nachsorge, um noch zielgenauer auf die individuellen Bedürfnisse der Patienten eingehen zu können.

„Dafür haben wir das Bundesprogramm rehapro gestartet“, so die Parlamentarische Staatssekretärin Kerstin Griese. „Mit rehapro werden innovative Ansätze zur besseren Teilhabe am Arbeitsleben von Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen erprobt. Wirksame Ansätze sollen dann dauerhaft in das Regelangebot der Rentenversicherungsträger und Jobcenter übernommen werden, sodass alle Betroffenen davon profitieren. Ich konnte mich heute davon überzeugen, dass die Deutsche Rentenversicherung Braunschweig-Hannover hier mit ihren Modellprojekten einen hervorragenden Beitrag leistet“, betonte Kerstin Griese. Bei ihrem Besuch wurde die Parlamentarische Staatssekretärin von den Bundestagsabgeordneten Kerstin Tack und Dr. Matthias Miersch begleitet, deren Wahlkreise in Stadt und Region Hannover liegen.

Inzwischen hat der niedersächsische Rentenversicherer sieben weitere Konzepte in Form gegossen, die demnächst beim Bundesministerium eingereicht werden sollen. So richtet sich eines an Versicherte mit psychischen und Abhängigkeitserkrankungen, die in einer Partnerschaft leben oder Kinder haben. Ihnen soll eine familienorientierte Nachsorge dabei helfen, Hemmnisse in der Familiensituation abzubauen und gleichzeitig Strukturen innerhalb der Familie zu schaffen.

Mit dem Bundesprogramm rehapro werden innovative Leistungen und innovative organisatorische Maßnahmen erprobt, um die Erwerbsfähigkeit der Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen besser als bisher zu erhalten oder wiederherzustellen. Zur Umsetzung des Bundesprogramms rehapro stehen dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales bis 2026 insgesamt rund eine Milliarde Euro zur Verfügung. Die Förderung richtet sich zu gleichen Teilen an die Träger der gesetzlichen Rentenversicherung und an die Jobcenter. Die einzelnen Modellprojekte können bis zu fünf Jahre lang unterstützt werden.

Nr. 2/20

Weitere Informationen zu rehapro: www.modellvorhaben-rehapro.de

Die Parlamentarische Staatssekretärin Kerstin Griese macht sich bei der Deutschen Retenversicherung Braunschweig-Hannover ein Bild über die RehaPro-Projekte. (von li.): Vorstandsvorsitzende Helga Schwitzer und Kerstin Griese, Parlamentarische Staatssekretärin