Inhalt

Kinderrehabilitation

Das Wohl von Kindern und Jugendlichen liegt uns am Herzen

Foto: Ein Mädchen sitzt auf den Schultern ihres Papas

Voraussetzungen

Die Deutsche Rentenversicherung bietet Kindern, die erheblich erkrankt sind oder deren Gesundheit in hohem Maße gefährdet ist, spezielle Rehabilitationsleistungen an, wenn die Chance besteht, dass sich die Gesundheit dadurch bessert oder vollständig wiederhergestellt werden kann. Das gilt zum Beispiel für Krankheiten

  • der Haut,
  • des Herz-Kreislauf-Systems,
  • von Leber, Magen oder Darm,
  • der Nieren- und Harnwege,
  • des Stoffwechsels, etwa Diabetes mellitus,
  • des Bewegungsapparates

sowie bei

  • Allergien,
  • Krebserkrankungen,
  • neurologischen Erkrankungen, zum Beispiel Epilepsie,
  • psychosomatischen und psychomotorischen Störungen, Verhaltensstörungen, Sprachentwicklungsstörungen,
  • Übergewicht in Verbindung mit weiteren Risikofaktoren oder anderen Erkrankungen, Adipositas.

Akute Erkrankungen bzw. Infektionskrankheiten sind keine Indikation für eine Kinder-Reha!

Um die Kinder-Reha beantragen zu können, muss ein Elternteil in den vergangenen zwei Jahren sechs Monate lang Pflichtbeiträge in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt haben.

Sobald der Antrag eingegangen ist, prüft der zuständige Rentenversicherungsträger, ob die Voraussetzungen erfüllt sind.

Weitere Informationen zu den versicherungsrechtlichen Voraussetzungen

Weitere Informationen zu Ausschlussgründen

Den Antrag stellen

Einen „Antrag auf Leistungen zur Rehabilitation für Kinder“ stellen die Eltern bei ihrem Rentenversicherungsträger oder bei ihrer Krankenkasse. Der behandelnde Kinderarzt kann zudem eine Kinder-Reha empfehlen und Eltern in Fragen rund um die Reha unterstützen.

Die Formulare gibt es bei den Rentenversicherungsträgern, bei den Auskunfts- und Beratungsstellen der Rentenversicherung und den Gemeinsamen Servicestellen für Rehabilitation sowie bei den gesetzlichen Krankenkassen.

Die Wahl der Reha-Einrichtung

Die Rentenversicherung teilt schriftlich den Ort, die Reha-Einrichtung, die Dauer und die Art der Rehabilitation mit. Bundesweit stehen dafür zahlreiche spezialisierte Einrichtungen zur Verfügung. Die Klinik gibt den genauen Zeitraum bekannt.

Eltern können bei der Antragstellung ihre Wünsche zur Region, zum Ort oder zu einer speziellen Reha-Einrichtung angeben. Die Deutsche Rentenversicherung wird diese soweit es geht berücksichtigen. Voraussetzung ist, dass die Erkrankung in der gewünschten Einrichtung ebenso gut behandelt werden kann, wie in der Klinik, die der Rentenversicherungsträger auswählen würde. Auch müssen sich die Anreisekosten im selben Rahmen bewegen.

Ablauf einer Kinder-Reha

Eine Kinderrehabilitation dauert meist vier Wochen, wenn nötig auch länger. Im ersten Schritt wird ein individueller Reha-Plan erstellt. Enthalten sind medizinische, psychologische, pädagogische, physiotherapeutische oder berufsorientierte Leistungen. Kinderärzte, Kinderkrankenschwestern, Psychologen, Physiotherapeuten und Diätberater sind nach Bedarf beteiligt.

Die Kinder werden in altersentsprechenden Gruppen betreut. Schulkinder erhalten in den Hauptfächern Unterricht. Sie lernen zusammen mit Kindern derselben Klassenstufe und desselben Schultyps.

Kosten und finanzielle Absicherung

Die Kosten für Reise, Unterkunft, Verpflegung, ärztliche Betreuung, therapeutische Leistungen und medizinische Anwendungen übernimmt der zuständige Rentenversicherungsträger. Zuzahlungen müssen nicht geleistet werden.

Auf Antrag übernimmt die Rentenversicherung auch die Kosten für eine Begleitperson für Kinder bis zwölf Jahre. Sie kommt dann nicht nur für die Reisekosten und die Kosten für Unterkunft und Verpflegung in der Reha-Klinik auf, sondern auch für einen entgangenen Verdienst. Bei Kindern ab zwölf Jahren können die Kosten für eine Begleitperson nur übernommen werden, wenn die Begleitung aus medizinischen Gründen erforderlich ist. Des Weiteren können Kosten für eine Haushaltshilfe übernommen werden, z. B. wenn ein weiteres Geschwisterkind unter zwölf Jahren im Haushalt lebt, das nicht durch ein Elternteil oder eine andere im Haushalt lebende Person versorgt werden kann.

Versicherungsschutz

Während der Reha ist das Kind durch die Rentenversicherung unfallversichert. Der Versicherungsschutz umfasst nicht nur den Behandlungszeitraum, sondern gilt auch auf dem Weg zur und von der Rehabilitationseinrichtung.

Wichtig: Die Unfallversicherung gilt nicht für die Begleitperson.

Kinderrehabilitation

Über den folgenden Link erhalten Sie gebündelte Informationen zur Kinderrehabilitation.

http://kinderreha.drv.info

zusätzliche Informationen

Meinen Rentenversicherer finden:

Ihre Sammelmappe

Hier gelangen Sie zur Sammelmappe, in der sich alle Publikationen befinden, die Sie bisher zur Bestellung / zum Download vorgemerkt haben.

Kinderrehabilitation