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Hinweis für Ihre Einkommenssteuererklärung

Einkommenssteuererklärung

Als Steuerpflichtiger können Sie neben der Zulageförderung nach Abschnitt XI Einkommensteuergesetz Ihre Aufwendungen für eine zusätzliche Altersvorsorge als Sonderausgaben geltend machen. Hierzu füllen Sie die Anlage AV zur Einkommensteuererklärung aus und geben diese mit der Einkommensteuererklärung bei Ihrem zuständigen Finanzamt ab. Der Anlage AV ist ein Nachweis über die Höhe der geleisteten Eigenbeiträge beizufügen. Der Nachweis über die Höhe der geleisteten Eigenbeiträge wird Ihnen von Ihrem Anbieter übersandt. Um die Förderung in maximaler Höhe sicherzustellen, sollte stets die Zulage beantragt werden. Auch wenn die Zulage nicht beantragt wurde, wird sie auf den Steuervorteil angerechnet.

Sonderausgabenabzug

Der Sonderausgabenabzug ist bis zum Höchstbetrag nach § 10a EStG möglich. Er bewirkt, dass gegebenfalls für diesen Teil des Einkommens keine Steuern gezahlt werden müssen. Zu den abziehbaren Sonderausgaben gehören die im Veranlagungszeitraum geleisteten Altersvorsorgebeiträge. Außerdem ist die zustehende Altersvorsorgezulage zu berücksichtigen. Mit dem Sonderausgabenabzug sollen die geleisteten Altersvorsorgebeiträge im Ergebnis steuerfrei gestellt werden.

Die Steuerersparnis ist um so größer, je höher der Eigenbeitrag ist, jedoch nur bis zum möglichen Höchstbetrag. Gehören beide Ehegatten zum förderberechtigten Personenkreis, steht jedem Ehegatten der Sonderausgabenabzug gesondert zu. Ein nicht ausgeschöpfter Höchstbetrag eines Ehegatten kann nicht auf den anderen Ehegatten übertragen werden. Leben Sie als Ehepaar nicht dauernd getrennt und ist ein Ehepartner nur mittelbar zulageberechtigt, kann der unmittelbar Zulageberechtigte die Altersvorsorgebeiträge beider Ehegatten einschließlich der Zulagen im Rahmen seines Sonderausgabenhöchstbetrages geltend machen.

Das Finanzamt prüft von Amts wegen anhand der in der Einkommensteuererklärung zum Sonderausgabenabzug gemachten Angaben, ob neben der gewährten Zulage unter Berücksichtigung der persönlichen Einkommensverhältnisse ein zusätzlicher steuerlicher Vorteil aufgrund des Sonderausgabenabzugs in Ansatz gebracht werden kann. Ist die Zulage höher als der steuerliche Vorteil, bleibt es bei der Zulage. Ergibt die Prüfung des Finanzamtes, dass der Sonderausgabenabzug zu einem steuerlichen Vorteil führt, der höher als die Zulage ist, so wird bei der Einkommensteuerveranlagung der über die Zulage hinausgehende Betrag festgestellt. Führt die niedrigere Einkommensteuerfestsetzung aufgrund des zusätzlichen Sonderausgabenabzugs zu einer Steuererstattung, wird diese nicht zugunsten Ihres Altersvorsorgevertrags gutgeschrieben, sondern direkt an Sie überwiesen.

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