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Abteilungen

Klinik Borkum Riff mit Nebengebäuden, im Vordergrund Dünenlandschaft

Im Folgenden finden Sie eine Beschreibung weiterer Abteilungen unserer Klinik. Sie können sich hier einen Überblick über unsere Leistungen verschaffen und sich über unsere Angebote informieren.

Pflegerische Behandlung

Dem examinierten Pflegepersonal kommt in der Rehabilitation eine zentrale Koordinationsfunktion und Schnittstellenfunktion zu. Unsere freundlichen Pflegekräfte sind durch ihre 24-stündige Präsenz die zentralen Ansprechpartner für den Patienten, sowie den Arzt und den Kollegen aus allen Abteilungen. Zu den Aufgaben des Pflegedienstes gehört neben der Organisation und Dokumentation im Rahmen der Patientenbetreuung die Durchführung der Grundpflege. Über besondere Kenntnisse verfügen sie bei der Bewältigung von Atemnotsanfällen und bei der Assistenz im Notfall, sowie bei der aufwendigen Betreuung von Mucoviscidose-Patienten. Regelmäßig ist das Pflegepersonal bei der externen Dermatotherapie tätig, besonders bei Dithranolanwendungen im Stationszimmer.

Eine noch stärkere Einbindung in bestehende Schulungsprogramme wird zukünftig angestrebt. Durch die Umstrukturierung des Gesundheitswesens ist eine laufende Weiterqualifizierung für das Pflegepersonal in der Rehabilitation erforderlich.

Gesundheitstraining

Im Rahmen des Gesundheitstrainings werden Vortragsveranstaltungen und Seminare zu speziellen Themen hinsichtlich gesundheitsbewusster Lebensführung und Möglichkeiten der Krankheitsvorsorge und Krankheitsbewältigung durchgeführt. Das Gesundheitstraining wird von Ärzten, Psychologen und Diätassistenten gestaltet.

Themen der Vortragsveranstaltungen:

  • Neurodermitis
  • Psoriasisschulung
  • Gesunde Ernährung
  • Stressbewältigung
  • Obstruktive Atemwegserkrankungen

Funktionsdiagnostik

Um eine erfolgreiche Behandlung und eine individuelle Rehabilitation von seitens Ihres betreuenden Arztes durchzuführen, bedarf es einer umfassenden Funktionsdiagnostik. Aufgrund der heute eingesetzten modernen computergesteuerten Diagnostikverfahren sind auch in dieser Abteilung hoch geschulte und erfahrene Mitarbeiter an Ihrer Seite. Unser Haus kann daher alle diagnostischen Aufgaben erfüllen, die zur Beurteilung Ihrer Belastbarkeit während Ihres Aufenthaltes und später in Beruf und Freizeit erforderlich sind und die Grundlage Ihres individuellen Rehabilitationsplans bildet.

Wir führen folgende Diagnostikverfahren durch:

 

  • Ruhe-EKG und Belastungs-EKG
  • Langzeit-EKG  und Langzeit-Blutdruckmessung
  • Elektrokardiologie (Herzultraschall)
  • Blutgasanalysen iln Ruhe und Belastungsuntersuchung
  • Laufbanddiagnostik und Gehstreckendiagnostik
  • Röntgendiagnostik mit Durchleuchtung
  • Ultraschalluntersuchung der Bauchorgane
  • Ultraschalluntersuchung der Schilddrüse
  • Doppleruntersuchungen
  • Schafapnoe-Diagnostik
  • Ergospirometrie
  • Bodyplethsymoqraphie
  • Fluß/Volumenmessung
  • Diffusionsmessung
  • FRC Auswaschmethode und Atemantrieb P1
  • Provokation mittels Methacholininhalation
  • Lungencompliancemessung
  • Allergielabor
  • Klinisch-chemisches Labor
  • Mykologisches Labor

Physiotherapie

Die aktive Therapie steht im Vordergrund. Die Therapiegruppen werden nach verschiedenen Indikationen eingeteilt. Zum Beispiel gibt es die  Atemtherapie, Rückenschule, Fitnessgruppe, Walking, Strandgymnastik, Ergometertraining, Sequenztraining und Wassergymnastik. Für diese Therapien stehen verschiedene Gruppenräume, ein Meerwassertherapiebecken sowie im Berdarfsfall eine Sporthalle und natürlich der große Strand und die weitläufige Dünenlandschaft zur Verfügung.

Für die individuelle Therapie verfügt die Rehabilitationsklinik Borkum Riff über mehrere Einzeltherapieräume. Passive Therapie wird ebenfalls angeboten, in Form von Elektrotherapie, Massagen, Wannenbäder, Schlickpackungen, Bestrahlung, Lymphdrainage und Inhalation.

Dem Patienten wird empfohlen, die Nähe zur Natur zu suchen. Sie wirkt entspannend und übt auf den Menschen mit chronischen Erkrankungen eine starke Wirkung auf Seele und Gemüt aus. Darum sollte die therapiefreie Zeit genutzt werden.

Die Physiotherapie ist eine Säule in der Rehabilitation von Patienten mit Mukoviszidose. Der strukturierte Behandlungsplan umfasst tägliche Einzeltherapie, Mobilisationsgymnastik, Ausdauertraining, Sequenztraining, Massage, Wärmepackung sowie ein angepasstes Sportprogramm

Badeabteilung

Nach ärztlicher Verordnung können folgende Therapien angeboten werden:

  • galvanische Stangerbäder
  • Süßwasseriontophorese
  • Therapeutischer Ultraschall
  • Galvanische 4-Zellenbäder

Sauna

  • Sauna für Damen und Herren
  • Güsse:  Kneippsche Güsse und Wechselgüsse

Phototherapie 

  • UVA und UVB-Ganzkörperbestrahlungen
  • UVA und UVB/SUP-Teilbestrahlungen

Inhalationstherapie 

  • Meerwasserinhalation
  • Meerwassernasenduschen mit Medikament oder ohne Medikament 

Balneotherapie 

  • Meeresschlickpackungen
  • Meeresteilschlickpackungen

Hydrotherapie 

  • Meerwasserwannenbäder und -duschen
  • Süßwasserwannenbäder
  • Luftsprudelbäder
  • Moorlauge

Psychologie

Im Sinne eines ganzheitlichen Therapieansatzes besteht für unsere Patienten die Möglichkeit zur Teilnahme an verschiedenen psychologischen Angeboten. Vorrangig geht es um eine umfassende Unterstützung im Rahmen der Krankheitsbewältigung. Das Erlernen einer Entspannungsmethode bietet dem Patienten eine Erleichterung im Umgang mit verschiedenen Symptomen seiner Erkrankung sowie mit alltäglichen Situationen und bietet somit eine Chance zur aktiven Beeinflussung des eigenen Wohlbefindens. Wir bieten hier das Autogene Training und die Progressive Muskelentspannung nach Jacobsen als Gruppenverfahren an.

Einen weiteren Schwerpunkt stellen themenzentrierte Gruppen dar, wie die Neurodermitisgesprächsgruppe und das Raucherentwöhnungstraining. Im Mittelpunkt stehen hier der Austausch der Patienten untereinander, Wissensvermittlung, Motivationsstärkung und die schrittweise Vermittlung von Bewältigungsstrategien und alternativen Verhaltensweisen.

Ergänzend zu den Gruppenangeboten ist die Teilnahme an psychologischen Einzelgesprächen möglich. Hier stehen Fragen zu individuellen Krankheitserfahrungen und zur Krankheitsverarbeitung im Vordergrund, sowie Hilfestellungen zur Bewältigung schwieriger Alltagssituationen im privaten und beruflichen Umfeld.

Im Rahmen gesundheitsbildender Maßnahmen finden Vorträge zum Thema „Stress“ statt, welche die Vermittlung grundlegender Kenntnisse über den Zusammenhang zwischen Stress und die Entstehung von Symptomen sowie die Möglichkeit der Stressreduktion und Stressbewältigung zum Ziel haben.

Patientenberatung

Die Patientenberatung unterstützt im Verbund mit den Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter der unterschiedlichen Abteilungen die Wegweiserfunktion für die Patienten.

Die Themenschwerpunkte sind

  • Grundinformationen zu Leistungen der medizinischen Rehabilitation sowie der Teilhabe am Arbeitsleben (berufliche Rehabilitationsmöglichkeiten) 
  • Informationen zur Rente für Menschen mit Schwerbehinderung und Erwerbsminderungsrenten. Eine persönliche Rentenberatung, unter Berücksichtigung des Rentenkontos, kann nur in der örtlichen Auskunfts- und Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung durchgeführt werden. 
  • Informationen zum Thema Schwerbehinderung und Selbsthilfegruppen 
  • In finanziellen und psychosozialen Fragen kann zusammen nach einer Lösung gesucht und mögliche Beratungsstellen bzw. Leistungserbringer vor Ort genannt werden. 

Hierfür werden offene Sprechstunden oder Einzelgespräche sowie Vorträge angeboten.

Die Patientenberatung wird von unserem Sozialarbeiter, Herrn Klaus-Uwe Keitel, durchgeführt.

Ergotherapie

Unseren Patientinnen und Patienten stehen je nach ärztlicher Verordnung drei verschiedene Therapieangebote zur Verfügung:

  1. Funktionelle Therapie
  2. Ergotherapeutische Gestaltungstherapie
  3. Ergotherapeutische Maltherapie

Maltherapie

In der ergotherapeutischen Maltherapie werden verschiedene Maltechniken und Zeichentechniken angeboten. Indikationsschwerpunkte sind: 

  • Psycho-vegetatives Erschöpfungssyndrom
  • Malignes Melanom

Ein vorausgegangenes Einzelgespräch zwischen Patient und Therapeuten bildet die Grundlage. Hier wird eine therapeutische Vertrauensbasis geschaffen und das individuelle Therapieziel erarbeitet sowie die Vorgehensweise festgelegt. Der weitere Therapieverlauf findet in Form eines Gruppenangebotes statt. Frei von Leistungsgedanken führen die Teilnehmer beispielsweise Seidentechniken, Acryltechniken und Aquarelltechniken durch. Schon allein der Umgang mit Farben kann neue Sinneserfahrungen auslösen, die über die vegetative Wahrnehmung zur Verbesserung der emotionalen Befindlichkeit führen. Viele Patienten nutzen hier die Gelegenheit, um durch ihr kreatives Wirken von alltäglichen, beruflichen und/oder krankheitsbedingten Sorgen abzuschalten und somit ihre psychische Belastbarkeit zu stärken. Ein Teil der Maltherapie besteht darin, erste Schritte auszuprobieren mit denen das malerische Gestalten als nonverbales Ausdrucksmittel genutzt werden kann. Unbewusste und bewusste Impulse, Gefühle und Wünsche können zum Ausdruck kommen, differenziert und integriert werden. Oft zeigen sich dem Gestalter der Bilder unerwartete Ressourcen wie Schönes und Hoffnungsvolles. 

Gestaltungstherapie

Unsere Gestaltungstherapie ist ein Gruppenangebot, das sich für Patientinnen und Patienten, die unter Juckreiz bzw. unter Kratzverhalten leiden anbietet. Indikationsschwerpunkte sind: 

  • Neurodermitis
  • Psoriasis

Bei einigen Hauterkrankungen stellt der Juckreiz für viele Patienten ein großes Problem dar. Verbunden mit einem Kratzverhalten kann ein so genannter „Teufelskreis“ entstehen, der nicht nur zu weiteren Hautschäden, sondern auch zu einer psychischen Belastung führen kann. In der Ergotherapie haben die Teilnehmer die Möglichkeit sich ein Hilfsmittel, einen so genannten Schmeichelstein aus Speckstein herzustellen, der den Juckreiz lindert und das Kratzverhalten einschränkt. Durch die Form einer Gruppentherapie, in der Reflexionsgespräche und Gemeinschaftsarbeiten integriert sind, lernt man die Sichtweisen, Erfahrungen und Standpunkte anderer Teilnehmer kennen, die eine wichtige Hilfe zur Erweiterung der Selbstwahrnehmung und Verbesserung der Krankheitsverarbeitung sein können. Dieses Therapieangebot ist über einen längeren Zeitraum gemeinsam von Therapeuten und Patienten entwickelt und im weiteren Verlauf verfeinert worden. 

Funktionelle Therapie

Die funktionelle Therapie richtet sich an Patientinnen und Patienten mit Handfunktionsstörungen. Indikationsbeispiele sind: 

  • Psoriasis mit Gelenkbeteiligung
  • Chronische Polyarthritis
  • Fingerpolyarthrosen
  • Rhizarthrose
  • Nervenkompressionssyndrome

Nach einer ergotherapeutischen Befunderhebung beginnt ein auf den Patienten individuell ausgerichtetes Therapieprogramm. Dazu können die speziell in diesem Fachbereich geschulten Therapeuten auf ein umfangreiches Angebot zurückgreifen. Gemeinsam mit den Patienten wird ein Trainingsprogramm zur selbständigen Durchführung erarbeitet und beübt, das zum Erhalt bzw. zur Verbesserung der feinmotorischen Fähigkeiten dienen soll. Je nach Indikation können verschiedene Gelenkmobilisationstechniken und vegetative Behandlungsverfahren sowie eine manuelle Therapie oder funktionelle Therapiespiele durchgeführt werden. Zum Erhalt der Selbständigkeit in Alltag und Beruf werden Hilfsmittelberatungen, Gelenkschutzberatungen und Schienenberatungen angeboten, die das Therapieprogramm abrunden.

 

Ernährungsberatung

Alle Patienten mit ernährungsrelevanten Erkrankungen erhalten eine Ernährungsberatung durch die Diätassistentinnen. Bei Bedarf wird eine Einzelberatung durchgeführt, zum Beispiel über:

  • Ernährung und Neurodermitis
  • Ernährung bei Psoriasis
  • Laktoseintoleranz
  • Milcheiweißallergie
  • Hühnereiweißallergie
  • Nickelallergie
  • Kreuzreaktionen von Nahrungsmitteln bei Pollenallergien
  • Unverträglichkeiten von Lebensmitteln
  • Diabetes mellitus

 Gruppenberatungen bekommen Patienten mit:

  • erhöhten Cholesterinwerten und Triglyceridwerten (Neutralfette)
  • erhöhten Harnsäure-Werten (Gicht)
  • Reduktionskost

Für Patienten mit einem BMI (Body-Mass-Index) über 25 bieten wir eine Adipositasschulung an. Sie ist kombiniert  mit der Adipositasgymnastik. Die Schulung besteht aus drei theoretischen Teilen und wird durch praktische Unterweisungen in der klinikeigenen Lehrküche ergänzt.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Schulung von Erwachsenen Patienten mit Mukoviszidose (CF). Die Ernährung wird individuell dem Patienten angepasst. Es geht von einer gesunden, ausgewogenen Kost bis hin zu einer hochkalorischen Ernährung. Anhand von Ernährungsprotokollen schulen wir die CF-Patienten so, dass sie den notwendigen Energiegehalt und die Optimierung der Wirkstoffe auch zu Hause erhalten.

Ziel der Ernährungsberatung ist die Motivation zur Ernährungsumstellung und die Optimierung der Nährstoffe und Wirkstoffe im Privatleben.

Qualitätsmanagement

Neben einer externen Qualitätssicherung durch die Deutsche Rentenversicherung Bund ist in unserer Klinik ein internes Qualitätsmanagement - QMS-REHA- etabliert, das speziell in dem Bereich der medizinischen Rehabilitation Anwendung findet.

Die Verantwortung für das Qualitätsmanagement liegt bei der Klinikleitung. Unser Rehabilitationszentrum verfügt über eine Qualitätsmanagement-Beauftragte. Diese koordiniert im Auftrag der Klinikleitung die Aufrechterhaltung und Weiterentwicklung des QM-Systems.

Der zentrale Grundsatz der Qualitätspolitik der Reha-Klinik Borkum Riff besteht in der kontinuierlichen Qualitätsentwicklung. Sie umfasst alle Aspekte der Betreuung der uns anvertrauten Patienten.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tragen als Experten die Verantwortung für die Qualität in ihrem unmittelbaren Arbeitsumfeld. Dazu gehört u. a. das zuverlässige Einhalten der beschriebenen Prozesse, das Verwenden der vorgegebenen Dokumente sowie das Ausführen einzelner Tätigkeiten entsprechend den beruflichen bzw. fachlichen Standards. Gemeinsam mit den zuständigen Prozessverantwortlichen werden die einzelnen Elemente des Qualitätsmanagementsystems (Prozesse, Dokumente, Instrumente) weiterentwickelt.

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