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Sie sorgen bereits vor?

Zulageantrag und Antragsfrist

Altersvorsorgebeiträge müssen grundsätzlich bis zum 31.12. des Beitragsjahres, für das sie gelten sollen, entrichtet werden. Die Zulage wird nur auf Antrag gewährt.

Der Zulageantrag ist bis zum Ablauf von 2 Kalenderjahren nach dem jeweiligen Beitragsjahr bei Ihrem Anbieter, bei welchem Sie einen Altersvorsorgevertrag abgeschlossen haben, einzureichen.

Für das Beitragsjahr 2013 muss demnach der Antrag auf Zulage bis spätestens 31.12.2015 bei Ihrem Anbieter gestellt werden.

Für das Beitragsjahr 2012 können Sie den Zulageantrag noch bis zum 31.12.2014 bei Ihrem Anbieter einreichen.

Sie können auch den Anbieter Ihres Vertrages schriftlich bevollmächtigen, für jedes Beitragsjahr die Zulage für Sie zu beantragen (= Zulageantrag mit Dauerwirkung). Die Vollmacht gilt bis auf Widerruf.

Arbeitsabläufe in der ZfA

  • Ermittlung des Zulageanspruchs und der Höhe der Zulage auf Grundlage der übermittelten oder erhobenen Daten
  • Auszahlung der Zulage an den Anbieter zur Gutschrift auf den Altersvorsorgevertrag des Zulageberechtigten
  • spätere Überprüfung: Datenabgleich mit den Rentenversichungsträgern, den Familienkassen, der Bundesagentur für Arbeit, den zuständigen Stellen und den Finanzämtern
  • nachträgliche Rückabwicklung eventuell zu Unrecht gezahlter Zulagen über den Anbieter

Festsetzung der Zulage nach § 90 Absatz 4 Einkommensteuergesetz (EStG)

Ein von Ihnen gestellter Zulageantrag wird von dem Anbieter Ihres Altersvorgevertrages per Datenfernübertragung an die Zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) übermittelt.

Die ZfA ermittelt auf Grund der erhobenen und übermittelten Daten, ob und in welcher Höhe ein Zulageanspruch besteht. Das Ergebnis wird dem Anbieter Ihres Altersvorsorgevertrages mitgeteilt und die Zulage zum nächst möglichen gesetzlich festgeschriebenen Auszahltermin ausgezahlt. In dem dem Jahr der Auszahlung folgenden Kalenderjahr wird das Ermittlungsergebnis in der Bescheinigung nach § 92 EStG dargestellt. Diese Bescheinigung wird Ihnen einmal jährlich von Ihrem Anbieter übersandt.

Nach Erhalt der oben genannten Bescheinigung sollten Sie deren Inhalt überprüfen. Haben Sie Einwände hinsichtlich der Höhe der gewährten Altersvorsorgezulage, so können Sie über Ihren Anbieter die Festsetzung der Zulage für das betreffende Beitragsjahr beantragen. Der Antrag auf Festsetzung der Zulage ist innerhalb eines Jahres nach Erhalt der Bescheinigung nach § 92 EStG schriftlich und eigenhändig unterschrieben bei Ihrem Anbieter einzureichen. Dem Antrag ist eine Kopie oben genannter Bescheinigung beizufügen.

Ihr Anbieter wird dem Antrag auf Festsetzung eine Stellungnahme beifügen und diesen vollständig an die ZfA weiterleiten.

Durch die ZfA erfolgt eine Überprüfung hinsichtlich des Zulageanspruchs und der Höhe der Zulage. Als Ergebnis wird Ihnen ein Bescheid über die Festsetzung der Zulage für das beantragte Beitragsjahr von der ZfA übersandt. Ihr Anbieter wird über das Ergebnis der Festsetzung informiert.

Verzug ins Ausland

Informieren Sie sich hier, welche Folgen bei einem Verzug ins Ausland für Ihren Riester-Vertrag eintreten.

Fragen und Antworten

Bestandsschutz und Beendigung der unbeschränkten Steuerpflicht

Sie sind zulageberechtigt als Grenzpendler (Wohnsitz in Deutschland und Arbeit im Ausland). Informieren Sie sich hier, welche Folgen bei Beendigung der unbeschränkten Steuerpflicht für Ihren Riester-Vertrag eintreten.

Fragen und Antworten

Auszahlungsphase

Nach den Regelungen des Altersvorsorgeverträge-Zertifizierungsgesetzes darf Altersvorsorgevermögen nur wie folgt ausgezahlt werden:

  • frühestens mit Vollendung des 62. Lebensjahres oder
  • mit Beginn der Altersrente aus einem gesetzlichen Alterssicherungssystem

in Form einer lebenslangen gleich bleibenden oder steigenden monatlichen Leibrente.

Die Auszahlungen von Altersvorsorgevermögen sind mit dem individuellen Steuersatz zu versteuern.

Bei der Entscheidung über einen Anspruch auf Grundsicherungsleistungen werden die Einkünfte aus der Riester-Rente ebenso wie jedes Einkommen und Vermögen oder auch Einkünfte des Partners angerechnet.

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