Deutsche Rentenversicherung

Sozialmedizinischer Verlauf nach medizinischer Rehabilitation (SMV)

Wiedereingliederung in das Berufsleben – Return to Work

Der sozialmedizinische Verlauf nach medizinischer Rehabilitation ist ein Instrument zur Messung der Ergebnisqualität einer Rehabilitation. Der Sozialmedizinische Verlauf wird in der Routine der Reha-Qualitätssicherung eingesetzt, um anhand des Erwerbsverlaufs nach einer medizinischer Rehabilitation eine Aussage zur Qualität der zurückliegenden Rehabilitation zu treffen. Über einen Zeitraum von zwei Jahren nach Rehabilitation werden Rehabilitanden und Rehabilitandinnen der Rentenversicherung dahingehend beobachtet, ob und wie sie im Erwerbsleben verbleiben. Hierbei werden die Routinedaten der Rentenversicherung aus den Bereichen Versicherung, Rehabilitation und Berentung genutzt.

Zahlen und Fakten

In den sozialmedizinischen Verlauf gehen jährlich Daten von ca. 660.000 Rehabilitanden und Rehabilitandinnen der rund 1.300 beteiligten Fachabteilungen ein. Ein QS-Ergebnis wird erzeugt, wenn aus einer Fachabteilung mindestens 50 Reha-Entlassungsberichte vorliegen.

Weiterentwicklung

Von Herbst 2019 bis Dezember 2020 wurde ein wissenschaftliches Projekt zur Adjustierung des Sozialmedizinischen Verlaufs nach Rehabilitation durchgeführt. Ziel des Projektes war die Entwicklung eines Adjustierungsmodells, das einen fairen Vergleich der Ergebnisqualität von Reha-Fachabteilungen ermöglicht.

Das Adjustierungsmodell gleicht mit mathematischen Methoden Unterschiede zwischen Reha-Fachabteilungen aus, für die sie nicht verantwortlich sind. Geprüft wurden der Einfluss rehabilitandenseitiger Merkmale, aber auch regionale Merkmale und deren unterschiedliche Verteilung innerhalb der Fachabteilungen. Durch den Einsatz von Diskussionsgruppen konnte der Einbezug von Praktikerinnen und Praktikern aus den Reha-Einrichtungen und den Trägern der Rentenversicherung bei der Überarbeitung des Rückmeldekonzepts gewährleistet werden.

Als Ergebnis des Projekts wird der Erwerbsstatus über die Anzahl der Tage in sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung im betrachteten Zeitraum nach der Rehabilitation dargestellt. Dieser Wert überzeugte durch leichte Nachvollziehbarkeit und Unabhängigkeit von Arbeitsdauer und Stundenlohn. Der bisher zweijährige Nachbetrachtungszeitraum soll zukünftig um einen einjährigen Nachbetrachtungszeitraum zugunsten einer zeitnahen Auswertung und Berichterstattung erweitert werden.

Aktuell werden die Ergebnisse des Projekts in die Routine der QS-Berichterstellung eingebracht, solange ist die QS-Berichtserstattung zum Sozialmedizinischen Verlauf nach medizinischer Rehabilitation ausgesetzt.

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