Deutsche Rentenversicherung

Forschungsschwerpunkt "Berufliche Rehabilitation"

Im Rahmen eines gemeinsamen Forschungsschwerpunkts fördert die Deutsche Rentenversicherung ab Oktober 2021 Forschungsvorhaben, die einen Beitrag zur Weiterentwicklung der beruflichen Rehabilitation leisten.

Zukunftsfähige und bedarfs- wie auch arbeitsmarktgerechte berufliche Rehabilitationsleistungen und -prozesse erfordern eine wissenschaftliche Fundierung, Qualitätssicherung und kontinuierliche evidenzbasierte Weiterentwicklung. Um hierzu einen Beitrag zu leisten, haben sich im Jahr 2020 acht Rentenversicherungsträger mit dem Dezernat Reha-Wissenschaften der Deutschen Rentenversicherung Bund zusammengeschlossen, um einen gemeinsamen Forschungsschwerpunkt „Weiterentwicklung der beruflichen Rehabilitation“ zu initiieren. Über eine Förderbekanntmachung wurden Forschende zur Einreichung von Projektanträgen aufgefordert. Nach fachlicher Begutachtung durch Expert*innen und Beratung in den Gremien der beteiligten Rentenversicherungsträger werden bis zu zehn zur Förderung ausgewählte Projekte im Herbst bzw. Winter 2021/2022 ihre Arbeit aufnehmen können.

Hintergrund

Die Rehabilitation hat die Aufgabe, behinderten oder von Behinderung bedrohten Menschen die Teilhabe am Leben in der Gesellschaft zu ermöglichen. Bei der beruflichen Rehabilitation der Rentenversicherung geht es – ihrem gesetzlichen Auftrag gemäß – insbesondere um die Integration bzw. den Integrationserhalt im Arbeitsleben. Sie ist als Teil des gegliederten Systems der deutschen Gesundheitsversorgung und mit ihrer Ausrichtung auf die Arbeitswelt von den vielfältigen dynamischen Entwicklungen beider Bereiche unmittelbar betroffen.

Zukunftsfähige und bedarfs- wie auch arbeitsmarktgerechte berufliche Rehabilitationsleistungen und -prozesse bedürfen der wissenschaftlichen Fundierung, Qualitätssicherung und kontinuierlichen evidenzbasierten Weiterentwicklung. Bisher liegen jedoch nur wenige aussagefähige empirische Befunde zu Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (LTA) vor. Eine Stimulierung, Intensivierung und Systematisierung von Forschungsaktivitäten zur beruflichen Rehabilitation erscheint essenziell, um sicherzustellen, dass sich diese Entwicklungen auf wissenschaftliche Grundlagen stützen können.

Dabei erfordern der hohe und komplexe Forschungsbedarf und die zugleich stark regionale Ausrichtung von LTA eine übergreifende Förderinitiative mehrerer Rentenversicherungsträger, die sowohl regionsübergreifende, übergeordnete Vorhaben als auch die Bearbeitung regional spezifischer Fragestellungen mit Orientierung an jeweils unterschiedlichen Arbeitsmarkt-, Wirtschafts- und Sozialstrukturen erlaubt.

Um diese Herausforderungen zu bewältigen, haben sich im Jahr 2020 acht Rentenversicherungsträger mit dem Dezernat Reha-Wissenschaften der Deutschen Rentenversicherung Bund zusammengeschlossen, um erstmals einen gemeinsamen, trägerübergreifenden Forschungsschwerpunkt „Weiterentwicklung der beruflichen Rehabilitation“ zu initiieren. Beteiligt sind:

  • Deutsche Rentenversicherung Baden-Württemberg
  • Deutsche Rentenversicherung Bayern Süd
  • Deutsche Rentenversicherung Berlin-Brandenburg
  • Deutsche Rentenversicherung Bund, Abteilung Rehabilitation
  • Deutsche Rentenversicherung Bund, Dezernat Reha-Wissenschaften
  • Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See
  • Deutsche Rentenversicherung Mitteldeutschland
  • Deutsche Rentenversicherung Nord
  • Deutsche Rentenversicherung Rheinland-Pfalz

In einer Begleit- und Steuerungsgruppe, die durch das Dezernat Reha-Wissenschaften der Deutschen Rentenversicherung Bund koordiniert wird, arbeiten Vertreter*innen aller beteiligten Träger bei der Ausgestaltung des Forschungsschwerpunkts zusammen.

Um forschende Institutionen gezielt zur Einreichung einschlägiger Forschungsvorhaben anzuregen, wurde im November 2020 eine Förderbekanntmachung veröffentlicht. Mit der Bekanntmachung wurden vor allem Vorhaben zu den vier folgenden Themengebieten angesprochen:

  • Bedarf, Zugang und Inanspruchnahme von LTA
  • Analyse und Weiterentwicklung von LTA, flankierenden Leistungen und Prozessen der beruflichen Rehabilitation
  • Wirkungen beruflicher Reha-Strategien
  • Arbeitsmarkt und Einbindung des betrieblichen Settings

Anträge und Projekte

Das 2-stufige Antrags- und Begutachtungsverfahren wurde durch das Dezernat Reha-Wissenschaften der Deutschen Rentenversicherung Bund koordiniert. Von insgesamt 19 eingereichten Projektskizzen wurden nach einem ersten Begutachtungsschritt durch Gutachter*innen der beteiligten Rentenversicherungsträger 10 Skizzen ausgewählt, die für die Ausarbeitung eines ausführlichen Forschungsantrags geeignet schienen. Im zweiten Begutachtungsschritt erfolgte die Begutachtung der ausgearbeiteten Projektanträge durch den gleichen Gutachter*innenkreis. Die auf dieser Grundlage von der Begleit- und Steuerungsgruppe des Forschungsschwerpunkts abgegebenen Förderempfehlungen werden derzeit von den zuständigen Gremien der beteiligten Rentenversicherungsträger beraten.

Im Fall einer positiven Förderentscheidung ist ein Beginn der Projekte im Zeitraum von Oktober 2021 bis Januar 2022 vorgesehen.

Geförderte Projekte im Rahmen des Forschungsschwerpunkts "Weiterentwicklung der beruflichen Rehabilitation“

Informationen über die im Rahmen des Forschungsschwerpunkts geförderten Projekte werden ab Herbst 2021 an dieser Stelle verfügbar sein.

Kontakt

Der Forschungsschwerpunkt wird über folgende Stelle koordiniert:

Deutsche Rentenversicherung Bund
Geschäftsbereich Prävention, Rehabilitation und Sozialmedizin
Dezernat Reha-Wissenschaften
Bereich 0421/ R4012
10704 Berlin

Für inhaltliche, formale und administrative Rückfragen wenden Sie sich bitte an:

Frau Dr. Anne-Kathrin Mayer (Telefon: 030 865-32775).

Mail: forschung-berufliche-reha[at]drv-bund.de

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