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I. Mindestvoraussetzungen

Vertrag nach § 21 SGB IX der Deutschen Rentenversicherung

Die Rehabilitationseinrichtung muss mit einem (federführenden) Träger der Deutschen Rentenversicherung einen Vertrag nach § 21 SGB IX abgeschlossen haben.
Für Vertragsabschlüsse mit der Deutschen Rentenversicherung Braunschweig-Hannover muss eine Rehabilitationseinrichtung in der Regel im Zuständigkeitsbereich der Deutschen Rentenversicherung Braunschweig-Hannover angesiedelt sein. Die Deutsche Rentenversicherung Braunschweig-Hannover ist Träger der allgemeinen Rentenversicherung in den Grenzen der bis zum 31. Dezember 2004 bestehenden Regierungsbezirke Braunschweig, Hannover und Lüneburg sowie in den Landkreisen Aurich, Emsland, Grafschaft Bentheim, Leer und Osnabrück sowie in den kreisfreien Städten Emden und Osnabrück.

Aufgrund der Strukturverantwortung aus § 19 Abs. 1 S. 1 SGB IX ist regional und fachlich dafür Sorge zu tragen, dass die erforderlichen Rehabilitationseinrichtungen in ausreichender Zahl und Qualität zur Verfügung stehen. Außerdem ist das Federführungsprinzip der Deutschen Rentenversicherung zu beachten. Der Rentenversicherungsträger trifft hierbei eigenverantwortlich mit Wirkung für die gesamte Deutsche Rentenversicherung mit der betreffenden Rehabilitationseinrichtung insbesondere Regelungen zum Rehabilitationskonzept, zum Stellenplan und zum Vergütungssatz.
Verträge nach § 21 SGB IX schließt die Deutsche Rentenversicherung Braunschweig-Hannover in der Regel nur mit Rehabilitationseinrichtungen in ihrem Zuständigkeitsbereich.

Basisvertrag nach § 21 SGB IX Anlage zum Vertrag nach § 21 SGB IX

Zertifizierung nach § 20 Abs. 2a SGB IX für Rehabilitationseinrichtungen

Alle stationären Rehabilitationseinrichtungen nehmen an einem Qualitätsmanagement-Verfahren teil, das von der BAR anerkannt worden ist.
Mit einem Zertifikat auf der Grundlage eines anerkannten Qualitätsmanagement-Verfahrens ist für den Gültigkeitszeitraum der Nachweis erbracht, dass die stationäre Rehabilitationseinrichtung die grundsätzlichen Anforderungen an ein einrichtungsinternes Qualitätsmanagement für stationäre Rehabilitationseinrichtungen nach § 20 SGB IX erfüllt.www.bar-frankfurt.de

Qualitätskriterien: Teilhabeorientiertes Leitbild, Einrichtungskonzept, Indikationsspezifische Rehabilitationskonzepte, Verantwortung für das Qualitätsmanagement in der Einrichtung, Basiselemente eines Qualitätsmanagement-Systems, Beziehungen zu Rehabilitanden/Bezugspersonen/Angehörigen/Behandlern, Leistungsträgern/Selbsthilfe, Systematisches Beschwerdemanagement, Externe Qualitätssicherung, Interne Ergebnismessung und -analyse (Verfahren), Fehlermanagement, Interne Kommunikation und Personalentwicklung.www.bar-frankfurt.de

Ambulante Rehabilitationseinrichtungen benötigen keine Zertifizierung, stellen aber ein Qualitätsmanagement i.S.d. § 20 Abs. 2 SGB IX sicher.

Erfüllung der Strukturqualität von Rehaeinrichtungen nach den Anforderungen der Deutschen Rentenversicherung

Für ambulante medizinische Rehabilitationseinrichtungen gelten die Vorgaben überwiegend entsprechend.
Um eine qualitativ hochwertige und indikationsbezogen vergleichbare Leistungserbringung für die Deutsche Rentenversicherung zu gewährleisten, sind die Anforderungen an die Strukturqualität (sogenannte strukturrelevante Merkmale) einzuhalten.

Die Merkmale, die für Rehabilitanden mit einem spezifischen Rehabilitationsbedarf vorgehalten werden (sogenannte zuweisungsrelevante Merkmale) sind entsprechend der Indikationsgebiete aufgeteilt und abhängig der Rehabilitandenklientel ebenfalls einzuhalten.

Strukturqualität von Reha-Einrichtungen: Voraussetzung für individuelle und umfassende Rehabilitation

Rehabilitations- und Therapiekonzept zur medizinischen Rehabilitation je Indikation

Das Konzept ist am Rahmenkonzept zur medizinischen Rehabilitation in der gesetzlichen Rentenversicherung auszurichten und muss darüber hinaus arbeits- und berufsbezogene Elemente enthalten. Das Rehabilitationskonzept ist handlungsleitend für die Durchführung der Leistung zur medizinischen Rehabilitation und ist mit dem Rentenversicherungsträger zu vereinbaren. Es ist bedarfsorientiert entsprechend der strukturellen und personellen Ausstattung sowie der medizinischen Erkenntnisse zu aktualisieren. Die aktualisierten Konzepte sind ebenfalls mit dem Rentenversicherungsträger abzustimmen.

Reha- und Therapiekonzepte (Konzepte, Rahmenkonzepte, Rahmenempfehlungen,...) zur medizinischen Reha

Barrierefreiheit i.S.d. §§ 20 Abs. 1 und 19 Abs. 1 S. 2 SGB IX

Der Begriff der Barrierefreiheit wird maßgeblich in den jeweiligen Landesbauordnungen der Bundesländer sowie in den DIN-Normen mit ihren durch Verwaltungsvorschrift eingeführten Teilen bestimmt. Die oben angeführten Vorschriften sind in Rehabilitationseinrichtungen diskriminierungsfrei umzusetzen. Nach unserer Erfahrung hat sich die Einbeziehung des Behindertenbeauftragten der zuständigen kommunalen Verwaltungen bei der Umsetzung der Vorschriften bewährt.

Notfallsystem und Notfallmanagement

Die Rehabilitationseinrichtungen haben in allen Räumen, die allgemein für Rehabilitanden zugänglich sind, dafür Sorge zu tragen, dass über ein festinstalliertes Notfallsystem ein Notruf ausgelöst werden kann. Außerdem muss ein Notfallmanagement vorhanden sein.

Visitation

Eine (Erst-)Visitation ermöglicht vor Ort eine umfassende, aktuelle und fundierte Bewertung der Qualität der Rehabilitationseinrichtung. Visitationen sind ein Instrument der Reha-Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung. Mit Visitationen kann geprüft werden, ob die Rehabilitationseinrichtung die Voraussetzung für die Durchführung von Rehabilitation entsprechend der getroffenen Vereinbarungen und der Anforderungen der Deutschen Rentenversicherung erfüllt.

Visitationsmanual Stand Juni 2014

Teilnahme am Reha-Qualitätssicherungsprogramm der Deutschen Rentenversicherung Bund

Zur ständigen Verbesserung der Leistungen zur medizinischen Rehabilitation setzt die Deutsche Rentenversicherung Instrumente und Verfahren der Reha-Qualitätssicherung (QS) ein. Gesetzliche Grundlage ist § 20 Abs. 1 SGB IX. Dort werden vergleichende Qualitätsanalysen als Grundlage für ein effektives Qualitätsmanagement gefordert. Ziel der Reha-Qualitätssicherung der Rentenversicherung ist eine am Rehabilitanden bzw. Patienten orientierte Qualitätsverbesserung der medizinischen Rehabilitation. Zusätzlich sollen Leistungsreserven in den Rehabilitationseinrichtungen erschlossen werden. Hilfsweise - falls einzelne Voraussetzungen zur Teilnahme nicht erfüllt werden können - erfolgt ggf. die Teilnahme an einer entsprechenden Qualitätssicherung durch die Deutsche Rentenversicherung Braunschweig-Hannover.

Reha-Qualitätssicherungsprogramm

Vorgaben für die Verweildauer in Reha-Einrichtungen

Die Deutsche Rentenversicherung Braunschweig-Hannover macht Vorgaben für die durchschnittliche Verweildauer ihrer Versicherten in Rehabilitationseinrichtungen. Die folgenden Vorgaben sind einzuhalten und zu beachten:

Vorgaben für die stationäre medizinische Rehabilitation:

  • 33 Tage Psychosomatik
  • 28 Tage Neurologie
  • 22 Tage alle anderen Indikationen.

Vorgaben für die stationäre medizinische Rehabilitation bei Abhängigkeitserkrankungen:

Bewilligungsdauer (in Tagen)
BehandlungsangeboteAlkoholDrogenMedikamente
Regel- bzw. Standardbehandlung9115491
Kurzzeittherapie567056
Auffangbehandlung567056
Wiederholungsbehandlung567056
Festigungsbehandlung21--
Kombi-Nord-Behandlung9115491
Adaption708470
Nachsorge182182182

Für pathologisches Glücksspiel (F 63.0) und für schädlichen PC-Internet-Mediengebrauch (F 63.8) erfolgt eine Bewilligung für bis zu 56 bis 70 Tagen.
Bei reiner Cannabisabhängigkeit erfolgt eine Bewilligung für bis zu 84 Tagen.

Vorgaben für ganztags-ambulante medizinische Rehabilitation bei Abhängigkeitserkrankungen:
Bewilligungsdauer (in Wochen)

  • bei Alkohol und Medikamentenabhängigkeit: 12 Wochen
  • bei Drogenabhängigkeit: 20 Wochen

Vorgaben für die ganztags-ambulante medizinische Rehabilitation:

  • 24 Tage Psychosomatik
  • 20 Tage Neurologie
  • 16 Tage alle anderen Indikationen.

Vorgaben für die Rehabilitation psychisch Kranker (RPK):

  • medizinische und berufliche Phase je 3 Monate.

Vorgaben für die medizinische Rehabilitation von Kindern und Jugendlichen:

Kinder ohne Begleitung

  • Diagnosegrundgruppen 1, 2, 3, 4, 9, 11, 12: 31 Tage
  • Diagnosegrundgruppen 5, 6, 7, 13, 15, 16: 28 Tage
  • Diagnosegrundgruppen 8, 10: 38 Tage

Kinder mit Begleitung: 28 Tage.

Erstellung eines ärztlichen Reha-Entlassungsberichts

Im Anschluss an die Leistung zur medizinischen Rehabilitation ist von der behandelnden Rehabilitationseinrichtung der Entlassungsbericht zu fertigen. Der Entlassungsbericht hat innerhalb von 14 Tagen nach Beendigung der Rehabilitationsleistung beim Rentenversicherungsträger vorzuliegen und dient der Darstellung des klinischen Verlaufs und des unmittelbaren Rehabilitationserfolges, insbesondere aus sozialmedizinischer Sicht. Für eine einheitliche und umfassende Dokumentation im Entlassungsbericht wurde der „Leitfaden zum einheitlichen Entlassungsbericht in der medizinischen Rehabilitation der gesetzlichen Rentenversicherung“ erarbeitet. Der Leitfaden zeigt die Anforderungen auf, die an den ärztlichen Entlassungsbericht in der medizinischen Rehabilitation gestellt werden und hat sich für die Dokumentation von Rehabilitationsprozess und Rehabilitationsergebnis bewährt. Für Kombinationsbehandlung für Abhängigkeitserkrankungen in Norddeutschland (Kombi-Nord) sind die besonderen Vorgaben einzuhalten.

Handlungsanleitungen und Leitfäden zur Erstellung von ärztlichen Reha-Entlassungsberichten

Einhaltung der Klassifikation therapeutischer Leistungen

Die Klassifikation therapeutischer Leistungen (KTL) für die medizinische Rehabilitation wird seit 1997 in der Routine der Reha-Qualitätssicherung der Rentenversicherung eingesetzt, um das therapeutische Leistungsspektrum der Reha-Einrichtungen zu dokumentieren, zu bewerten und auch unter inhaltlichen Gesichtspunkten zu analysieren. Die KTL gilt sowohl für die stationäre wie auch für die ambulante medizinische Rehabilitation von Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern. Die routinemäßig erhobenen und ausgewerteten KTL-Daten werden jährlich an die Reha-Einrichtungen und die Rentenversicherungsträger zurückgemeldet.

Im Rahmen eines wissenschaftlichen Projekts ist die KTL 2007 (5. Auflage) überarbeitet worden. Wesentliche Änderungen der neuen KTL-Auflage sind die Aufnahme neuer fachlicher Schwerpunkte (z. B. der Kinder- und Jugendlichen-Rehabilitation) und neuer Reha-Konzepte wie medizinisch beruflich orientierte Reha sowie die Integration der neuen Studienabschlüsse nach der Bologna-Reform. In allen Kapiteln wurden weitere umfangreiche Änderungen vorgenommen. Einheitliche Begrifflichkeiten unter anderem für die Berufsgruppen werden eingeführt sowie die einheitliche Ausgestaltung der Leistungsformen (einzeln, Kleingruppe, Gruppe). Auch die Qualitätsmerkmale sind vereinheitlicht.

Die überarbeitete Klassifikation (KTL 2015) wird zum 1. Januar 2015 in der 6. Auflage in Kraft treten. Für den Zeitraum 1.1.2015 - 31.12.2015 sind beide KTL-Versionen 2007 und 2015 zugelassen. Ab dem 1.Januar 2016 ist nur noch die KTL 2015 zur Verschlüsselung zu verwenden.

Materialien zur KTL 2015

Tabelle KTL 2015(Excel-Tabelle mit den 4stelligen Schlüsselnummern)

Tabelle KTL 2015 und Qualitätsmerkmale(Excel-Tabelle mit Qualitätsmerkmalen)

Tabelle Überleitung KTL 2007 auf KTL 2015(Excel-Tabelle zur Überleitung der KTL 2007 auf KTL 2015)

Broschüre KTL 2015(Die pdf-Version der KTL 2015)

Einhaltung der Datenschutzvorgaben zum Schutz der Sozialdaten gemäß §§ 67 ff. SGB X


Einhaltung der Anforderungsprofile für Rehabilitationseinrichtungen

Weitere Informationen zu o.a. Anforderungsprofilen

Einhaltung der Reha-Therapiestandards der Deutschen Rentenversicherung

Anhand der Klassifikation therapeutischer Leistungen kann mit Hilfe der Reha-Therapiestandards überprüft werden, ob eine den Anforderungen entsprechende Behandlung stattgefunden hat. Die Reha-Therapiestandards der Deutschen Rentenversicherung beschränken sich exemplarisch auf einzelne Krankheitsbilder aus wichtigen Indikationsgebieten:

  • Koronare Herzkrankheit,
  • Diabetes mellitus,
  • Brustkrebs,
  • Hüft- und Knie-TEP,
  • Chronischer Rückenschmerz,
  • Depressive Störungen,
  • Alkoholabhängigkeit,
  • Schlaganfall,
  • Kinder und Jugendliche mit Adipositas,
  • Kinder und Jugendliche mit Asthma und Kinder und Jugendliche mit Neurodermitis.

Einhaltung Reha-Therapiestandards Downloads

Ganztägig ambulante Rehabilitationseinrichtungen
Ganztägig ambulante Rehabilitationseinrichtungen verfügen mindestens über 20 Plätze je Indikation im Bereich der somatischen und psychosomatischen Erkrankungen und über mindestens 12 Plätze im Bereich der Abhängigkeitserkrankungen.

Stationäre Rehabilitationseinrichtungen
Stationäre Rehabilitationseinrichtungen bringen die Versicherten der Deutschen Rentenversicherung grundsätzlich im Einzelzimmer unter.
Vereinzelt kann aus medizinischen Gründen mit Zustimmung des Versicherten und unter Einbeziehung der Deutschen Rentenversicherung auch eine Unterbringung im Doppelzimmer genehmigt werden.

Baulich-räumliche Trennung zum Akutbereich
Eine baulich-räumliche Trennung zwischen den Bereichen der Akutbehandlung und der Rehabilitation besteht.

Gewerbliche Untervermietung
Eine gewerbliche Untervermietung an zum Beispiel Leistungserbringer, die für die gesetzlichen Krankenkassen tätig werden, erfolgt nur in Abstimmung mit dem Federführer der Deutschen Rentenversicherung.
Einhaltung der strukturellen Vorgaben für Rehabilitationseinrichtungen für den Bereich der Abhängigkeitserkrankungen, bei denen die Deutsche Rentenversicherung Braunschweig-Hannover Federführer ist.

Einhaltung der Hygiene-, Brandschutz- und Arbeitsschutzvorschriften
Die Einhaltung der Hygiene-, Brandschutz- und Arbeitsschutzvorschriften ist obligatorisch. Die Durchsetzung der oben genannten Vorschriften wird von den zuständigen Institutionen geprüft und bewertet. Die Deutsche Rentenversicherung Braunschweig-Hannover behält sich vor, die Einhaltung der Regelungen in Augenschein zu nehmen.

Die Deutsche Rentenversicherung Braunschweig-Hannover weist besonders darauf hin, in jedem Fall eine ausführliche Beratung durch den Träger der Rentenversicherung bezüglich des Bedarfs an Leistungen zur medizinischen Rehabilitation, der Lage der Einrichtung und des Vergütungssatzes für die Leistungen in Anspruch zu nehmen.