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Fortbildungen für den Bereich Soziale Arbeit

Veranstaltungen wie Schulungen und Seminare möchten den Fachaustausch zwischen Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern sowie Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen, die in der medizinischen Rehabiliation tätig sind, unterstützen.

Fachaustausch: Soziale Arbeit in der medizinischen Rehabilitation

Die Rolle, die Qualifikation und die Aufgaben von Sozialarbeitern, Sozialarbeiterinnen und Sozialpädagogen und Sozialpädagoginnen in der medizinischen Rehabilitation sind vielfältig. In Abhängigkeit von den Teilnehmerbedürfnissen können im Fachaustausch verschiedene Themenbereiche wie zum Beispiel die Ausgestaltung von Einzel- und Gruppenarbeit in der Sozialen Arbeit, die Arbeit im multiprofessionellem Reha-Behandlungsteam, Soziale Diagnostik, Qualitätssicherung usw. bearbeitet werden. Die Seminarteilnehmer erhalten die Möglichkeit, durch Vorstellung aktueller Standards und Konzepte in der Sozialen Arbeit ihre eigene Arbeit zu reflektieren. Im gegenseitigen Austausch sollen Ideen bzw. Lösungsansätze für die zukünftige Arbeit gewonnen werden.

Veranstaltungsangebot für das Jahr 2019

Train-the-Trainer: Gruppenangebote der Sozialen Arbeit in der Medizinisch-beruflich orientierten Rehabiliation (MBOR)

Die Inhalte einer auf die Erwerbstätigkeit fokussierten Sozialen Arbeit umfassen die Vermittlung von Informationen über Lösungsansätze für die individuellen berufsbezogenen und sozialrechtlichen Problemsituationen sowie die Motivierung, Begleitung und Anleitung beziehungsweise Unterstützung der Rehabilitanden und Rehabilitandinnen bei ihrer Eingliederung in das berufliche Umfeld. Diese Themen werden im Rahmen der Medizinisch-beruflich orientierten Rehabilitation (MBOR) verstärkt in Gruppenangeboten umgesetzt. Die dazu entwickelten Curricula Einführung in das Sozialrecht, Berufswegplanung und Konflikte am Arbeitsplatz fassen Erfahrungen aus der Praxis zusammen und bieten für Schulungsleiter eine Basis zur Erstellung von eigenen Gruppenangeboten. Ziel der Fortbildungsveranstaltung ist, die Teilnehmer als Schulungsleiter in der Anwendung der Curricula zu schulen. Die Teilnehmer lernen die fachlichen Hintergründe, den Aufbau und die Inhalte der Curricula sowie die Herausforderungen bei der Umsetzung in der Rehabilitationspraxis kennen. Neben der patientenorientierten Vermittlung der Schulungsinhalte erlernen die Teilnehmer den Umgang mit Barrieren in Bezug auf schwierige Patientensituationen als auch in Bezug auf organisatorische Aspekte bei der Schulungsimplementierung.

Veranstaltungsangebot für das Jahr 2019

Curriculum „Sozialmedizinische Leistungsbeurteilung im Reha-Team“

Die zwei Fortbildungsreihen richten sich primär an alle nichtärztliche therapeutische Berufsgruppen in der medizinischen Rehabilitation, die an der sozialmedizinischen Leistungsbeurteilung mitwirken. Ziel des Curriculums „Sozialmedizinische Leistungsbeurteilung im Reha-Team“ ist es, durch die Qualifizierung der nicht-ärztlichen Berufsgruppen in sozialmedizinischen Fragestellungen und die Förderung der interdisziplinären Kommunikation, die Qualität der sozialmedizinischen Leistungsbeurteilung in der medizinischen Rehabilitation zu verbessern.

Veranstaltungsangebote

Praxisempfehlungen für die (Arbeits-) Fähigkeitsbeurteilung bei psychischen Erkrankungen mit dem Mini-ICF-APP

Die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) herausgegebene Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF) ergänzt die Diagnosen nach der ICD durch die Erfassung und Beschreibung von Funktionen, Fähigkeiten, Kontext und Partizipation. Inzwischen haben die Konzepte der ICF in alle Begutachtungs- und Rehabilitationsvorgaben Einzug gefunden.

Da die ICF eine sehr umfangreiche und komplexe Klassifikation ist, bedarf es für die klinische Anwendung in der medizinischen Rehabilitation einer Auswahl von relevanten Kategorien. Für den besonders schwierigen Bereich der psychischen Störungen wurde das "Mini-ICF-Rating für Aktivitäts- und Partizipationsstörungen bei psychischen Erkrankungen" (Mini-ICF-APP, M. Linden, S. Baron, B. Muschalla, 2009) entwickelt. Bei diesem Ratingverfahren handelt es sich um ein ökonomisches Fremdbeurteilungsinstrument zur Quantifizierung von Aktivitäts- und Partizipationsstörungen. Die Fortbildungsveranstaltung fokussiert die Anwendung des Ratingverfahrens im Rehabilitationsalltag bei der Fähigkeitsbeurteilung von Rehabilitanden.

Veranstaltungsangebot für das Jahr 2019

Arbeitsplatzbezogene Ängste und Arbeitsplatzphobie

Ängste in Bezug zum Arbeitsplatz wurden seit 2007 in mehreren von der Deutschen Rentenversicherung Bund geförderten Projekten untersucht und sind in Diagnostik, Behandlung und Leistungsbeurteilung in der Rehabilitations-Praxis ein alltägliches Phänomen. So finden sich in der psychosomatischen und somatischen Rehabilitation, aber auch in ambulanten Behandlungssettings (z.B. Hausarztpraxen) Arbeitsplatzängste bei 30-60 Prozent der chronisch psychisch kranken Patienten, Arbeitsplatzphobien bei 10-17 Prozent. Arbeitsplatzbezogene Ängste und Arbeitsplatzphobien sind direkt verbunden mit oft schweren sozialmedizinischen Problemen im Sinne von Langzeitarbeitsunfähigkeit bis hin zu Arbeitsplatzverlust oder Frühberentung. Die Fortbildungsveranstaltung möchte die Teilnehmer zu Diagnostik und Behandlung von Arbeitsplatzängsten im Rahmen der medizinischen Rehabilitation schulen.

Veranstaltungsangebot für das Jahr 2019

Psychopathologische Befundung in der somatischen Rehabilitation - Praxisseminar

Der psychopathologische Befund ist das grundlegende Handwerkszeug und der Goldstandard zur Beschreibung und diagnostischen Einordnung psychischer Probleme. Psychische Probleme und Erkrankungen sind „Volkskrankheiten“. Nach epidemiologischen Studien sind über Jahrzehnte hinweg stabil ca. 30% der Allgemeinbevölkerung von psychischen Erkrankungen betroffen. Auch in der somatischen Rehabilitation ist daher bei einem gewissen Anteil von Rehabilitanden und Rehabilitandinnen mit psychischen Problemen zu rechnen. Diese im Rahmen der klinischen Diagnostik adäquat zu beschreiben und einzuordnen ist Aufgabe der Fachärzte und Fachärztinnen sowie Psychologischen Psychotherapeuten und Psychologischen Psychotherapeutinnen.

Eine medizinische Rehabilitation wird immer im interdisziplinären „Team“ bewerkstelligt. Nur durch Zuarbeiten von Cotherapeuten können wertvolle Verhaltensbeobachtungen des Patienten im Rehaverlauf festgehalten und später im fachärztlich verantworteten Entlassungsbericht genutzt werden. Daher ist die Fortbildung ist für alle in der somatischen Rehabilitation tätigen Berufsgruppen offen. Die Fortbildung richtet sich daher an in der somatischen medizinischen Rehabilitation tätigte Ärzte und Psychotherapeuten, sowie sonstige an der Behandlung beteiligten Berufsgruppen, inklusive Pflegepersonal.

Veranstaltungsangebot für das Jahr 2019