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Buchungssystem für Rehabilitationskapazitäten (EWnet)

Die Deutsche Rentenversicherung Bund realisiert derzeit ihr Vorhaben zur Einführung eines Online -Reservierungsverfahrens zur Belegung von Behandlungskapazitäten in Rehabilitationseinrichtungen. Hierbei handelt es sich um ein maschinelles Reservierungsverfahren, mit dem das Einweisungssystem (EWS) Online-Reservierungen der Bettendisposition der Rehabilitationseinrichtungen zur Weiterverarbeitung bereitstellt. Über seine Kommunikationskomponente werden auch Informationen über die Verfügbarkeit freier Kapazitäten zwischen dem EWS und den Rehabilitationseinrichtungen ausgetauscht.

Seit April 2005 ist das Reservierungsverfahren ist in allen Rehabilitations-Einrichtungen der Deutschen Rentenversicherung Bund eingeführt. Der erfolgreiche Betrieb mit den eigenen Häusern bildete die Grundlage dafür, dass im 2. Halbjahres 2005 den Vertragspartnern die Mitarbeit an einem sicheren und stabilen Reservierungssystem mit einem intern erprobten  Fehlermanagement angeboten werden konnte. Im Oktober 2005 begann eine Erprobungsphase mit Vertragseinrichtungen, an der  9 Pilotkliniken teilnahmen. Im September 2006 wurden alle Vertragseinrichtungen informiert, dass nun der sukzessive Anschluss aller interessierten Kliniken ans Verfahren vorgesehen ist. Näheres dazu finden Sie am Ende des Beitrages unter „Einbeziehung von Vertragseinrichtungen“.

Im Weiteren möchten wir Ihnen einen Überblick zu unserem Verfahren geben.

Verfahrensbeschreibung

Das eingesetzte Reservierungsverfahren basiert darauf, dass dem EWS die für die Deutsche Rentenversicherung Bund zur Verfügung stehenden freien Rehabilitationskapazitäten bereit gestellt werden. Durch einen entsprechenden Abruf erhält das EWS Vorinformationen über die Belegungssituation und kann diese bei der Erstellung der Hausauswahlliste heranziehen. Somit ist eine gezielte Anfrage für eine Reservierung einer freien Kapazität möglich. Weitere Funktionalitäten, wie zum Beispiel Stornierungen für bereits reservierte Betten sind dabei vorgesehen.

Konzeptionell handelt es sich um eine dezentrale Lösung. Der Datenaustausch erfolgt im auf Internet-Technologie basierenden XREHA-Format durch XML Beschreibungen. Dieses Verfahren bietet für die Rehabilitationseinrichtungen den Vorteil, dass die Einrichtung die nach außen angezeigten Kapazitäten jederzeit neu festlegen kann.

Was muss die Klinik realisieren?

Von den am Reservierungsverfahren teilnehmenden Rehabilitationseinrichtungen wird erwartet, dass sie eine maschinelle, prinzipiell 24 Stunden zur Verfügung stehende (mit definierten Abschalt- und Wartungszeiten) Möglichkeit zur Kapazitätsabfrage realisieren.

Dabei ist die Angabe der freien Kapazitäten wochenweise getrennt nach teilstationären (ganztägig ambulant) und stationären Kapazitäten erforderlich. Zusätzlich sollte die Anzahl der möglichen Eilfall-Aufnahmen (Aufnahme von Patienten innerhalb von 14 Tagen, Terminplanung durch die Klinik) abfragbar sein. Der detaillierte Aufbau des XREHA-Formats für Anfrage und Antwort kann der XML-Spezifikation entnommen werden.

Daneben ist mit gleicher Verfügbarkeit abzusichern, dass Reservierungen und Stornierungen (siehe ebenfalls XML-Spezifikation) entgegengenommen werden können.

Ein solcher maschineller Betrieb lässt sich herstellen, wenn die Abfrage- und Reservierungskomponente in der Rehabilitationseinrichtung in ein bestehendes Klinikinformationssystem (insbesondere in ein entsprechendes Bettendispositionssystem) integriert wird.

Kosten, die bei der Anbindung der Rehabilitationseinrichtung an das Online-Reservierungsverfahren sowie während des Betriebes anfallen, werden von der Deutsche Rentenversicherung Bund nicht übernommen.

Wie arbeitet künftig das EWS?

Das EWS wird zunächst prinzipiell weiter so arbeiten wie bisher. Nach einem angemessenen Zeitraum, der den Rehabilitationseinrichtungen den Anschluss an das Reservierungssystem ermöglicht, werden die elektronisch ausgetauschten Informationen verstärkt bei der Erstellung der Hausauswahlliste berücksichtigt. Die vom EWS durchgeführte Online-Reservierung ist noch keine verbindliche Buchung. Erst durch die Erteilung eines schriftlichen Bescheides wird die Reservierung verbindlich bestätigt.

Wenn vom beratungsärztlichen Dienst der Deutschen Rentenversicherung Bund ein am Reservierungsverfahren EWnet angeschlossenes Haus ausgewählt wird, so erfolgt eine automatische Reservierungsanfrage entsprechend der XML-Spezifikation. Auf diese wird eine positive oder negative Antwort (siehe XML-Spezifikation - Reservierungsbestätigung) erwartet. Im Fall der Zusage ist eine klinikspezifische Reservierungsnummer mitzuschicken, über die der Fall wieder im Klinikinformationssystem identifizierbar sein sollte. Diese Reservierungsnummer wird Bestandteil der Bescheide an den Patienten und an die Rehabilitationseinrichtung. Die Aufnahme des Rehabilitanden erfolgt in der Reservierungswoche, die im Bescheid an den Rehabilitanden vermerkt wird. Der konkrete Aufnahmetag wird von der Klinik festgelegt.

Kommunikations­schnittstelle

Die Kommunikation erfolgt über die XML- Schnittstelle XREHA. Für Ihre Vorbereitungen stehen Ihnen relevante Testfälle zur Verfügung.

XML-Spezifikation

Die Spezifikation des Datenaustausches XREHA stellt eine für alle Nutzer offene Schnittstelle zur Anbindung von Rehabilitationseinrichtungen bei der Online-Reservierung dar. Sie kann unentgeltlich verwendet werden:

Testfälle

Bei den folgenden Testfällen handelt es sich um XML-Dateien, die die vier von der Deutschen Rentenversicherung Bund genutzten Hauptgeschäftsvorfälle der Kommunikation widerspiegeln. Entsprechend der Spezifikation sind das die "Anforderung allgemeine Belegung" (Belegung) sowie die "Reservierung", die "Stornierung" und der "Ping". Die Kommunikationspaare "Anforderung Ausstattung" und "differenzierte Anfrage nach freien Betten/Zimmern" der XREHA-Spezifikation sind im aktuellen Verfahren der Deutschen Rentenversicherung Bund nicht implementiert. Mit "_Anfrage" sind jeweils die Dateien bezeichnet, die von der Einweisungssteuerung der Deutschen Rentenversicherung Bund initiiert und an die Rehabilitationseinrichtungen übermittelt werden. Als "_Antwort" sind Beispiele aufgeführt, wie die zurückgesendeten XML-Dateien aus den Rehabilitationseinrichtungen erwartet werden. Es ist natürlich nicht möglich, an dieser Stelle mit den Beispielen die Vielfalt der möglichen Konstellationen zu erfassen. Auch auf ein Beispiel zur "Allgemeinen Fehlerantwort" wurde verzichtet. Hier handelt es sich um eine Antwort bei allgemeinen Kommunikationsproblemen, die so erwartet wird, wie sie unter http://www.xreha.de/spezifikation/fehlerantwort.htm angegeben ist.

Die hier vorgestellten Beispiele spiegeln die derzeitige Arbeitsweise des Verfahrens wider.

Seit Anfang Juni 2005 ist bei der Deutschen Rentenversicherung Bund die aktuelle Version der XREHA-Spezifikation, XREHA 1.2, im Einsatz. Sie bildet auch die Grundlage für die zukünftige Kommunikation mit den Vertragseinrichtungen.

Beispieldateien für die einzelnen Geschäftsvorfälle:

Belegung

Reservierung

Stornierung

Ping

Einbeziehung von Vertragseinrichtungen

Die Einführung des Verfahrens in Vertragseinrichtungen soll in mehreren Schritten erfolgen. In eine im Oktober 2005 begonnene Erprobungsphase waren 9 Pilotkliniken einbezogen. Im September 2006 wurde allen Vertragseinrichtungen der sukzessive Anschluss ans Verfahren angeboten.

Aus Sicht der Deutschen Rentenversicherung Bund kommen für eine Teilnahme am Verfahren Einrichtungen in Betracht, die aufgrund ihrer eigenen DV-technischen Ausstattung in der Lage sind, die beschriebenen Voraussetzungen zum Anschluss und zur Kommunikation über die Schnittstelle XREHA (siehe Informationsschrift) zu erfüllen. Details zu den organisatorischen Anschluss- und Betriebsbedingungen für eine Teilnahme am Verfahren werden den Vertragseinrichtungen nach der Bewertung der Erprobungsphase rechtzeitig bekannt gegeben.

Für Interessenten steht hier ein Informationspapier „Anforderungen an Kliniksysteme“, in dem die näheren für die Teilnahme am EWnet maßgeblichen Angaben aufgeführt sind, zum Download bereit.

Ebenfalls als Download finden Sie hier die „Anschluss- und Betriebsbedingungen“, die Sie mit Ihrer „Bereiterklärung“ (Anlage des Rundschreibens an alle Vertragseinrichtungen im September 2006) anerkennen.

Informationsschrift „Anforderungen an Kliniksysteme“

Informationsblatt "Anschluss und Betriebsbedingungen"

Häufige Fragen

Wer ist mein Ansprechpartner bei Fragen auf dem Gebiet des EWnets?

Anfragen sollten grundsätzlich an die E-Mail-Adresse ewnet@drv-bund.de gestellt werden.

Ich vertrete eine Klinik, die nicht Vertragsklinik der Deutschen-Rentenversicherung Bund ist. Kann die Klinik trotzdem am Online-Verfahren teilnehmen?

Nein, zurzeit ist dies nicht vorgesehen.

Kann die Deutsche Rentenversicherung Bund Empfehlungen für die Architektur der Softwarelösung in der Klinik geben?

Nein. Grundsätzlich muss der Kommunikationspartner nur im XREHA-Standard kommunizieren können und die Vorgaben der EWnet-Spezifikation beachten.

Was muss bei der Entwicklung der Kliniksoftware beachtet werden?

Die Anforderung wurden von der Deutschen Rentenversicherung Bund in einer Spezifikation zusammengefasst.

Gibt es eine Testmöglichkeit mit dem System der Deutschen Rentenversicherung Bund?

Nein, zurzeit nicht. Es ist vorgesehen, eine solche Testmöglichkeit zukünftig zur Verfügung zu stellen. Für grundsätzliche Entwicklungstests sollte ein Softwareentwickler einen geeigneten Testclient nutzen. Als Beispiel hierfür kann folgendes Javaprogramm dienen, welches auf den Bibliotheken Jakarta Commons HttpClient (vergleiche http://jakarta.apache.org/commons/httpclient/) und JDOM (vergleiche http://www.jdom.org/) basiert.

Ist vorgesehen die Kliniksoftware seitens der Deutschen Rentenversicherung Bund zu zertifizieren?

Nein. Die Kliniksoftware muss den Datenaustausch nach dem XREHA-Standard gewährleisten und die Spezifikation der Deutschen Rentenversicherung Bund berücksichtigen. Dies Funktionalität wird von der Deutschen Rentenversicherung vor einem produktiven Einsatz der Onlinekommunikation bei jeder Klinik überprüft.

Wie erfolgt die Kommunikation mit der Klinik, werden die XREHA-Daten per ftp an die Klinik übertragen oder wird ein Webservice benutzt?

Weder noch. Die Kommunikation erfolgt SSl-verschlüsselt über https mit Serverauthentifizierung. Die Daten im XREHA-Format werden dabei direkt in den Content-Teil der http(s) Nachricht geschrieben.

Welche Reaktionszeit muss das Kliniksystem gewährleisten?

Die Antwort muss innerhalb von 30 Sekunden erfolgen.

Mit welcher Methode werden die Daten an die Klinik übertragen und welche Werte werden übergeben?

Es wird bei der Anfrage die HTTP-POST-Methode benutzt. Angefragt wird im http-Header zurzeit mit dem Eintrag:

"Content-type: application/x-www-form-urlencoded; charset=ISO-8859-1“, die Anfrage wird entsprechend kodiert (vergleiche Beispiel).

Die Kliniken sollten auch Anfragen mit dem Eintrag "Content-type: text/xml; charset=ISO-8859-1“ verarbeiten können, da in diesem Punkt eine Umstellung nicht ausgeschlossen wird.

Welchen Content-Type erwartet die die Deutsche Rentenversicherung Bund für die Antwort?

"Content-Type: text/xml"

Dieses Beispiel einer Anfrage eines Belegers und die mögliche Antwort einer Klinik hierauf soll die Kommunikation verdeutlichen.

Gibt es irgendwelche Anforderungen für die URL der Webapplikation?

Die URL darf die Länge von 50 Zeichen nicht überschreiten.

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Ansprechpartner

Wir sind gerne zu weiteren individuellen Auskünften bereit. Sie erreichen uns unter: mailto:EWnet@drv-bund.de.